Vorsicht, in diesem Text geht es steil abwÀrts.
Wladimir Putin hat einen ausfĂŒhrlichen Aufsatz ĂŒber den 2. Weltkrieg redigiert und unter seinem Namen veröffentlichen lassen. Eine vollstĂ€ndige deutsche Übersetzung gibt es z.B. hier. Ich habe mich mit dieser zusammenfassenden und begrenzt-kritischen Zusammenfassung von Ulrich Heyden/telepolis begnĂŒgt. Daraus ziehe ich den Schluss, dass es sich um einen grossen politischen RĂŒckschritt im Vergleich zu Putins Bundestagsrede von 2001 oder auch seiner Rede vor der MĂŒnchener “Sicherheits”-Konferenz 2007 handelt. Den, wie immer, alle Beteiligten am politischen Prozess mitzuverantworten haben. Die kĂŒrzeste und vergnĂŒglichste Zusammenfassung lieferte heute mal wieder Friedrich KĂŒppersbusch.
In seinem 6-Minuten-Video verarztet er gleich auch den sich selbst zum Horst machenden Seehofer mit. Ein DLF-Redakteur schloss sich gestern der schon seit Jahren von Roland Appel und mir erhobenen RĂŒcktrittsforderung an. Obwohl: wenn der Horst fortgesetzt solche Crashs baut, wie sie Sascha Lobo/Sp-on fĂŒr alle, die schwer von Begriff sind, noch mal medienpĂ€dagogisch erklĂ€rt, dann erwĂ€chst aus diesem Pannen-Horst vielleicht noch eine Chance, Markus Söder als Kanzler zu verhindern. Und das wĂ€re am Ende sogar ein rationales Motiv, das diesen Horst antreibt. Vielleicht ist ihm nichts wichtiger.
Meinen Roland und ich es mit unserer RĂŒcktrittsforderung vielleicht zu gut mit dieser Republik? WĂ€re es nicht subversiver, wenn Horst so weitermacht? Sollten wir ihn Ç”ar anfeuern? Ich denk’ drĂŒber nach …
Jetzt sind wir ganz unten, also bei Philipp Amthor. Nein, wichtig ist der mir nicht. Laut ntv-Autor Benjamin Konietzny, der muss es ja wissen, kommt er doch von den CDU-nahen Ruhr-Nachrichten, hat die CDU “nicht viele prominente Politiker mit einer Ă€hnlich steilen Karriere zu bieten” – einem Konietzny scheint sowas zu gefallen, das glaube ich wohl. Immerhin macht der Mann insofern seine Arbeit, als er uns eine digital und öffentlich zugĂ€ngliche Zusammenfassung der Recherchen anbietet, die der Spiegel mit Gewinnerzielungsabsichten eingemauert hat. Und zwar die Erkenntnisse zu dem Fake-Unternehmen Augustus Intelligence, das der CDU dazu dient, am Fall des Amthor sich ganz unschuldig die HĂ€nde zu waschen. Vielleicht ist Amthor auch nur ein Nebeneffekt, und es soll einer RĂŒckkehr des Guttenberg vorgebeugt werden.