Tipps für Ihr Quarantäne-Entertainment
Zunächst zu den bösen Fakten. Meine ehemalige Heimatstadt Gladbeck macht Schlagzeilen mit ihrer 7-Tage-Inzidenz über 400 (London liegt über 1.000). Gladbeck ist nicht kreisfrei, sondern zieht auf den Coronakarten der Medien den flächenriesigen Kreis Recklinghausen runter. Gladbeck ist ungefähr ein Viertel so gross wie Bonn, und Sie wissen ja, hier kennen sich auch schon fast alle untereinander. Wenn die Grundgesamtheit so winzig ist, ist vieles von Zufällen abhängig. Kein Zufall ist dagegen, dass insbesondere im Süden der Stadt, Butendorf und Brauck, auch weiter nördlich in Rentfort, überwiegend beengt gewohnt wird.
Sehr informativ zur Lage in der Praxis, von der “Front”, ist erneut ein FAZ-Interview mit dem Lungenarzt Cihan Çelik in Darmstadt. Er bestätigt meine Warnung vor “Impfkampagnen”, und muss selbst die Überzeugungsarbeit leisten, die der einzig wirksame Weg ist.
Kommen wir zum Entertainment
Der ARD-Kanal One bietet heute (linear ab 16 h, hier in der Mediathek, auch mit den Originalversionen) vier Stunden Bingewatching der sog. Krimiserie “Die 2” (The Persuaders) von 1971/72. Ich war damals Fan davon. Das lag an der deutschen Synchronisation, deren Buch, plus Stimme von Tony Curtis, von Rainer Brandt stammte. Der machte aus dem in den USA gefloppten Krimi in Deutschland einen verbalen Slapstick-Hit. Vieles davon wirkt heute onkelhaft-belanglos, arg gewollt und selbstbezüglich, ist aber gerade darum kulturgeschichtlich-deutsch wieder relevant. Die Jungen dürfen rätseln, was die heutigen Alten damals “lustig” fanden. Ich kann es nicht erklären, und werde heute erneut daran forschen.
Danach werde ich direkt dranbleiben, weil ich dann den Charly Hübner-Film nachholen werde, den ich am Mittwoch zugunsten Romy Schneiders verschmäht hatte, gefolgt vom Köln-Tatort, der mir das Warten auf Arnd Zeigler und seine Würdigung meines Lieblingsspieltages der Bundesliga verkürzen wird.
Geht doch. Nicht alles ist schlecht. Und dann kommen ja noch das gute Essen (Ravioloni von l’Olivo) und Trinken (Barbera d’Alba, ebenfalls vom l’Olivo) dazu.
Prantl
Heribert Prantl kenne und schätze ich gut, ein Bruder im Geiste. Heute kommentiert er in der SZ online die Grünen von heute. Er kennt viele persönlich, und hat einen kritisch-sympathisierenden Aussenblick, der bereichernd sein dürfte. Woher mein Konjunktiv? Er ist eingemauert, in der SZ-Paywall.
Prantl ohne Paywall finden Sie beim DLF (Audio 25 min). Gestern stritt er dort, konstruktiv, mit Uwe Volkmann, für Bürger*innen*rechte, für Menschen mit und ohne Impfung. Weil Bürger*innen*rechte alle besitzen, und nicht durch erwünschtes Verhalten erst “erworben” werden müssen. So geht demokratischer Rechtsstaat. Der ist in Gefahr, und zwar immer. Öffentlich gebührenfrei zugänglich, bis 2038.