Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

6000 l für 50 qm

In Beuel hats gebrannt: 50 Quadratmeter im Ennert. Das ist ein Problemumfang, wie vor einem Jahr die Hochwasserkatastrophe, die um uns in Bonn herum einen grosszügigen Bogen machte. Der “Brandgefahr” müssen wir dennoch konzentriert ins Angesicht sehen – klimapolitisch und demokratiehygienisch.

Reinhard Olschanski hat sich über Daniel Kehlmann erschreckt: “Rettet den ‘Spiegel der Seele'”. Ich habe den Mann nie gelesen, kenne aber viele Fans von ihm.

Gelesen habe ich Kathrin Schrader: “Bloss kein Alman”. Ihre Enkelforschung – übernommen aus der Berliner Zeitung – ähnelt meiner Begeisterung für die Betreuung von Praktikant*inn*en bei den Grünen-Fraktionen im Landtag (1990-2005) und im Stadtrat (2006-2016). Die Jungs und Mädels checken und denken viel schneller als “wir” als Altersgruppe es jemals getan haben. Sie wissen mehr von der Welt und beherrschen Techniken, die “wir” Alten (mehrheitlich) gar nicht mehr lernen wollen. Das war schon immer so. Aber der Kapitalismus beschleunigt alles.

Heute erst beriet ich wieder einen 10 Jahre jüngeren Kollegen, wie er zügig in die Rente hineinkommt. Das ist Lebenskunst. Selbst für diese ganz pragmatische Überlebensstrategie gibt es eine überkandidelte Ideologie. Ohne gehts wohl nicht.

Rheinpegel Bonn 117 cm. Niederschlag: 0.

Das Fussballfieber steigt. Der DFB-Pokal interessiert mich nicht. Aber das Wembleyfinale Sonntag 18 h. Wie Alina Schwermer.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net

Ein Kommentar

  1. Roland Appel

    Der Schock war heftig. Wenn ich noch Texte schreibe oder arbeite, stell ich schon mal Fußball an. BVB gegen 1860. Total langweiliges, ideenloses Spiel. Pässe kamen nicht an. Keine Initiativen, natürlich überlegene Dortmunder, aber auch weder der Spielwitz, noch die taktische Stärke, weder der Kampfgeist noch die Solidarität der Frauen-WM. Noch schlimmer: Die Kommentare der Spieler, ein 1860er mit Selbstkritik. Weisheiten: 3:0 nach dem Motto eines Spielervaters: “Alles was aufs Tor kommt, geht irgendwann mal rein.” Frauen sind intelligenter. Noch viel, viel schlimmer: Die männlichen Kommentatoren. Füllen der Spiel-Langeweile durch scheinkompetentes Geschwafel. Nach Zahlen malen ist spannender. Am unterträglichsten: Der Fan-Lärm brüllender Horden, die weit über das Spiel hinaus tobenden archaischen Rituale toxischer Männlichkeit. Das doofe gebrüll und dumpfe Getrommle scheint wichtig zu sein, denn Kommenator*innen finden es toll. Gute Gründe, wenn Fußball, dann nur noch Frauenfußball zu gucken. Meine Gebühren hätt ich gern zurück.

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