Beueler-Extradienst

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Auf der Suche nach Halt

Die Nachwendegeneration in Krisenzeiten

Vorwort

Das Wendejahr 1989/90 steht für die radikaldemokratische Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Verkörpert durch die mutigen Bürger:innen der DDR, die für einen selbst­ bestimmten Neuanfang auf die Straßen gingen und auf friedliche Weise am 9. November 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenze erwirkten. Es folgten allerdings auch ent­täuschte Hoffnungen, die die Nachwendezeit geprägt haben: Schnell schlugen Euphorie und Aufbruchstimmung in Ernüchterung und teilweise völkische Gewalt um. Die Realität der Nachwende-­Transformationen erschütterte nachhaltig das Versprechen auf eine bes­sere Zukunft in „blühenden Landschaften“.

30 Jahre nach dem Mauerfall haben wir 2019 untersucht, wie die Umbrüche der 1990er Jahre noch die ‚Nachwendegeneration‘ prägt, also diejenigen, die nach 1989 geboren sind. Während die Folgen der Transformationen im Osten vergleichsweise sehr präsent waren, zeigte sich im Westen eine verbreitete Ignoranz gegenüber den weiterhin beste­henden Ungleichheiten in Arbeits­ und Lebenswelt. Die Einschätzungen von Vergangen­ heit und Gegenwart fielen unterschiedlich aus, geeint war die Nachwendegeneration jedoch in einem positiven Blick nach vorne: Optimistisch wurden die Gestaltungsmög­lichkeiten für eine bessere Zukunft hervorgehoben.

Inzwischen sind vier Jahre vergangen – eine Zeit, die durch intensive Krisendynami­ken geprägt ist: Corona­ Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, ökono­mische Unsicherheiten und die immer stärker spürbaren Folgen der Klimakrise haben die Normalität des Alltags mit Wucht erschüttert. Diese Entwicklungen waren für die Otto Brenner Stiftung jetzt Anlass, noch einmal die Nachwendegeneration in den Blick zu nehmen und danach zu fragen, ob und wie diese Vielfalt an Krisen in Ost und West verarbeitet wird.

Wir freuen uns sehr, mit der vorliegenden Untersuchung die Zusammenarbeit mit den Autor:innen Simon Storks, Rainer Faus und Jana Faus von der Forschungs-­ und Be­ratungsagentur pollytix fortzusetzen. In vier Online-­Fokusgruppen, mit jeweils sieben Teilnehmenden aus Ost und West und zwei anschließenden Workshops, haben die Forscher:innen Einschätzungen zu privater Zukunft, gesellschaftlicher Stimmung und politischer Gestaltungsmacht diskutieren lassen, systematisiert und ausgewertet. Eine solch explorative Herangehensweise erlaubt es nicht, Verallgemeinerungen anzustreben oder gar Repräsentativität zu gewährleisten. Aber mit ihr können Argumentations­- und Begründungsmuster aufgedeckt werden, die ein tiefergehendes Verständnis für verbrei­tete Wahrnehmungen und Einstellungen ermöglichen.

Mit Blick auf Ungleichheiten zwischen Ost und West zeigt sich auch in dieser Un­tersuchung, dass sie den ostdeutschen Teilnehmenden sehr viel bewusster sind. Im Vergleich zur Vorgängerstudie finden sich jedoch auch Unterschiede: Anders als 2019 blickt die Nachwendegeneration derzeit mit großer Ungewissheit auf die kommenden Jahre. Es fehlt sowohl im Osten als auch im Westen an Vertrauen, dass die Zukunft zum Besseren gestaltet werden kann. Die Teilnehmenden zeigen sich krisenmüde, nehmen die gesellschaftliche Stimmung als verhärtet und gespalten wahr und äußern Zweifel an den Lösungskompetenzen der Politik.

Hervorzuheben sind dabei vor allem zwei Dimensionen: Der Nachwendegeneration fehlt es an Erfahrungen politischer Selbstwirksamkeit. Als Folge fühlen sich die Teilneh­menden den gesellschaftlichen Verhältnissen gegenüber eher ohnmächtig und ausge­liefert. Zudem zeichnet sich bei der Verarbeitung der Krisendynamiken eine Abgrenzung „nach unten“ ab. Hochgehalten wird ein neoliberales Leistungsprinzip, demzufolge Ar­mut und Arbeitslosigkeit als individuelles Selbstverschulden gewertet werden.

Die Befunde der Untersuchung müssen einerseits als Warnsignal verstanden werden. Denn Zukunftsoptimismus, Vertrauen in die Politik, soziale Gerechtigkeit sowie gesell­schaftlicher Zusammenhalt sind den Autor:innen zufolge unverzichtbare Voraussetzun­gen für eine demokratische Bewältigung von Krisen. Die Problemdiagnosen deuten dabei, andererseits, bereits an, was zu tun ist: Eine Demokratie, die sich auch in Krisenzeiten als stabil behaupten muss, bedarf der Lohngerechtigkeit in der Arbeitswelt, die endlich auch zwischen Ost und West realisiert werden muss. Die Stärkung von Gewerkschaften und betrieblicher Mitbestimmung ist dafür, dass zeigt die Geschichte, unverzichtbar. Zugleich weisen weitere Studien der OBS nach, dass Erfahrungen von Partizipation im Betrieb auch die demokratischen Einstellungen der einzelnen Beschäftigten stärken.

Schon Otto Brenner, der Namensgeber unserer Stiftung, schlussfolgerte 1959: „Von der Demokratisierung der Arbeitswelt wird in einem hohen Maße die Festigung unserer Demokratie abhängen.“ Die vorliegende Untersuchung macht deutlich, dass es sich auch in Zukunft lohnt, für diese radikaldemokratische Vision zu streiten.

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

2019 haben wir in einer OBS­-Studie das erste Mal ein Schlaglicht auf die Nachwendegene­ration geworfen. Ein zentraler Befund dieser Vorgängerstudie war, dass es in dieser jungen Generation zwischen Ost und West nach wie vor Einstellungsdifferenzen gibt, die Generation aber letztlich mehr eint als trennt (Faus/Storks 2019: 73–76): Junge Ostdeutsche bewerteten die wirtschaftliche Lage ihrer Region zumeist schlechter und empfanden die Verhältnisse in Deutschland seltener als gerecht als die gleichaltrigen Westdeutschen. Gemeinsam war der Nachwendegeneration jedoch in beiden Landesteilen der zugleich positive Blick in die Zukunft. Auch wenn das Gefühl, auf politische Entscheidungen wenig Einfluss nehmen zu kön­nen, schon damals in der gesamten Altersgrup­pe sehr verbreitet war und sich viele mit dem Funktionieren des demokratischen Systems in Deutschland unzufrieden zeigten, erwies sich die Demokratieunterstützung in beiden Lan­desteilen dennoch als hoch.

Die darauffolgenden Jahre waren von multiplen Krisen geprägt: Allen voran die Schocks durch die Corona ­Pandemie und Russlands Angriffs­krieg auf die Ukraine mit all ihren auch län­gerfristigen Auswirkungen sowie die sich ver­schärfende Klimakrise sind für die Gesellschaft zunehmend zur Belastungsprobe geworden.

Krise als Normalzustand – was macht das mit der zuvor doch positiv gestimmten Nachwende­generation?

Um dieser Frage nachzugehen, haben wir in ei­nem qualitativem Forschungsdesign die Krisen­resilienz in den Fokus gestellt. Dem Konzept der Resilienz zufolge braucht es als Gesellschaft zum einen Zuversicht und Zukunftsoptimismus, aber auch Vertrauen in Politik und Demokratie sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gerech­tigkeit, um Krisen unbeschadet zu überstehen.

Wenn wir uns diese Bedingungen ansehen, fällt die Bewertung bereits beim Blick auf Zu­versicht und Zukunftsoptimismus negativ aus. Finanzielle Sorgen verschärfen aktuell die exis­tierenden Alltagsprobleme der jungen Genera­tion, Unsicherheiten erschweren den Start ins eigene Leben. Die Nachwendegeneration zeigt sich krisenmüde und überfordert von den An­passungen, die ihnen die letzten Jahre abver­langt haben. Der Blick nach vorne lässt für sie tendenziell keine Verbesserung erkennen: Das Versprechen, dass es kommenden Generationen einmal besser gehen wird, hat in ihren Augen keine uneingeschränkte Gültigkeit mehr. Es gibt für sie keine positive Zukunftserzählung.

Dies ist insofern ein Problem, als längst nicht alle Krisen ausgestanden sind: Einige Krisen wie der Klima­wandel werden uns noch jahrzehntelang beglei­ ten, neue Krisen werden dazukommen. Das fehlende Zukunftsversprechen ist aber nicht nur für die Krisenresilienz, sondern auch für anstehende Transformationsleistungen ein Pro­blem.

Analog zu anderen Studien (vgl. Poulakos/ Kittel 2023) beobachten auch wir einen Rück­zug ins Private. Statt die Zukunft zu gestalten, wird auf der Suche nach Stabilität und Sicherheit mitunter ein Bild von der Vergangenheit romanti­siert oder die Idee vom Auswandern als gedank­licher Fluchtpunkt genutzt, um das Versprechen, dass eigene kleine Glück noch finden zu kön­nen, weiter aufrechtzuerhalten. Felix Heidenreich zeigt auf, warum die hier zu beobachtende feh­lende Zukunft nicht nur eine Belastung für je­ de:n Einzelne:n bleibt, sondern langfristig auch die Demokratie gefährdet. Ihm zufolge müssen moderne Demokratien eine positive Zukunft in Aussicht stellen können: „Es gab und gibt kei­ne Demokratie ohne ein solches Versprechen“ (Heidenreich 2023: 19). In den USA lässt sich be­reits empirisch nachweisen, wie Zukunftssorgen mit einer Abkehr von Demokratie einhergehen. Auch in Deutschland zeigt sich, dass vor allem die Wähler:innen der rechtsradikalen AfD nicht an eine positive Zukunft glauben, sondern diese in einer vermeintlichen, romantisierten Vergan­genheit suchen (ebd.: 19ff. & 77). Dies ist, wie Heidenreich analysiert, aber kein Wesensmerk­mal von Demokratien, sondern von autoritären Staaten: Putin träumt von der Restauration des Zarenreichs, Erdoğan bemüht die Vision eines Osmanischen Reichs.

Auch um die zweite Bedingung für Resilienz, das Vertrauen in Politik und Demokratie, steht es in der Nachwendegeneration derzeit nicht besonders gut. Schon in der Vorgängerstudie war die Demokratiezufriedenheit eher gering (Faus/ Storks 2019: 37 ff.). Ohne es mit der vorliegenden Studie in Zahlen ausdrücken zu können, zeich­nen die Fokusgruppen und Workshops dennoch ein klares Bild: Verbessert hat sich die Demo­kratiezufriedenheit der Nachwendegeneration in den Krisenjahren keinesfalls. Politik wird von ihnen aktuell vor allem mit negativen Aspekten assoziiert, mehr als Fremd­- denn als Mitbestim­mung empfunden. Viele der Teilnehmer:innen teilen Gefühle von politischer Ohnmacht.

Auch dieser Befund ist nicht nur für die Resi­lienz, sondern auch für die demokratische Gestaltung von Zukunft jenseits von Krisenbe­wältigung ein Problem. So zeigt die Leipziger Autoritarismus­Studie, dass „das Gefühl, kei­nen Einfluss auf politische Prozesse zu haben bzw. dass es sinnlos sei, sich politisch zu enga­ gieren, […] mit einer stärkeren Zustimmung zu autoritären Aussagen verbunden [ist]“ (Heller et al. 2022: 172). Insgesamt zeigt die Nachwende­generation, trotz zum Ausdruck gebrachter Un­zufriedenheiten und politischer Deprivation, zwar noch immer eine breite Demokratieunter­stützung, doch gilt Demokratie zugleich fast als Selbstverständlichkeit und damit nicht als etwas, um das man sich fortlaufend bemü­hen und aktiv herstellen oder erhalten muss. Darin kommt zum einen ein sehr einseitiges Verständnis von politischer Partizipation und Demokratie zum Ausdruck, welches zivilgesell­schaftliches Engagement oder auch unkonven­tionelle, nicht­ verfasste politische Partizipa­tion als Beitrag zur Demokratie nicht mit in den Blick nimmt. Zum anderen bedeutet dies, dass Bürger:innen eine Haltung gegenüber Politik und Demokratie einnehmen, in der sie laut Heidenreich zu bloßen Konsument:innen werden. Doch gilt:

„Demokratie ist kein Supermarkt“ (Heidenreich 2022: 66).

Damit Krisenbewältigung genauso wie anstehen­de Transformationsleistungen gelingen können, braucht es Akzeptanz und aktive Unterstützung der Bürger:innen. Diese kann in der Nachwendegeneration aber nicht erwachsen, solange Politik als Fremd­- statt Selbstbestimmung, als planlos reagierend statt aktiv gestaltend und als System, das zwar um die Themen und Herausforderungen der jungen Bürger:innen weiß, sie aber nicht an­geht, wahrgenommen wird.

Auch der Blick auf die dritte Voraussetzung für Krisenresilienz der Nachwendegeneration eig­net sich an dieser Stelle leider nicht, um zu ei­nem positiven Abschluss zu kommen: Bei den Einschätzungen der Nachwendegeneration da­rüber, wie gerecht die deutsche Gesellschaft ist, zeigen sich mit Blick auf ältere Ergebnisse keine Verbesserungen. Nur Einzelne haben das Gefühl, dass es in Deutschland gerecht zugeht, viele hin­gegen haben den Eindruck, aktuell selbst zu kurz zu kommen. Das mündet in sich verschärfenden Verteilungskonflikten, die von einigen Teilneh­ mer:innen durch eine Abgrenzung nach unten benannt werden. Es zeigt sich erneut die bereits in der Einleitung skizzierte autoritäre Verarbei­tung von Unsicherheit und Unzufriedenheit. Das Prinzip von Eigenverantwortung wird hier zu Selbstverschulden.

Der Umgang mit gegenwärtigen und kommenden Krisen, vor allem aber das Gelingen anstehen­der Transformationen und die Gestaltung von Zukunft sind aber abhängig von einem intakten Gefühl des Miteinanders. Vor allem braucht es einen offenen, funktionierenden gesellschaft­lichen Dialog, um in einer demokratischen Gesellschaft Aushandlungsprozesse und Kom­promissfindung zu ermöglichen. Schon in der Vorgängerstudie konnte gezeigt werden, dass junge Bürger:innen sich aus dem politischen Raum eher zurückziehen, weil die Stimmung als zu aufreibend empfunden wurde. Das hat sich verschärft: Die Teilnehmer:innen dieser Studie zeigen sich besorgt um eine zunehmenden Spal­tung. Viele äußern, dass sie sich in politischen Auseinandersetzungen eher konfliktvermeidend verhalten, da es zu viele verhärtete Fronten gebe.

Weniger Zukunft als vorherige Generationen

Um auf die von Reckwitz (2021) bemühte Meta­pher von „Standbein und Spielbein“ zurückzukommen – es braucht Krisenresilienz zur Bewäl­tigung der Gegenwart, aber auch Gestaltungs­macht für die Zukunft – muss an dieser Stelle geschlussfolgert werden, dass die Nachwende­generation in beiden Aspekten nach Jahren der Krise gerade nicht gut dasteht. Es mangelt an Zuversicht, an Vertrauen in die Politik sowie an gesellschaftlichem Zusammenhalt. Es bleibt daher eine gesellschaftliche und vor allem politische Aufgabe für Akteur:innen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen, Alternativen und Handlungsmöglichkeiten für ein echtes Zukunftsversprechen zu erarbeiten und aufzuzeigen. Dass junge Bürger:innen der Nachwendegeneration, die faktisch mehr Le­benszeit vor sich haben als alle älteren Genera­tionen, das eigentlich paradoxe Gefühl teilen, weniger Zukunft als vorherige Generationen zu haben, ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Es ist an der Politik, die eigene Pro­blemlösungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, um Zufriedenheit zu stärken und Unterstüt­zung für Demokratie in Zeiten zu generieren, wo diese international unter Druck geraten ist. Die Herausforderungen der Zukunft – demografischer Wandel, Digitalisierung, Klimawandel, der Schutz von Demokratie und Frieden – sind so groß, dass sie nicht durch eine Gesellschaft von Einzelkämpfer:innen zu meistern sind. Es braucht Miteinander, und Miteinander braucht gesellschaftlichen Dialog.

Abschließend bleibt die Frage, ob sich die Nach­wendegeneration in Ost und West nun ange­nähert oder weiter auseinanderentwickelt hat. Die auffälligste Differenz in der Vorgängerstudie war, dass es keine geeinte Sicht auf die Vergan­genheit gab: Zu unterschiedlich waren Wissens­stand zu und persönliche Berührungspunkte mit deutscher Teilung, Wende und Nachwendezeit. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall identifizierten sich Ostdeutsche als ostdeutsch, ohne dass es dazu eine westdeutsche Entsprechung gab. Wie haben sich die letzten Jahre, die von Krisen do­ miniert waren, darauf ausgewirkt?

Sowohl die nach Ost­ und Westdeutschen ge­trennten Fokusgruppen der ersten Stufe als auch die gemeinsame Diskussion in der zweiten Stu­fe der Workshops zeigen: Die Perspektive auf die Vergangenheit unterscheidet sich nach wie vor je nach persönlicher Nähe zur Thematik und persönlichen Berührungspunkten mit ostdeut­scher Geschichte. Für die meisten Westdeut­schen spielt diese Geschichte keine Rolle, für einige Ostdeutsche hingegen schon – wobei das Spektrum hier von der bewussten Identifikation mit Ostdeutschland bis hin zur Abgrenzung und zum genervtsein von eben dieser Identifikation anderer mit Ostdeutschland reicht.

Wichtiger aber als die Perspektive auf die Ver­gangenheit ist der überwiegend negative Blick auf Politik und Gesellschaft, der von der ost­ und westdeutschen Nachwendegenerationen der­zeit geteilt wird. Den jungen Bürger:innen sind, vor allem in Ostdeutschland, in der Gegenwart fortbestehende objektive Ungleichheiten aus­ gesprochen wichtig. Dabei geht es den meisten Teilnehmer:innen weniger um ostdeutsche Re­präsentation, als um finanzielle und wirtschaft­liche Ungleichheiten. Die Frage, wer in ihrer und vor allem in kommenden Generationen noch als Ost­- oder westdeutsch gilt, finden sie kaum zu beantworten. Sozialisationsunterschiede wür­den vor allem ältere Generationen betreffen, das „wachse sich raus“. Die Herstellung gleichwerti­ger Lebens­- und Arbeitsverhältnisse bleibt hin­gegen die zentrale Aufgabe zur Vollendung einer Deutschen Einheit für die Nachwendegenera­tion. Und das richtet nicht die Zeit allein.

Dieser Beitrag ist eine Übernahme von Vorwort und Schlusskapitel der Studie “Auf der Suche nach Halt” der Otto Brenner Stiftung, mit ihrer freundlichen Genehmigung. Den vollständigen Wortlaut mit allen Kapiteln finden Sie hier.

Über Simon Storks, Rainer Faus, Jana Faus, Jupp Legrand (Vorwort) / Otto Brenner Stiftung:

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Ein Kommentar

  1. w.nissing

    Vielleicht als thematische Ergänzung diesen Artikel (gefunden im inspirierenden Fundus von Multipolar-magazin.de):
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/warum-die-ddr-aufarbeitung-ostdeutsche-so-wuetend-macht-li.2156485

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