… mit Zuversicht!
Hier die Informationen über die seit dem Jahreswechsel bis Anfang Februar 2026 im Demokratischen Salon veröffentlichten Texte (vollständiger Text über den Link). Gewidmet sei diese Ausgabe des Demokratischen Salons Rita Süssmuth, die am 1. Februar 2026 starb. Unter den vielen Nachrufen möchte ich den von Heribert Prantl vom 2. Februar 2026 hervorheben: „Es gibt einen Auftrag, den Rita Süssmuth jenen erteilt, die um sie trauern.“
Als Editorial empfehle ich das Gespräch mit Marina Weisband über „Die Macht der Aufmerksamkeit“, ein Tour d’horizon über Visionen in der Politik, die Erfolge von aula, ein mögliches Verbot der AfD, den Hoffnungsträger Zohran Mamdani sowie Perspektiven von Social Media in einer Demokratie. (Rubriken Treibhäuser, Liberale Demokratie)
Weitere Inhalte der neu veröffentlichten Texte:
- Elisa Klapheck erläutert in „Die Freiheit der Menschen“ die Bedeutung jüdischer Rechtskulturen für die freiheitliche Demokratie. Sie ist Biografin der weltweit ersten Rabbinerin Regina Jonas und gibt bei Hentrich & Hentrich die Reihen „Machloket“ und „Injamin“ heraus, in denen grundlegende Aspekte von Religion und Demokratie verhandelt werden. (Rubriken: Jüdischsein, Liberale Demokratie)
- Thomas von der Osten-Sacken kommentiert „Massenproteste, Traumata und (etwas) neue Hoffnung“ in Kurdistan, im Iran und in Syrien. Der Irak erweist sich als weitgehend stabil, die Lage in Syrien scheint sich zu beruhigen, entstanden ist ein neues kurdisches Selbstbewusstsein. Im Iran führt das Regime Krieg gegen die eigene Bevölkerung. (Rubrik: Levantinische Aussichten)
- Agnieszka Łada-Konefał reflektiert in „Lautes Schweigen und ein Hoffnungsschimmer“ Stand und Perspektiven der deutsch-polnischen Beziehungen. Polen ist selbstbewusst, das Deutschland-Bild hat sich erheblich verschlechtert. Das hat nicht nur mit der unzureichenden Würdigung der polnischen Opfer von Krieg und Besatzung zu tun. (Rubriken: Osteuropa / Europa)
- Lesia Smyrna porträtiert in „Die Autonome Republik Mascha Kulikovska“ die ukrainische Feministin, Konzeptkünstlerin und Performerin Maria Kulikovska. Sie zeigt in ihren Arbeiten und in ihren politischen Performances, wie Kunst „dem Biest in die Augen sehen“ vermag und „mit den Augen Gottes“ der Diktatur der Gewalt widersteht. (Rubriken Kultur, Osteuropa, Gender)
- Lesia Smyrna reflektiert in ihrem Essay „Jenseits der Zärtlichkeit“ die Möglichkeiten von Empathie in den Zeiten nach Butscha. Sie benennt Kontexte und Widersprüche und fragt mit Philosophie und Wissenschaft nach dem Verhältnis von Traum und Realität angesichts der Gräuel des Krieges. (Rubriken: Osteuropa / Kultur)
- Mykhailo Liakh porträtiert in „Zwischen Marx und Drahomanow“ das politische Leben der ukrainischen Schriftstellerin Lesja Ukrajinka, die maßgeblich dazu beitrug, die ukrainische Sprache gegen alle Verbote des Zaren zu stärken. Gleichzeitig ist sie eine zentrale Persönlichkeit der ukrainischen Sozialdemokratie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. (Rubriken: Osteuropa / Europa)
- Ana Margvelashvili berichtet über „Die Georgisch-Deutsche Bibliothek“ ihres Verlags „Aloni“. Dies ist der Auftakt mehrerer Beiträge zu den georgisch-deutschen Kulturbeziehungen. Sie beginnt mit dem König von Kartli und Kakheti, Erekle II., der aktiv nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem christlichen Westen, mit Europa suchte. (Rubriken: Kultur, Osteuropa)
- Michael Hänel kommentiert in „Der Streit ums Asyl“, ausgehend von einem Vorgang am Bahnhof Friedrichstraße aus dem Jahr 1985, die endlose Debatte zwischen den Welten der ständigen „Verschärfer“ und der „grenzenlos Aufnahmebereiten“. Gegen die Polarisierung sieht er mit Daniel Thym, dass „die Bevölkerung viel ausgeglichener denkt“. (Rubrik: Migration)
- Fritz Heidorn porträtiert in „Science Fiction schreiben“ den US-amerikanischen SF-Autor Frederik Pohl, der seine Berufung in Pulp-Magazinen fand und zu einem bedeutenden Autor und vielleicht auch Visionär wurde, dem es gelingt, höchstkomplexe astrophysikalische Phänomene in seinen Romanen mit einem Hauch von Subversion zu präsentieren. (Rubrik: Utopien / Science Fiction)
- Fritz Heidorn präsentiert in „Kosmologisch denken“ wissenschaftliche Vorlagen der Science Fiction. Dazu gehören Gedanken über Dunkle Materie, den Urknall, Reflektionen über die Stadien des Universums, mögliche Begegnungen mit außerirdischen Zivilisationen sowie die Frage des Überlebens von Intelligenz(en) nach dem Ende des Universums. (Rubrik: Utopien / Science Fiction)
- Michael Wehren gab 43 Jahre nach Erscheinen des Kultromans „Andymon“ die „Andymonaden“ heraus. Er diskutiert gemeinsam mit Patricia Eckermann, Aiki Mira und Karlheinz Steinmüller in „Poetisches Utopia“ über die Hintergründe eines Projekts, in dem sich gesellschaftliche und politische Kontinuitäten, Perspektiven und mögliche Zukünfte spiegeln. (Rubrik: Utopien / Science Fiction)
- Norbert Reichel kommentiert Aspekte und Kontexte der Bielefelder Mitte-Studie 2025: „Rein oder raus? Immer rund um die Mitte!“ Welche Bedeutung hat der Begriff der „Mitte“ in der Analyse gesellschaftlicher und politischer Kontroversen? Welche Gefühle, Schauplätze und Nebenkriegsschauplätze werden getriggert? Und was bedeutet eigentlich „Demokratie“? (Rubrik: Treibhäuser)
Leseempfehlungen und Hintergrundinformationen finden Sie zu folgenden Themen: Gute Nachrichten zum Jahreswechsel (Newsletter der ZEIT), Soziale Arbeit (ISA-Jahrbuch), Deutsche Einheit in der politischen Bildung (Zeitschrift des Arbeitskreises Deutscher Bildungsstätten), Terror in den Tunneln der Hamas (Eli Sharabi, Romi Gonen), Deutsche unter den Opfern (Carolin Bohl, Kfir Bibas), Mörderischer Antisemitismus (Alexander Estis, Rachel Salamander, Eva Illouz, Nils Minkmar), Antisemitismus in europäischen Schulbüchern (Mike Wagenheim auf mena-watch über eine UNESCO-Studie), Angriffe auf jüdische Restaurants (Stefan Frank auf mena-watch), Stadtbild Bonn Bad Godesberg (Jana Gioia Baurmann), Ungleichheitsforschung und Gymnasien (Claudia Bothe und Alexander Wulfers über eine belgische Studie); Flaschenpfand und Grundsicherung im Alter (Kaija Kutter), Migration und Kriminalität (Philipp Daum), Schwache USA (Bernd Ulrich, Simon Gerards Iglesias), Kollektive Verantwortung in Russland (Anastasia Tikhomirova), Religiös begründetes Mobbing (zwei Berliner Studien), Klimaanpassung in der Kultur (Projekt der Bundeskulturstiftung), Schutz kritischer Infrastruktur (Deutscher Kulturrat), Zerrbild der Antike bei der Neuen Rechten (Julia Kitzman und mehrere Althistoriker:innen), Geschichtspolitik in Polen (Christhardt Henschel), Demokratie in Simbabwe (Namatai Kwekweza), Genozidmuseum in Swakopmund (Laidlaw Peringanda), Somaliland (Steffi Hentschke), eine weitere Übersetzung aus dem Demokratischen Salon ins Ukrainische.
Empfehlungen für den Besuch von Veranstaltungen und Ausstellungen finden Sie auf einer eigenen Seite, nach Orten sortiert.
Der Newsletter des Demokratischen Salons erscheint in der Regel etwa alle acht Wochen. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang April 2026. Neue Beiträge werden selbstverständlich weiterhin laufend veröffentlicht.
(Alle Internetlinks zuletzt am 7. Februar 2026.)

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