Die “Grüne Quote” des neuen Heizungsgesetzes ist eine Farce. Die heutigen Eckpunkte  des Klimaschutzgesetzes für Gebäude widersprechen schon heute den Klimazielen der EU und dem Klimaschutzabkommen von Paris. Selbst die Energiewirtschaft hat in ersten Stellungnahmen dieses ideologiebehaftete Vorhaben in Zweifel gezogen. Denn die Initiatoren, vor allem die SPD, die das Gebäudemodernisierungsgesetz Robert Habecks mit beschlossen hat, ist bis zur Selbstverleugnung auf Tauchstation gegangen.

Spahn und die Umwelthazardeure von CDU und CSU, Reiche und Söder haben sich in vollem Umfang durchgesetzt. Das neue Gesetz ist ein Ettikettenschwindel: Es suggeriert, dass die Menschen im Land nun frei wählen könnten, welche Heizung sie künftig einbauen wollen, verschweigen aber, dass weder genügend Biogas erzeugt wird, um die von 1% auf 2029 10% ansteigende Quote zu erfüllen, noch klären sie über die drohenden immensen Kostensteigerungen dieser Heizungsarten auf, denn dieses imaginäre Biogas wird in der Zukunft immer rarer werden, weil es in anderen Wirtschaftsbereichen genutzt wird, und in der Folge immens teurer werden für die, die auf die CDU/CSU-Ideologieoffensive hereinfallen.

Das ist Wähler:innentäuschung, Betrug und so wird die Politikverdrossenheit im Land nicht verschwinden, sondern noch angeheizt. Diese Energiepolitik ist voll anschlussfähig an die Klimawandel-Leugner der AfD und Donald Trumps. Der SPD wird dieses Gesetz möglicherweise das politische Genick brechen, denn Klingbeil, Miersch und co. haben sich gegen jede Vernunft vor dem Populismus in den Staub geworfen.

Über Roland Appel:

Avatar-FotoRoland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @rolandappel@extradienst.net