Der schweizerisch-italienisch-libanesisch-stämmige Fussballfunktionär Giovanni Vincenzo Infantino, CEO des grössten multinationalen Konzerns namens Fifa, mit Offshore-Konten in allen Steueroasen dieser Welt, versteht selbige nicht mehr. (Hier durchatmen oder meinetwegen wie ein Fallbeil ein basisdemokratisches Kommata hacken.) Dass Balltreter sich auf dem Platz beim Sprechen die Hand vor den Mund halten, sollte seiner angeblichen Fastmeinung (die Gedanken sind frei, manchmal high) nach verboten werden.

Verbote sind gerade schon wieder mal immer noch im Trend. Die Orwell´sche Komplettüberwachung/-vermarktung auf dem Platz (achtzig Kameras, die jeden Schweisstropfen in Ketten legen, sind keine Seltenheit) thematisiert er nicht direkt. Und jetzt auch noch der dumme Überfall von Yanquees & Zionisten auf den Iran. Das bedeutet einen WM-Teilnehmer weniger im Juni, denn warum sollte der Iran jetzt noch freiwillig seine Nationalauswahl auf einen kontemplativen Betriebsausflug über die Teiche nach Feindesland verschicken?

Ihre Fans dürfen eh nicht einreisen, sie gehören zum Klub der Haxen des Bösen. Der Iran war, so weit ich mich erinnere, das erste Land, das sich für die WM in den Staaten, Mexiko und Kanada qualifizierte. Offiziell nachrücken müsste aktuell der Irak. Den haben die Amis auch schon überfallen, ihren Führer hingerichtet.

Den positivistischen Dauergrinser Infantino juckt das nicht. Er ist gerne dort wo es warm ist, genau wie sein Washingtoner Kumpel Onkel Donald (Karibik, Golfstaaten). Giovanni kann nix dafür, da ist was mit seinem Blut. Bei aller Homogenität dieser zur Morgenröte in Goldtalern badenden Sch(w)einexistenzen trennt diese Dämmerungsgeschöpfe etwas Wesentliches: das Haupthaar.

Bei dem einen zeigt sich die Bierperücke gerne schief, des anderen Joch ist der gute alte Sonnenbrandy. Gemein haben sie indes, das sie den geläufigsten Buchstaben der Welt, das unschuldige „e“ ablehnen. In Epstein ist es gleich zwo mal enthalten, in ihren Nachnamen gar nicht. Gio hat so ein bisschen Probleme mit seinem zweiten Vornamen, aber wer kennt den schon.

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