Wieder ein Schreck in der Morgenstunde. Die Bundesregierung hat sich in der UNO-Generalversammlung bei einer Resolution zur Verurteilung des Sklavenhandels, eingebracht von Ghana, der Stimme enthalten.
Wie üblich im angeblich professionellen deutschen Journalismus existiert kein Link zum Originaltext der UNO-Resolution. Eine Stellungnahme des Auswärtigen Amts zum Stimmverhalten suchte ich heute früh ebenfalls vergeblich. Der Spiegel – wer sonst? – referiert die wenig überraschenden Ausreden des Trump-Regimes für seine Nein-Stimme, auf der Basis einer entsprechenden dpa-Meldung.
Sachdienliche Hinweise zum Auffinden solcher Originaltexte sind mir willkommen.
Bonn unterhält eine Städtepartnerschaft mit der ghanaischen Stadt Cape Coast. Auf der verlinkten Seite der Stadt Bonn bleibt der Sklavenhandel unerwähnt. Dabei war die ghanaische Partnerstadt zeitweise die Hauptstadt dieses Menschheitsverbrechens.
Nicht vergessen werde ich die ghanaische Ärztin im Beueler Krankenhaus, die mir im letzten Jahr zusammen mit vielen Anderen nach einem Herzinfarkt das Leben gerettet hat.

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