Deutsche Friedensdebatte / China / Iran / Pakistan

Peter Nowak/telepolis: Wagenknecht-Rückzug: Die Linke und das ominöse Neue – Wer würde mit der sozialkonservativen Initiatorin des ‘Aufstands für Frieden’ ein neues Projekt starten? Gibt es überhaupt eines – und was bleibt dann von der ‘alten’ Linkspartei?” Zwar fremdele ich mit diesem Autor schon immer, der Schluss seines Textes gefällt mir jedoch ausnehmend gut. Aber warum ist das der Schluss, und nicht der Anfang?

Autor Arno Kleinebeckel/telepolis stehe ich da näher, obwohl er natürlich auch keine Lösung anbietet: Reizthema Frieden: Dialog oder eins aufs Maul? – Der öffentliche Diskurs zum Ukraine-Krieg nimmt dogmatische Züge an. Wer oder was wird am meisten diskreditiert? Die Werte, für die angeblich bis zum letzten Atemzug gekämpft werden muss?” Strategische Perspektiven fehlen Nowak wie Kleinebeckel gleichermassen.

Informativ und aufschlussreich Thomas Pany/telepolis: China: Vorsprung bei Technik und Talent – Wettrüsten machen andere, wiegeln Staatsmedien die Aufstockung des Pekinger Verteidigungshaushalts ab. Beim Wettbewerb um die technisch bessere Zukunft ist das Land weltweit vorne, stellt ein australischer Think-Tank fest.”

Der Gipfel der Beunruhigung ist derzeit das öffentliche Übersehen der gefährlichsten aller gegenwärtigen Zuspitzungen, dem sich Florian Rötzer/overton dankenswerterweise nicht anschliesst: Schließt sich das Fenster für einen israelischen Angriff auf Irans Atomanlagen? – Angeblich soll der Iran schnell eine Atombombe herstellen können, was Netanjahu unbedingt verhindern will. Möglicherweise liefert Russland S-400-Luftabwehrsysteme an den Iran, was einen Angriff aber hochriskant machen würde.”

Zu danken habe ich ausserdem Gilbert Kolonko/overton, angesichts der Ignoranz des sonstigen deutschen Medienbetriebs, mein Fenster zu einem global ultrawichtigen Subkontinent mit zwei Atomwaffenstaaten: Pakistan ist mal wieder pleite – Pakistan steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Eine dauerhafte Lösung ist nicht in Sicht. Doch das Land hat Atomwaffen und wird nicht einfach verschwinden.”

Über Martin Böttger:

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net