Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Martin Böttger (Seite 2 von 390)

Nehmt das

Rassisten, Frauenhasser, Incels, Faschisten – ihr habt nur euren Hass

Wir haben Anna Mae Bullock, ihre Kunst und Spass am Leben.

„Tina Turner: One Last Time – ist ein mitreißendes Konzert-Erlebnis, das die legendäre Tina Turner in ihrer vollen Strahlkraft zeigt. Aufgezeichnet im Juli 2000 im Londoner Wembley-Stadion während ihrer ‚Twenty Four Seven‘-Tour, bot Tina Turner eine beeindruckende Performance, gefilmt von 18 Kameras unter der meisterhaften Regie von David Mallet.“ 122 min. Verfügbar bis 30.12. Weiterlesen

Charakterfrage

Mitgefühl ist keine Bürgerpflicht

Wer, wie die SPD, so viel Schaden hat, muss für keinen Spott mehr sorgen. Gerade deswegen sind mir in der gestrigen Publizistik ein paar schwer geniessbare Werke aufgestossen. Keins dieser Beispiele ragt auch nur an Jürgen Trittin heran. Giftiger als bei ihm geht es eigentlich nicht, nämlich streng politisch und inhaltlich. Mit einem konstruktiven Schluss, über den sich mit einigem Recht streiten lässt. Es geht also. Jürgens Analyse wird abgestützt durch einen Blick auf die politische Welt da draussen, den der Weltstadtbürger Robert Misik in der taz wagt. Weiterlesen

Warnung vor dem Platzen

Vor dem Platzen der KI-Blase schnell noch die dummdeutsche Regierung über den Tisch ziehen

Die IT-Oligarchen dieser Welt lesen mutmasslich kaum deutsche Medien – Verdummungsgefahr. Aber für das Lesen haben sie gewiss ihre Leute. Die werden ihnen gesteckt haben, dass es in bürgerlich-demokratischen Systemen nur wenige Regierungen gibt, die noch schwächer sind als die deutsche. Aber Deutschland ist nicht arm. Schrieb ich schon, wie reich es ist? Ja richtig: 9.490.000.000.000 €. Das wäre doch Verschwendung, da nicht das eine oder andere „Sondervermögen“ abzugreifen, bevor es zu spät ist. Weiterlesen

Stilllegungen

Der Ruhrpott wird geleert – Wundersame Bahn CCLXIX

In diesem Oktober gibt es keine Chance vom Rheinland ins Ruhrgebiet zu gelangen. Der Spaghettiknoten in Duisburg-Kaiserberg ist noch nicht gross genug für all die Abgasschaukeln. Und seine Brücken sind kaputtgefahren und müssen neu gemacht (und von uns allen bezahlt) werden. Die Bahn muss drunter durch, von Duisburg nach Essen, Mülheim, Oberhausen usw. Und wenn die Autobahn GmbH damit fertig ist, geht es erst richtig los. Weiterlesen

Wieder eine Perle versenkt?

Arte hat einen überaus preisbehängten queeren französischen Film im Nachtprogramm versenkt und mit angeblichem Jugendschutz und Altersbeschränkungen verrammelt: „Misericordia – Jérémie kehrt zur Beerdigung seines ehemaligen Arbeitgebers in ein abgelegenes Dorf zurück. Dessen Witwe nimmt ihn bei sich auf. Ihr Sohn Vincent glaubt, Jérémie wolle die Trauer seiner Mutter ausnutzen, um sich bei ihr einzuquartieren. Alain Guiraudies Psychothriller erzählt von Begehren, Eifersucht und einer Schuld, die ein Dorf vor eine ungewöhnliche moralische Prüfung stellt.“ 99 min. Verfügbar bis 12.11. Weiterlesen

„Ballastexistenzen“

Sie versucht gar nicht erst den Eindruck zu erwecken, an der Faschismusdiskussion teilnehmen zu wollen. Und doch tut sie es. Lea de Gregorio/DLF: „Wie das Leistungsprinzip den Sozialstaat zu verändern droht – Der Sozialstaat steht unter Druck: Kürzungen bei Gesundheit, Pflege und Inklusion folgen einer alten Logik – der Macht des Stärkeren. Woher kommt dieses Denken, und welche Gesellschaft entsteht, wenn Leistungsfähigkeit über Teilhabe entscheidet?“ Der sonntägliche „Essay&Diskurs“-Impuls für eine inhaltliche politische Debatte, der durch die näherkommende DLF-Programmreform mit dem Tode bedroht ist. Weiterlesen

Schlechte Scherze dürfen nicht alles

Was ist Satire?

Einerseits ist das Geschmackssache. Und jede‘ Jeck is anders. Also Ende der Debatte? Nein keineswegs. Wer nach „unten“ tritt, macht keine Satire, sondern schlechte und dazu noch billige Scherze. Das ist weder kritisch noch lustig. Ausser für „die da oben“. Die lachen sowieso zuviel. In eine fachliche Diskussion gehören zusätzlich Fragen des Handwerks. Ist eine Pointe gut oder schlecht? Ist eine gute Pointe dennoch schlecht gesetzt? Wie ist das Agendasettung zu beurteilen? Wie der Vortrag, die Erzählweise. das Timing? Die Recherche? Das Zusammenspiel eines Ensembles? Darüber ist unendlicher Streit möglich. Und nötig. Solange „wir hier“ eine Demokratie sind. Weiterlesen

Die in Berlin

… und in Döseldorf und in Beuel: sie werden es nicht mehr lernen

Mit Update nachmittags

Zu den Vorteilen meiner Mediendiät gehört, dass ich vieles nicht mehr mitkriege. Es wäre schlecht für meinen Blutdruck und mein gefährdetes Herz. Das spüren auch die in Berlin. Wenn sie noch in ihren Körper hineinhören. Viele lenken sich lieber davon ab – es kann zusätzlich beunruhigen. Am Fall der Bärbel Bas rückte dieser Zusammenhang mal wieder in die Schlagzeilen. Mich hat das nicht mehr intensiv beschäftigt, weil ich das alles schon kenne. Doch die folgende Kolumne enthielt für mich noch bemerkenswerte Neuigkeiten: Weiterlesen

Lächerliche Hilflosigkeit

Die Infantino-Gegner machen die gleichen Fehler wie die europäische Aussenpolitik

„Die größten Abstriche sind im Bereich ‚Global Europe‘, also bei der internationalen Zusammenarbeit, Entwicklungspolitik und humanitärer Hilfe geplant“. Das schreibt der fachkundige Eric Bonse in der taz. Und dass das aber dem Blackrock-Merz und u.a. „Niederlande, Schweden und Österreich“ bei weitem noch nicht genug ist. So macht mann sich in der Welt da draussen Freund*inn*e*n. Weiterlesen

Billiges Drehbuch

Räuberpistolen zwischen den USA und dem Saud-Clan

„Alles beim Film“ sei „gelogen“ sagt Christian Tramitz (altersweise 71), Hubsi-Darsteller in der Endlosserie „Hubert und/ohne Staller“, mit dem ich quasi zusammenwohne, im Paywall-Interview der SZ. Dieses Wissen erleichtert die unterhaltsame Lektüre einer Räuberpistole, die sich heute über die Agenturen weltweit verbreitet, und von Roland Lindner in der FAZ paywallbefreit so referiert wird: Weiterlesen

Kaputt

Wie billig sind heute Führerscheine? Wo gibt es noch funktionierende Telefone?

Mein Führerschein ist seit Jahrzehnten weg. Ich weiss nicht wo. Er ist jetzt 51 Jahre alt, 13 Fahrstunden, davon 6 auf Schaltwagen, 650 Mark. Haben meine Eltern zum Abi spendiert. Ich erinnere mich noch genau. Z.B. an die Bedeutung von Stoppschildern. Oder daran, dass auf eine Kreuzung oder einen Fussgängerüberweg erst aufgefahren werden darf, wenn sie frei sind und ohne Hindernis überquert werden können. Haha, da lachen wir Beueler*innen. Wir haben in den gegenwärtigen Staus noch niemand entdeckt, der*die sich daran erinnern kann. Weiterlesen

„Dämme der Bürgerlichkeit“

Suchanzeige – sind noch welche da?

Jürgen Trittin vermisste sie in seinem gestrigen Text in der FAZ. René Martens/MDR-Altpapier hat ein regelrechtes Suchkommando zusammengestellt, kann aber noch keinen Erfolg vermelden:

„Anders Breivik lächelt wieder – Seit Donnerstag sondieren Linke, Grüne und SPD in Berlin die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Für Springer-Autoren ein Anlass, in der Berichterstattung über die Partei die Linke eine weitere Eskalationsstufe zu zünden. Außerdem im Fokus: das Fortwirken rechtsextremer Terrorideologie.“ Weiterlesen

Nichts ist mehr sicher

Gegen den Pazifik kommt keine*r an

Seine Fläche „beträgt … rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche oder die Hälfte der Meeresfläche der Erde und damit mehr als die Fläche aller Kontinente zusammen ausmacht“ sagt Wikipedia. Aber die lügt ja, wissen die Superintelligenzen Donald Trump und Elon Musk. Die ihnen folgen, fühlen sich besser. Weiterlesen

Wohnen

Die Klassenfrage unserer Zeit

Seit mehreren Tagen keimte in mir das Bedürfnis, Jacobin zu beschimpfen. Kein Text war mehr öffentlich zugänglich, ohne – wie bei den meisten feudalkapitalistischen Datenkriminellen – seine persönlichen Daten kostenfrei abzuliefern – die harte Währung der Digitalisierung. Heute endlich fand ich zwei Texte zugänglich, die ich Ihrer persönlichen Weiterbildung dringend empfehle. Weiterlesen

Dieses Land

Wo es hier im Westen am kaputtesten ist

„Dieses Land kriegt wirklich gar nichts mehr hin“ meldet eine sog. tageszeitung heute. Als ich lesen lernte, waren Tageszeitungen noch dazu da, neue Nachrichten zu verbreiten. Diese altbekannte Klage von Bahnpassagier*inn*en haben wir in den letzten 10 Jahren in mittlerweile 267 Folgen ausführlich behandelt. Und sind noch nicht fertig damit. Schalten wir mal um in den grössten urbanen Ballungsraum dieses Landes, und dort zum grössten und mächtigsten Medium (oder ist das nicht auch schon veraltet?). Das macht seine Online-Seite heute mit dieser ersten Meldung auf: Weiterlesen

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