Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Genuss (Seite 3 von 57)

Prognosen 2026

Zum Jahreswechsel ist es üblich, eine Vorschau auf das kommende Jahr zu geben. Dieser Aufgabe will ich mich nicht entziehen:

10. Januar: Der Armutsbericht der Bundesregierung belegt eine wachsende Umverteilung des Reichstums zulasten der wirtschaftlich Schwachen. Die Bundesregierung zeigt sich beruhigt. Entscheidend sei, dass der Reichtum noch vorhanden und nicht verschwunden sei. Weiterlesen

Bardot & Merkel

Die Perlen des Vormittags finden Sie heute alle in der digitalen taz. Zunächst zu Madame Bardot. Eine Zeitgenossin der hier schon von mir gewürdigten Frau Knef – öffentliche Frauen der 60er Jahre, die, so viel ist sicher, weit weniger revolutionär – eher spiessiger – waren, als der Medientrash später aus diesem Jahrzehnt gemacht hat. Diese Damen haben, ob bewusst oder unbewusst, dagegen gekämpft und darunter gelitten. Und das macht ihre historische Relevanz aus. Weiterlesen

Was interessiert Sie mehr?

“Shithole bombardiert” oder “Knef 100”

mit Update: der Scherz beim Mittagessen

Es ist die Zeit, in der die Redaktionen nicht arbeiten, sondern “Jahresrückblicke” und -tage zelebrieren. Wenn jemand stirbt, wie jetzt Madame Bardot, werden die vorbereiteten Nachrufe aus den Online-Schubladen herausgeklickt. Alle, die gewöhnlich arbeiten, lümmeln im Skiurlaub herum, oder verdauen auf dem Sofa das Weihnachtsmenü und den Familienstress. Aber wenn all das gerade nicht wäre – würde sich dann ernsthaft jemand dafür interessieren? Weiterlesen

Glück im Informationsvakuum

Wundersame Bahn CCXXXVII – Weihnachtsausgabe

Es gibt unendliche Möglichkeiten für die Bahn, an Weihnachtsfeiertagen zu scheitern. Dass die Feiertage alle mitten in der Woche liegen, von Wochenenden umrahmt, könnte sich als günstig erwiesen haben, um die Passagierströme zeitlich zu entzerren. Ich fahre seit Jahren am 24. hin und direkt am 25. zurück, weil die Ränder der Reisehochsaison die hohen Schwierigkeitsgrade markieren. Dieses Jahr ist es – im Rahmen all der sowieso schon konstanten Malaisen – ganz gut gelungen. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 24. Dezember 2025: DKW

„Das hier ist doch keine Vorortstraße von Paris und da hinten ist nicht die Place de la Republique, Leute. Ich probiere es einmal als Tango-Oma.“ Josh stellte sich dicht am Bordstein auf die Fahrbahn und warf ein Bein nach vorne, wenn er meinte, ein Fahrer würde ihn dabei sehen und sodann aus natürlicher Tötungshemmung in die Eisen steigen. Das probierte Josh drei-, viermal – ohne Erfolg. Jelene stupste ihn sogar noch etwas weiter auf die Straße. Das führte nur dazu, dass die Wagen ein Bogen machten, gehalten wurde immer noch nicht. Weiterlesen

ARD-Geheimnisse

Wird “Der Pate” dieses Mal verfügbar?

Ob sie es jemals lernen, das Publikum ernstzunehmen, in der ARD-Progranmdirektion? Sicher eins der grossen Menschheitsrätsel unserer Zeit. Wie fast jedes Jahr wird einer der besten Filme aller Zeiten, “Der Pate”, wiederholt. Zuletzt jedoch nur die Teile 1 und 2. Und in die Mediathek kam es gar nicht. Nun dürfen Sie und ich erneut gespannt sein. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 23. Dezember 2025: Umzug

„So einen Tag brauchen wir,“ durchschnitt Legus peinlich werdende Stille ostentativ aufmunternd, „ein klares Abkommen mit Petrus und den Rheintöchtern, ihr da unten! Ihr werdet eueren Schatz zurückbekommen.“

In Bacharach und Oberwesel waren die Busparkplätze gut belegt. Dieser Sonntag versprach zumindest für die Restaurants, Cafés und Souvenirläden mit Andenkenkugelschreibern und in denen ganzjährig auch Schwarzwalduhren sowie Christbaumkugeln feilgeboten wurden, wenn man als asiatischer Tourist schon mal da war, zumindest ein Verkaufserfolg zu werden. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 22. Dezember 2025: Stromabwärts

Auf dem Gehsteig in Trechtinghausen, gleich nach Bingen, ging eine Dame mit ihrem weißen und schwarzen Schnauzer gassi. „Weißer und schwarzer Schnauzer, das ist ja auch wie im Souvernirladen. Egal, übrigens, wo der steht,“ dachte Alwys. „Den weißen und schwarzen Schnauzer mit Magnetmaul und Magnethintern gibt es am Kölner Dom genauso wie am Hamburger Hafen oder am Fahrkartenkiosk der Köln-Düsseldorfer entlang des Rheins.“ Alwys hatte nie ganz verstanden, was man mit denen eigentlich machen sollte. Bei einem Ausflug zum Laacher See hatte er vor ewigen Zeiten beobachtet, wie im Ausflugscafé ein Junge die beiden Schnauzer gegeneinander schob und einer davon dann weghupfte oder auf der Tischdecke umkippte. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 20. Dezember 2025: Rheinfahrt

Neben dem Fahrer hatten zwei Leute Platz. Da saßen Jelena und ihr rasch noch dazu gesprungener Bruder Franticek. Hinter Claus, der den Diesel schon vorglühen ließ, setzte sich Josh, daneben Angel. Legu und Alwys nahmen die zweite Sitzbank im Fahrgastraum ein. Der Wagen startete mit einer dunkelblauen Rauchwolke, die Zylinder begannen allmählich schneller zu stampfen, nur der vierte wollte noch nicht so recht zünden, sprang nach einigen Metern auf dem Schotter schließlich auch an, wodurch der Wagen einen Ruck nach vorne machte. Langsam und dabei schweigend umkreisten sie die magisch illuminierte Trauerweide. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 19. Dezember 2025: Erscheinung

Als Alwys die Stiege in die Küche noch etwas schlaftrunken hinunter taumelte, hörte er schon lebhaftes Geplapper. Claus und Jelena debattierten mit Legu über die beste Strategie, mit der man auf Zehner zugehen sollte. Entweder sofort noch am Kirchenportal ansprechen und um ein Gespräch bitten, oder man könnte sich in seiner Stammkneipe dazu gesellen und ihn in ein Gespräch verwickeln, um dann irgendwann die Katze aus dem Sack zu lassen. Claus musste allerdings erst einmal in die Problematik eingeführt werden und saß nur kopfschüttelnd am Küchentisch, als er der Story vom Großen Plan gewahr wurde. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 18. Dezember 2025: Hanomag

Die Parallele in den Initialien mit der englischen Motorradlegende BSA gefiel ihm zudem sehr. Direktantrieb, auch das Zweirad. Getriebe und Motorblock als zwei aneinandergeschraubte, aber autonom gedachte Einheiten, die mit jedem Heruntertreten des Kickstarters Hochzeit feierten. Das war auch der Geist seines BSR-Plattenspielers. Bei der BSA ging es Zahn um Zahn voran, bei seinem BSR Inch um Inch. Beide, die BSA und der BSR zogen aus dem Keller heraus mit aller Kraft, vom ersten Moment an und dann für die gesamte Laufzeit eines Ausritts über die Isle of Man oder den sechs Schallplattenseiten, nein, nicht des Woodstock-Triple-Albums, sondern der Yessongs. „I’ve seen all good people,“ summte Alwys den Anfang eines der durchkomponierten Konzeptsongs der Band Yes vor sich hin. Wahrlich, das war für ihn Drehmoment! Weiterlesen

Komödie des Geldes, 17. Dezember 2025: Mythos

„Der falsche Kuckucksanfang bei Mahler, weil Tatü-Quarte und nicht Terz, beginnt so leise, dass die Musik eigentlich schon klingt, bevor der Tonarm in die Rille eingerastet ist. Da hatte die Schallplatte aber noch zwei Seiten. Jetzt hat sie nur noch eine und der Witz, wie viel Rillen eine Schallplatte denn nun hat, funktioniert bei der CD einfach nicht,“ ging die Gedankenrotation weiter, „OK, die Schallplatte hat auf jeder Seite eine Rille, also insgesamt zwei, die CD hat stattdessen Nullen und Einsen, die aber ziemlich dicht hintereinander mit Laserlichtgeschwindigkeit auf die Membran des Lautsprechers übertragen werden können. Das nennt man heutzutage dann Musik! Da atmet nichts mehr, aber auch gar nichts!“ Weiterlesen

Der Fiebertraum des WDR

Aber warum die Aufregung?

mit Update nachmittags

Die Satireprogramme des konkurrierenden ZDF (“heute-Show”, “ZDF-Magazin Royale”) schlugen sich darauf Eier auf. Mit dieser Stofflieferung des notleidenden Konkurrenten ARD hatten sie nicht gerechnet. Und in der Tat waren die Bilder, die sie von “Die 100” übernommen hatten, schockierend. WDR-Gesichter, die ich bis dahin für zurechnungsfähig gehalten hatte, wie Anna Planken, Till Nassif oder Ralf Caspers wurden quasi öffentlich “verbrannt”. Wie konnte das passieren? Weiterlesen

Komödie des Geldes, 16. Dezember 2025: Drehmoment

Um halb acht wurde Alwys auf seinem Palettenbett von einem harten Klopfen an der Mansardenzimmertür geweckt. Für einen Moment lang fühlte er sich noch einmal in die nicht von heimischem Glück gesegnete Hochhaus-Wohngemeinschaft zurückversetzt, wo Claudius’ Brummen und Gulpen in der Morgendämmerung ihn oft zur Weißglut gebracht hatte. Es war aber nicht das Brummen von Claudius. Es war die sonore Stimme von Legu, die zum Aufstehen ermahnte – schließlich hatte man doch etwas Großes vor! Weiterlesen

KI in Wolfratshausen

Senioren haben die Erfindung von ARD-“Humorkrimis” (“Heiter bis tödlich”) vor knapp 15 Jahren erfolgreich überlebt: die in Wolfratshausen angesiedelten Deppenbullen, dargestellt von den nicht mehr ganz jungen Michael Brandner (74), Christian Tramitz (70) und dem bedeutend jüngeren Paul Sedlmeir (44). Die weiblichen Kolleginnen stiessen erst später zu “Hubert und Staller/Hubert ohne Staller”. Mich hatten sie gleich zu Beginn 2011 als Fan gewonnen. Nun machen sie bald die 200. Folge voll. Weiterlesen

Outlaws wieder da

3. Staffel vom ZDF nachts versenkt – immer noch originell?

Extradienst-Leser*innen wissen, dass ich längst Fan von “The Outlaws” bin, ein künstlerisches Originalzeugnis von Brexit-Britannien. Das ZDF hat uns jetzt bei Trump-Fan Jeff Bezos die dritte Staffel angeschafft, linear nachts zwischen 2 und 6 Uhr versenkt, aber bitte schön hier entlang, für das Altersheim-Publikum ist die Sache wohl nicht gedacht. Weiterlesen

Fleisch

Es geht bergab mit Deutschlands Industrie – aber Agroindustrie und Schlachtfabriken wissen einen Ausweg

Gehören Sie auch zu denen, die immer weniger Fleisch essen? Oder gar garkeins? Am schlimmsten beim Schwein, das uns Menschen am nächsten steht (mehr als der Hund): von 37,5 kg/Kopf/Jahr (2012) auf nur noch 28,4 (2024). Wie soll Schlachtmilliardär Clemens Tönnies davon satt werden? Kein Wunder, dass es mit Deutschland bergab geht. Weiterlesen

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