Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Sozialpolitik (Seite 1 von 64)

Trivialisierung der Krise

mit Update mittags

“El Niño” ist es ganz sicher nicht (die Trivialisierung), sondern könnte ihr eher den Namen verleihen (der Krise). Davon wollen aber hierzulande weder die herrschenden Medien, noch die Mehrheit der (noch) Wählenden, noch gar die Regierung irgendwas wissen. Eine AfD/CDU-Verbindung wäre sicher das Ideal für eine Ignoranzkoalition. Aber die SPD tuts auch – angeführt vom angeblich “beliebtesten Politiker” dieses Landes. Weiterlesen

Nächste Ösi-Perle

Uli Brée, Drehbuchautor u.v.m. ist gebürtig aus Dinslaken, wie meine Haushaltshilfe. Ich war dort nur ein einziges Mal, bei einer Strassenbahnrundfahrt durch Duisburg. Oder endete die nicht in Walsum? Jetzt nicht abschweifen. Brée jedenfalls haute irgendwann ab Richtung Wien. Und 2018 wurde er Österreicher. Weil er sich mit zahllosen Drehbüchern verdient gemacht hat, um die Kultur, und so … Meinen Geschmack hat er mit den “Vorstadtweibern” (2015 ff.) getroffen. Und nun mit den “Biestern” (2024 ff.) schon wieder. Weiterlesen

Kompetenz und Ansehen

Welche*r Politiker*in bringt noch beides zusammen? Warum soll der Kanzler aus dem Urlaub kommen? Wer vermisst ihn (ausser clicksüchtigen Medien)?

Es war wieder ein “Politbarometer”. Ganz vorne ein Boris aus Osnabrück mit +1,3, ganz hinten eine schweizerische Alice mit -2,5, hinter dem Kanzler mit -1,9. Nur 3 von 10 mit Pluswerten. Und der Boris nützt seiner ehemaligen Volkspartei (12%) überhaupt nichts. Es wird offenbar von der Konkurrenz mehr geliebt, als von den eigenen Leuten. Wie auch der Cem (2. Platz). Es gibt zwei Katastrophen, gegen die die alle sich nichts zu unternehmen trauen. Weiterlesen

“Reformen” (IV)

Der geplante und in Teilen schon begonnene Umbau des Sozialstaats ist weder sozial noch gerecht.

Jana Forsten, 41 Jahre, lebt im Südwesten Brandenburgs und arbeitet bei Ikea in Berlin-Tempelhof

“Ich habe mich für eine Vier-Tage-Woche entschieden, da bei mir noch drei Stunden Fahrt pro Tag hinzukommen. Ich bin eine der wenigen, die Vollzeit bei Ikea arbeiten kann, 37 Stunden pro Woche, macht für mich 9,15 Stunden am Tag. Wer in Teilzeit bei uns arbeitet, muss oft aufstocken. Da kommen Aussagen wie Lifestyle-Teilzeit nicht gut an. Es sollte meiner Meinung nach auch ein Recht auf Vollzeit-Arbeit geben, jeder sollte so arbeiten können, wie es ins Leben passt. Dann hat man auch mehr Motivation für die Arbeit. Weiterlesen

“Reformen” (III)

Der geplante und in Teilen schon begonnene Umbau des Sozialstaats ist weder sozial noch gerecht.

Jorun Bärisch, 59 Jahre, Medizinische Technologin in der Nuklearmedizin des Berliner Uniklinikums Charité

“Was haben wir nicht alles gemacht, um die Kürzungen im Gesundheitswesen zu verhindern! Viele Stunden saßen meine Kolleg*innen und ich im Bus zur großen Demonstration bei der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover, der leider auf der Autobahn steckenblieb. Präsent waren wir dort trotzdem: per Videoschalte auf der großen Kundgebungsleinwand – eine tolle Aktion. Weiterlesen

“Reformen” (II)

Der geplante und in Teilen schon begonnene Umbau des Sozialstaats ist weder sozial noch gerecht.

Nasratullah Raaufi, 27 Jahre, Lagerarbeiter bei Amazon in Hoppegarten

“Ich bin vor circa 11 Jahren als 16-Jähriger von Afghanistan nach Deutschland gekommen. Ich habe zunächst Deutsch gelernt, dann meinen Hauptschulabschluss und anschließend meinen Mittleren Schulabschluss gemacht. Ich wollte auch noch das Abitur machen. Aber dann kam Corona und der Unterricht fand nur online statt und ich habe die 11. Klasse nicht geschafft. Das war 2021 und seitdem arbeite ich bei Amazon. Weiterlesen

“Reformen”

Der geplante und in Teilen schon begonnene Umbau des Sozialstaats ist weder sozial noch gerecht.

Katharina Protz, 40 Jahre, Sozialpädagogin in einem Jugendamt in Hamburg

“Ich habe zwei Kinder, beide in der Kita, und mein Mann ist freiberuflich als Musiker tätig. Irgendwie ist es immer knapp bei uns, seit die Kinder da sind. Unser erstes Kind wurde im Januar 2020 geboren, dann kam der Lockdown und mein Mann hatte als Musiker von heute auf morgen gar kein Gehalt mehr. Das hat uns in eine ziemliche Krise gestürzt. Weiterlesen

Kenia kann es

Arte bietet “Country Queen” erneut an

mit Update nachmittags

Ich habe es schon mit Interesse gesehen, und war beeindruckt. Netflix Africa und das ZDF hatten kapitalgebend ihre Finger im Spiel. Produziert wurde aber kenianisch, und nicht schlecht:

Country Queen – Die junge Event-Planerin Akisa befindet sich mitten auf einer Feier der Bergbaufirma Eco Rock in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, als sie erfährt, dass ihr Vater schwer krank ist. Widerwillig macht sie sich auf den Weg zurück in ihr kleines Heimatdorf … Weiterlesen

Wem gehören welche Wege?

Beuel: Kampf auf Leben und Tod – das muss nicht sein

Seit ich diesen Blog betreibe, am 1.9. sind es zehn Jahre, warne ich vor den Verkehrsverhältnissen auf dem Schwarzrheindorfer Rheindeich, der Kennedybrücke und anderen Wegen Beuels. Von der Medienöffentlichkeit und der von ihr vor sich her getriebenen Politik weitgehend unbeachtet bleiben die Verkehrskonflikte, die den veralteten Autoverkehr längst hinter sich gelassen haben. Weiterlesen

“Wir müssen was machen”

Soziale Klimawende — Beschäftigte finden in einem Bildungsprojekt heraus, was sie konkret zu einer guten Zukunft des Planeten beitragen können

Diese Woche wird Andreas Keitel keine Herzkranken pflegen. Vor ihm liegt das erste Treffen des “Teams Soziale Klimawende” im ver.di-Bildungszentrum Saalfeld. “Wir müssen was machen, damit wir noch lange etwas von unserem Planeten haben”, begründet der 43-Jährige, warum er sich für das Projekt entschieden hat. Er möchte selbst konkrete Beiträge leisten, weiß aber nicht so recht wie. Weiterlesen

Die Schönheit der Dämonen

Haben Sie jemals eine schönere “Klapse” gesehen? – Australien und “Wakefield”

Vorausschicken muss ich, dass ich fachlich komplett ahnungslos bin. Weder die professionelle Psychiatrie betreffend. Noch habe ich Australien jemals von innen gesehen. Immerhin weiss ich, dass dieses ferne Land ähnliche historische Traumata produziert hat (und mit seiner Migrationspolitik noch produziert) wie unseres. Oder die USA. Das alles spielt eine inhaltliche Rolle bei Weiterlesen

Essen, das krank macht

Essen ist längst keine Privatsache: Hochverarbeitete Produkte machen dick und krank und kosten Milliarden. Endlich soll auch Deutschland eine Zuckersteuer auf Softdrinks bekommen

San Francisco hat die Tabakindustrie vor Jahrzehnten erfolgreich auf über 500 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt – jetzt zieht die Stadt im Westen der USA gegen Lebensmittelkonzerne vor Gericht. Der Vorwurf: Tiefkühlpizza, Softdrinks, Ketchup, Frühstücksflocken und Müsliriegel machen Menschen krank – und die Allgemeinheit zahlt. Weiterlesen

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