Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

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Komödie des Geldes, 18. Dezember 2025: Hanomag

Die Parallele in den Initialien mit der englischen Motorradlegende BSA gefiel ihm zudem sehr. Direktantrieb, auch das Zweirad. Getriebe und Motorblock als zwei aneinandergeschraubte, aber autonom gedachte Einheiten, die mit jedem Heruntertreten des Kickstarters Hochzeit feierten. Das war auch der Geist seines BSR-Plattenspielers. Bei der BSA ging es Zahn um Zahn voran, bei seinem BSR Inch um Inch. Beide, die BSA und der BSR zogen aus dem Keller heraus mit aller Kraft, vom ersten Moment an und dann für die gesamte Laufzeit eines Ausritts über die Isle of Man oder den sechs Schallplattenseiten, nein, nicht des Woodstock-Triple-Albums, sondern der Yessongs. „I’ve seen all good people,“ summte Alwys den Anfang eines der durchkomponierten Konzeptsongs der Band Yes vor sich hin. Wahrlich, das war für ihn Drehmoment! Weiterlesen

Neue Bedrohung

Wundersame Bahn CCXXXVI – die Bahn wird in diesem Leben nicht mehr funktionieren, nicht in dieser Region

Wie immer verkleiden es die PR-Fuzzis als gute Nachricht. Und die Lokalmedien werden es hinter der Paywall der Rheinischen Pest sogar zu verkaufen versuchen. Der WDR wurde ja schon von uns bezahlt: Neues Stellwerk: Kölner Hbf wird erst 2027 erneut gesperrt – Das neue elektronische Stellwerk des Kölner Hauptbahnhofs soll erst frühestens 2027 fertig werden. Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag mitgeteilt, dass auch dann erst wieder der Bahnhof gesperrt werden soll. Ursprünglich war das im kommenden Jahr geplant.” An dieser Nachricht ist überhaupt nichts gut. Weiterlesen

Dem Silicon Valley näher

„Beim Datenschutz ist Deutschland inzwischen dem Silicon Valley näher als dem Rest der EU“

Die Datenschutzgrundverordnung kann reformiert werden, sagt Max Schrems – aber ganz anders, als die EU es gerade plant. Im Interview erklärt der prominente Datenschützer, warum er keine Hoffnung mehr auf Aufsichtsbehörden setzt und wieso seine Reformvorschläge selbst von Konservativen unterstützt werden. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 17. Dezember 2025: Mythos

„Der falsche Kuckucksanfang bei Mahler, weil Tatü-Quarte und nicht Terz, beginnt so leise, dass die Musik eigentlich schon klingt, bevor der Tonarm in die Rille eingerastet ist. Da hatte die Schallplatte aber noch zwei Seiten. Jetzt hat sie nur noch eine und der Witz, wie viel Rillen eine Schallplatte denn nun hat, funktioniert bei der CD einfach nicht,“ ging die Gedankenrotation weiter, „OK, die Schallplatte hat auf jeder Seite eine Rille, also insgesamt zwei, die CD hat stattdessen Nullen und Einsen, die aber ziemlich dicht hintereinander mit Laserlichtgeschwindigkeit auf die Membran des Lautsprechers übertragen werden können. Das nennt man heutzutage dann Musik! Da atmet nichts mehr, aber auch gar nichts!“ Weiterlesen

Der Fiebertraum des WDR

Aber warum die Aufregung?

mit Update nachmittags

Die Satireprogramme des konkurrierenden ZDF (“heute-Show”, “ZDF-Magazin Royale”) schlugen sich darauf Eier auf. Mit dieser Stofflieferung des notleidenden Konkurrenten ARD hatten sie nicht gerechnet. Und in der Tat waren die Bilder, die sie von “Die 100” übernommen hatten, schockierend. WDR-Gesichter, die ich bis dahin für zurechnungsfähig gehalten hatte, wie Anna Planken, Till Nassif oder Ralf Caspers wurden quasi öffentlich “verbrannt”. Wie konnte das passieren? Weiterlesen

Auf der Suche

… nach einem progressiven Kulturbegriff – Doch lieber woke: Auf der Konferenz „Under Pressure“ der Berliner Friedrich-Ebert-Stiftung überlegte man, wie ein rechter Kulturkampf zu kontern sei.

Es ist noch nicht lange her, dass in Deutschland der linke Kulturkampf abgeblasen wurde. „Wir machen Schluss mit dem woken Kram“ drohte die CDU-Bildungspolitikerin Karin Prien dieses Frühjahr im besten Trump-Ton auf der Plattform X der auf Identitätspolitik fixierten Linken. Der Kulturjournalist Jens Balzer hatte diese schon ein Jahr zuvor mit seinem Buch „After Woke“ verabschiedet, denn linker Identitätspolitik liege ihm zufolge ein Antisemitismus inne. Weiterlesen

Komödie des Geldes, 16. Dezember 2025: Drehmoment

Um halb acht wurde Alwys auf seinem Palettenbett von einem harten Klopfen an der Mansardenzimmertür geweckt. Für einen Moment lang fühlte er sich noch einmal in die nicht von heimischem Glück gesegnete Hochhaus-Wohngemeinschaft zurückversetzt, wo Claudius’ Brummen und Gulpen in der Morgendämmerung ihn oft zur Weißglut gebracht hatte. Es war aber nicht das Brummen von Claudius. Es war die sonore Stimme von Legu, die zum Aufstehen ermahnte – schließlich hatte man doch etwas Großes vor! Weiterlesen

Irgendwann ist immer das erste Mal

Wundersame Bahn CCXXXV – Beuel-Ehrenfeld und nicht zurück

Der WDR hat gestern gewarnt. Da passt es ja, dass heute die renovierte Beethovenhalle wiedereröffnet werden soll. So kennen wir uns und unsere Region. Ich war gewarnt, aber ich hör’ ja nicht. Merkwürdig auf bahn.de erschien schon, dass es für angeblich umgeleitete ICs hiess: “fällt heute aus”. Merkwürdig auch, dass mein normalerweise zweizügiger RE, der doch zusätzlich Fahrgäste der falschen Rheinseite aufnehmen musste, dieses Mal nur einzügig erschien. Tür kaputt. Toilette kaputt. Eine Zubegleiterin – ungewöhnlich! – war dabei, schien aber entnervt. Die eigentliche Sensation aber: Weiterlesen

Warum so spät?

Besser als gar nichts: ein Diskurs-Ansatz zu “demokratischer KI”

Der umtriebige Kollege Strefan Krempl/heise brachte mich drauf, wichtige Sache:

Solidarität in der KI-Ära: Das ethische Dilemma der Zivilgesellschaft – Eine Initiative für ‘demokratische KI’ zeigt, wie gemeinwohlorientierte Organisationen dem von Tech-Giganten dominierten KI-Markt Werte entgegensetzen können.”

Ich wüsste aktuell gar nicht, was wichtiger ist (ausser Atomkrieg verhindern natürlich). Er bezieht sich hierauf: Weiterlesen

Die Teestand-Philosophen von Rishikesh

Immer mehr junge Menschen in Indien merken was gespielt wird – daheim und auf der Welt. Sie weigern sich weiter mitzumachen. Doch das Ende ihrer Zufluchtsorte naht.

Gestern war Lionel Messi im Salt Lake Stadion in Kolkata (früher Kalkutta). Doch weil unsere Politiker mit ihm andauernd Selfies machten, konnten die 60.000 Zuschauern ihn nicht sehen – die haben 5000 bis 16.000 Rupien bezahlt (etwa 50 bis 160 Euro). Da haben unsere feurigen West Bengalen vor Wut das halbe Stadion zerlegt“, sagt der 30-jährige, ehemaliger Informatiker Saga an einem Teestand auf der Basarstraße in Laxman Jhula/Rishikesh. Die anderen morgendlichen Teeliebhaber lachen. Weiterlesen

Digitaler Wochenrückblick 14. Dezember 2025

Alljene die mit einem ChatBot flirten, werden feststellen, wie freundlich und zuvorkommend die Dinger sein können, sogar Liebe heucheln, den Anschein von Bewusstsein erzeugen. Schlichte Geister greifen zu und lassen sich benebeln. Das ist praktisch, beim Verzicht auf soziale Kontakte sogar notwendig, denn der Mensch lebt von Interaktion, die Maschine ist auf diesen Input ebenso angewiesen. Weiterlesen

Nüchtern

Es geht auch vernünftig. Aber versuchen Sie das mal in paranoiden Gesellschaftssystemen durchzusetzen.

Daniel Angus/IPG-Journal: Keine Panik – Australiens Social-Media-Verbot beruhigt besorgte Eltern. Europa sollte statt Symbolpolitik echte Lösungen suchen.” Hat der Professor für digitale Kommunikation an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Queensland University of Technology und Direktor des Forschungszentrums für digitale Medien der QUT keine Kinder? Weiterlesen

Degitalisierung: Statusstress

Wenn ein IT-System veraltet oder kaputt ist und jemand darauf hinweist, verursacht das erstmal Stress. Aber den Status um jeden Preis aufrechtzuerhalten ist nicht der beste Umgang, findet unsere Kolumnistin. Sie schlägt einen anderen Weg für ein stressfreies digitales Zusammenleben vor.

In der heutigen Degitalisierung geht es um Stress. Aber eigentlich auch wieder nicht. Das mag paradox klingen, hat aber mit einer ganz besonderen Art von Stress zu tun, dem Statusstress. Statusstress ist nicht nur ein wunderschönes Bild von einem Wort, sondern leider auch eine allzu treffende Bezeichnung des Umgangs mit dem Status der Digitalisierung in Deutschland und möglicher Kritik daran. Weiterlesen

Deutsche DNA

Die Filmemacherin Astrid Schult ist vielfach dekoriert. 3sat hat in dieser Woche einen Fünfteiler von ihr zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz vor fast genau 9 Jahren vorgelegt. Verfügbar ein halbes Jahr. Die Stärke des Films ist die Opferperspektive. Frau Schult hat Betroffene vor die Kamera bekommen, die über ihr erlittenes Trauma gut sprechen konnten. Sehr gut sogar. Aber hat sie zugunsten publikumsattraktiver Emotionalisierung das Verbrechen und seine skandalös-mangelhafte Aufklärung auch entpolitisiert? Weiterlesen

Geschichtliche Verirrung

Die geschichtliche Verirrung des Nato-Generalsekretärs in Berlin – Nicht in meinem Namen

Update 14.12.

Mark Rutte, Generalsekretär der Nato, hat in Berlin eine Rede gehalten (mit deutscher Übersetzung). NTV berichtete und titelte: Rutte warnt: Krieg wie zu Zeiten “unserer Väter und Großväter“. In der Videobeschreibung von NTV hieß es zudem: „Mark Rutte ruft die Nato-Staaten eindringlich zu verstärkten Verteidigungsanstrengungen auf, um einen von Russland geführten Krieg zu verhindern. Dieser könne von einem Ausmaß sein, wie es unsere ‘Väter und Großväter’ erlebt haben, sagt der Generalsekretär bei einer Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz in Berlin.“ Weiterlesen

FAZ-Klimaalarm

Der einsame Rufer aus dem Wissenschafts-Ressort

Er hat hier in der Nähe Biologie studiert. Und in Madagaskar. Nach einem zweijährigen Volontariat bei der Kölnischen Rundschau wanderte er weiter nach Frankfurt, und hat es bei der in relevanten Teilen klimawandelleugnenden FAZ zum Ressortchef gebracht: Joachim Müller-Jung. Seine Warnrufe sind selbstverständlich vollständig digital eingemauert. Denn sie könnten Teile der Bevölkerung verunsichern. In Teilen. Weiterlesen

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