Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bundesliga (Seite 1 von 2)

Ein anderer Fußball ist möglich

von FC St. Pauli
Den deutschen Profifußball reformieren

Eine kĂŒrzere Vorstellung und Kommentierung des folgenden Positionspapieres von Jan Christian MĂŒller/FR hier.
1.PrÀambel
Krisen zeigen die SchwĂ€chen eines Systems auf, aktuell erkennen wir ĂŒberdeutlich die SchwĂ€chen des Systems Profifußball. Dieser durchlebt derzeit eine Situation, die viele nicht fĂŒr möglich gehalten haben und die in dieser Form nicht vorhersehbar war. Es zeigt sich, dass die Struktur des Profifußballs ins Wanken gerĂ€t und viele Vereine dadurch an den Rand ihrer Existenz getrieben werden.Weiterlesen…

Wo ist eigentlich das Parlament?

Seit Wochen werden Grundrechte eingeschrĂ€nkt, die Virologen ĂŒbertreffen sich gegenseitig mit spĂ€rlich wachsendem Wissen. Kein Zweifel – bis auf Kleinigkeiten und zum Teil grundrechtswidrige AuswĂŒchse haben die Bundesregierung und die Landesregierungen ganz vieles richtig gemacht. Sie verdienen Anerkennung und auch Nachsicht gegenĂŒber Fehlern. Der Förderalismus hat wesentlich dazu beigetragen, dass es keine diktatorischen einheitsstaatlichen EinschrĂ€nkungen gab.  Der Föderalismus hatte und hat eine Sternstunde – seine grĂ¶ĂŸte BewĂ€hrungsprobe seit Bestehen der Bundesrepublik. Dank den Alliierten und den MĂŒttern und VĂ€tern des Grundgesetzes! Aber wo sind die Volksvertretungen, die Parlamente, die der Diskussionsort der Strategie aus der Krise sein mĂŒssen, wenn wir doch eine Demokratie haben? Weiterlesen…

DFL und Co.

Die den Schuss nicht gehört haben
Das Robert-Koch-Institut warnt, dass die Krise nicht vorbei sei, sondern erst beginnt, die Kanzlerin ist sauer und spricht vom dĂŒnnsten Eis, auf dem wir uns bewegen. Aber unverdrossen leben zwei pubertierende Kanzlerkandidaten namens Laschet und Söder gewisse soziale AuffĂ€lligkeiten aus. Als Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch das im Bundestag aussprach, hat er die Kanzlerin zu einem so breiten Grinsen gebracht, dass dies vermutlich als Merkels plenarer Humorrekord in die Parlamentsgeschichte eingehen wird. Weiterlesen…

Olympia – Totaler Wirklichkeitsverlust (II)

Die weltweite Corona-Krise breitet sich rasend aus. Kein Heilmittel, keine Impfung, allein die Verzögerungsstrategien, wie sie in China und Ostasien erfolgreich waren, und ihre demokratisch gezĂ€hmten Ableger in Europa versprechen gewisse Erfolge bei der EindĂ€mmung des Virus. Ob die Bundesliga ab Mai zuende spielen kann – in Geisterspielen – ist offen, internationale Wettbewerbe sowieso, und selbst die Formel 1 zweifelt daran, ab Mai ihre Boliden und vergleichsweise ĂŒberschaubaren Teams zumindest nur im Fernsehen loslassen zu können.  Unbeirrbar und bar jeder Wirklichkeitsverarbeitung halten IOC-PrĂ€sident Thomas Bach und Japans Premier Shinzo Abe an einer DurchfĂŒhrung der Olympischen Spiele im Juli fest. Weiterlesen…

Bundesliga stösst sich Kopf an der TV-Decke

Es geht zuende. Angemessen langsam, so dass die Betroffenen die Chance haben, das Problem zur Kenntnis zu nehmen und sich darauf einzustellen. Es geht um das Schlaraffenland Profifussball, in dem, so stellen es sich die Klein-Doofis unter den Kindern vor, jeder, der zwar nicht bis Drei zĂ€hlen, aber ungefĂ€hr so viele umdribbeln kann, zum MillionĂ€r wird: und jeder, der was-mit-Medien macht. In England und Spanien geht es schon nicht mehr weiter mit der Steigerung der TV-Erlöse. Und nun wird es auch in Deutschland bald so weit sein.Weiterlesen…

Fusioniert der WDR “Weihnachts-” und “Karnevalspause”?

mit Update 8.12.
Nee, das kann es auch nicht sein. Jedenfalls macht “Sport inside” seit gestern Pause und macht Platz fĂŒr die Wiederholung von ĂŒber 10 Jahre alten “Wallander”-Krimis. Es soll aber am 19.2. des neuen Jahres wieder laufen. Also am Mittwoch vor Wieverfastelovend. Was also kann der Grund sein – ausser, dass der Programmdirektor nicht mehr weiss, wo ihm der Kopf steht?Weiterlesen…

Medienignoranz als Vorteil

Alle Gladbach-Fans haben unverhoffterweise eine weitere schöne Woche. TabellenfĂŒhrer. Immer noch. NĂ€chsten Sonntag Heimspiel gegen die Mannschaft, die sich am vergangenen Wochenende am spielstĂ€rksten gezeigt hat: Eintracht Frankfurt. Ein Heimsieg ist also keineswegs erwartbar. WĂŒrde er gelingen, wĂ€re er ausserordentlich richtungsweisend. Gelingt er nicht, wirds halt eine normale Aufbausaison. Das kennen die in anderen Bundesligastandorten nicht. Da muss schon aus MarketinggrĂŒnden und wegen des Börsenkurses immer grosse Oper sein. Was sportlich dabei herauskommt, zeigt die Bundesligatabelle recht unbestechlich an.Weiterlesen…

Ein letzter Blick auf die Schöne

Heute Abend könnte mit ihrer Schönheit Schluss sein. Wenn die Söldner von Bayermonsanto bei Eintracht Frankfurt gewinnen sollten. Wenn nicht, gibt es noch Gelegenheit bis Samstagnachmittag, 15.30 ihre Schönheit zu geniessen. Dann wird der neoliberale Fussballkapitalismus bedenken- und skrupellos ihre Schönheit wieder auffressen: die Bundesligatabelle. Wann wird es wieder Gelegenheit zu dieser Freude geben? Wenn diese Frage sicher beantwortet werden kann, ist der Fussball tot.

BundesligarÀnge schon verteilt

Die Aufzeichnungen im öffentlich-rechtlichen TV waren gestern hinreichend beeindruckend. Die Meisterschaft wird zwischen dem Konzern im sĂŒddeutschen Raum, den FPÖ-Sympathisanten in Leipzig und dem BVB entschieden. Die Spannung beginnt im Kampf um den 4. Platz in der Champions-League. Hier hat mir meine Borussia gestern Hoffnung gemacht – es sei denn der FC steigt wieder ab. Dann war es kein Massstab.Weiterlesen…

BVB – Du brauchst nicht zu weinen

Schon vor dem gestrigen Spiel kalkulierte ich, dass eine ehrenvolle Heimniederlage fĂŒr den BVB die beste Entscheidung wĂ€re. Der DFB-Pokal ist der am wenigsten wichtige Wettbewerb. Entscheidend ist die Liga, und fĂŒr die Kasse die Champions League. Die Leistungsspitze im Fussball ist so nah beieinander, dass es immer mehr auf “Kleinigkeiten” ankommt. Eine wichtige davon: wie funktioniert das Team? Wie frisch sind seine Spieler, nicht zuletzt im Kopf?
Gestern war zu sehen, dass dieser Vergleich zugunsten von Werder ausging.Weiterlesen…

Was wird aus der Bundesliga?

Es war seit Jahren absehbar und ist nicht wirklich eine Neuigkeit, geschweige denn eine Sensation: die Fussball-Grossvereine, denen es gelungen ist eine globale Marke zu werden, kriegen den Hals nicht voll und wollen mit niemandem teilen. Auch nicht mit den Mafiosi von Fifa, Uefa und DFB. Im Kapitalismus gibt es immer eine Triebkraft zu Monopolen. Uns Fussballfans geht das schon lange am A…. vorbei. Wer uns nicht mehr braucht und will, der hat schon.
Wenn Sie genauer wissen wollen, worum es aktuell geht:Weiterlesen…

Aus Liebe zum (Fussball-)Spiel…

Die Fußball Bundesliga lĂ€uft seit gestern Abend. DemnĂ€chst ĂŒberrollen uns dann wieder Europa und Championsleague um uns die Produkte der internationalen Fußballkonzerne zu verkaufen.

Wie viele Pay-TV Plattformen man inzwischen benötigen wĂŒrde, um theoretisch all diese Produkte auch konsumieren zu können, weiß ich nicht mehr. Das hat man aber an anderen Stellen schon ausgerechnet und ich bin nur zu faul um es zu “googeln”. Denn ich bin seit “Arena” Zeiten raus aus dem “GeschĂ€ft”. Und Bayern wird Meister. Oder Lucien Favre.

Das hier, das könnte die Zukunft des Fußballs sein, den die Menschen spielen, die ihn lieben… Hier nur ein Spiel anzusehen, kommt einer meditativen Erleuchtung gleich. Besser ist nur “auf’m Platz”…:

https://soccerwatch.tv

Feiger Fussball

Vermutlich war das Ausscheiden bei der WM zwangslÀufig. Wie hÀtte eine Mannschaft dort weit kommen sollen, in deren Köpfen es so aussieht, wie es die deutsche Mannschaft bisher offenbart hat?
Die Sportressorts deutscher Medien versuchen verzweifelt in den Aussagen der Herren Neuer und MĂŒller, nicht-leitende Angestellte des Fussballkonzerns aus dem sĂŒddeutschen Raum, dem Anspruch nach aber “FĂŒhrungsspieler” dessen, was PR-Agenturen als “Die Mannschaft” bezeichnen, …verzweifelt versuchen sie darin Substanz zu entdecken. Und finden: Nichts.Weiterlesen…

Weltmeister von heute ist der von 1998

Es war zwar ein torreiches, aber kein sehr niveauvolles Finale. In meiner Fussballkneipe hatte Kroatien klar mehrheitliche Sympathien – als die scheinbar “Kleinen” Aussenseiter. Wie hier schon ausgefĂŒhrt, kann ich selbst fĂŒr einen Fussballarm der Organisierten KriminalitĂ€t keine Sympathien aufbringen; andererseits muss ich gestehen: fĂŒr die französische Seite habe ich derartiges nicht recherchiert. Aber die französische Equipe hat immerhin die Vielfalt der (mĂ€nnlichen) Menschheit – und bei den Fussballfrauen tun sies auch – angemessener reprĂ€sentiert.
Die WMs und Nationalmannschaften sind, das wurde heute fussballerisch sichtbar,Weiterlesen…

Fussball-ProfitjĂ€ger stolpern ĂŒber sich selbst

Die furchtbare, die Spieltagszersplitterungs-Zeit endet heute. Die nĂ€chsten zwei Spieltage der Ersten und Zweiten Bundesliga finden zu einheitlichen Anstosszeiten fĂŒr alle Spiele statt. Die Erste Liga spielt samstags, die Zweite sonntags um 15.30 h, so wie es alle Fanorganisationen seit Jahren fĂŒr die komplette Saison fordern. Der ursprĂŒngliche Gedanke der DFL fĂŒr die jetzige Regelung war wohl, fĂŒr die letzendlichen Entscheidungen am Saisonende die gleichen fairen Bedingungen fĂŒr alle zu sichern, und berechnende Manipulationen, wie z.B. bei der WM 1982, als die BRD und Österreich am letzten Gruppenspieltag Algerien mit kalkuliertem Standfussball betrogen, auszuschliessen.
Viele europĂ€ische Ligen machen es Ă€hnlich wie die DFL. Dumm nur, dass die wichtigsten sportlichen Entscheidungen alle schon gefallen sind.Weiterlesen…

BVB – Steine werden umgedreht, auch die Dicken?

Dieses Mal ist KĂŒppis Kommentar der inhaltlich DĂŒnnste, vielleicht weil er noch nicht alles wissen konnte.
Freddie Röckenhaus ist zurĂŒck, der Teilzeit-Sprecher des BVB-Vorstandes bei der Tageszeitung aus dem sĂŒddeutschen Raum. Er hat dem Fan der anderen Borussia und dortigen Ressortchef diese Analyse aus dem Dormunder Vereinsleben geliefert. Und bestĂ€tigt den Befund: Fussballspieler mit grossem technischen Talent enthĂŒllen verborgen gebliebene charakterliche SchwĂ€chen im sozialen Verhalten immer erst nach Vertragsabschluss. Da helfen die tollsten Leistungsdaten nichts.
Haben Watzke und Zorc ihre eigenen ManagementschwĂ€chen jetzt selbst erkannt? Weiterlesen…

Bundesligakrise ist Krise der Vereinsnomenklatura und der Medien

Bei vielen politisch desinteressierten BĂŒrger*inne*n gilt: Politik, Parteien, Medien – stecken doch alle unter einer Decke. Woher diese UnterkomplexitĂ€t? Aus dem Fussball! In unserem Volk gibt es auf jeden Fall mehr Fussball- als Politikexpert*inn*en. Und da ist es wirklich so. In der Politik ist es zwar Ă€hnlich, aber – zum GlĂŒck – sicher nicht genauso.
Gestern Abend ist mit einem 6:0 die ganze sportliche Langeweile des deutschen Profifussballs demonstriert worden. Die dabei aufeinandergetroffenen Vereine sind sportlich durch Klassen getrennt – in ihrem Innern jedoch in durchaus vergleichbaren Krisen. Es gibt keine Kritik und Erfolgskontrolle fĂŒr ihre Nomenklatura.
Auch der DĂŒmmste und Blindeste konnte sehen,Weiterlesen…

“Echte Liebe” – weg

Die nach gefĂŒhlter SelbsteinschĂ€tzung “Nr. 2” des deutschen Fussballs, der BV 09 Borussia Dortmund, wĂ€chst zum grössten Krisensymptom der deutschen Bundesliga heran. Eine historische Marke war gesetzt, als seine Mannschaft kĂŒrzlich zum ersten Mal seit Jahrzehnten von der SĂŒdtribĂŒne des Westfalenstadions persönlich, die SĂŒd hier als eine Person, fĂŒr eine schlechte Leistung ausgepfiffen worden war. Ein GlĂŒcksfall, dass das gestern ein AuswĂ€rtsspiel war.

Zum ersten Mal seit vier Jahren soll das operettenhafte Ministadion in Salzburg gestern ausverkauft gewesen sein. Obwohl die Heimmannschaft dort laut Spiegel-online seit 34 Spielen ungeschlagen sein soll, hat sie es nie vollgekriegt. Von Dortmund aus gesehen zum Auslachen.Weiterlesen…

Offenbarungseid der Bundesliga

Die Bundesliga ist so langweilig, dass der in Bayern eingewanderte Westfale Rummenigge sie jetzt fĂŒr Kapitalinvestoren aus aller Welt öffnen will. FĂŒr sich selbst sieht er dabei keine Gefahr, weil in seiner Vereinssatzung dafĂŒr eine 70%-Mehrheit erforderlich wĂ€re, er sich also fĂŒr ausreichend geschĂŒtzt hĂ€lt. Aber wenn die Konkurrenz mehr Kohle hĂ€tte, wĂ€ren Spiele seines Vereins vielleicht wieder interessanter anzusehen. Denn auffĂ€llig ist seit einiger Zeit: so wie die TV-Einnahmen sprudeln, gehen die Zuschauerzahlen bei den meisten Mittelklassevereinen zurĂŒck. Die Konzernvereine von VW, Bayer, SAP usw. kriegen ihre Mini-Stadien kaum noch voll. Das ist zwar finanziell mittlerweile egal – aber leider auch langweilig.

Das war in Dortmund, der Herzkammer der Sozialdemokratie, anders. Dort steht im Westfalenstadion die grösste StehtribĂŒne Europas fĂŒr allein 25.000 Zuschauer*innen – die 55.000 andern auf den teureren SitzplĂ€tzen finden das immer wieder ein Ereignis, auch wenn auf dem Rasen gerade nichts Sehenswertes lĂ€uft. Gestern war das auf dem Rasen aber so erschreckend,Weiterlesen…

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