Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Dortmund (Seite 1 von 7)

Dortmunder Transfers

Ein fetter Lapsus und ein folgenreicher Ausstieg
Nur bei Küppi erfahre ich von der neuesten Sünde des grössten Dortmunder Fussballgottes auf Erden. Norbert Dickel, heute Stadionsprecher, der sich für seinen Verein zum Sportinvaliden gemacht hat, und seitdem (1989) von den BVB-Fans angebetet wird, verwechselte am Donnerstagabend die – am Ende 4:2 siegreichen – “Rangers” mit “Celtic”. Ob er sich der Tragweite bewusst war? Weiterlesen

Adolf Winkelmann 75

Seine Filme waren die ersten und bisher, neben den “Schimanskis”, einzigen über das Ruhrgebiet, bei denen mein erster Impuls nicht war: “In Wirklichkeit ist das doch alles ganz anders!” Die Klischees quälten die Region und ihre Bewohner*innen, so lange ich dazugehörte und weit darüber hinaus. Heute heisst es dann immer: “Ist aber schön grün hier, hätte ich gar nicht gedacht.” und der*die Ruhri muss erneut ein gequältes Gesicht verbergen. Die Arbeit ist weggegangen und nicht wieder gekommen. Das neueste von der Landesregierung liebevoll gepflegte Klischee ist “Clankriminalität” und “No-Go-Areas”, womit nicht die gemeint sind, wo Schwarze sich nicht hintrauen, sondern die, wo sich der biodeutsche weisse “Normalbürger” nicht hintrauen soll (Frauen nicht mitgemeint: die sollen sowieso zuhause bei den Kindern bleiben). Weiterlesen

Naziaufmarsch in Remagen

Gegenbündnis stellt Aktionen zum Tag der Demokratie diesmal online

Ausgerechnet am Tag der Demokratie, Samstag den 14. November, zelebrierten etwa 90 Faschisten wie jedes Jahr in Remagen ihre jährliche Propaganda-Gedenkveranstaltung für Soldaten, Hitlerjungen und Waffen-SS, die im Frühjahr 1945 in alliierten Kriegsgefangenenlagern verstorben waren. 800 Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen, mit Menschenkette, Demo und Sitzblockade. Weiterlesen

Gefährliches Tauwetter

Und: die fremden Medien-Onkel (und -Tanten)
Als Fahrradfahrer mag ich Tauwetter weit lieber als Schnee und Eis, bin also im Rheinland richtig. Zweifellos ist dennoch das Tauwetter weit weg, an den Polen, wo mich selbst Kreuzfahrtschiffe nie hinlocken könnten, gefährlich. Nicht weniger, wenn es in Grönland, Sibirien und Kanada Permafrostböden auftaut und Unmengen an klimaschädlichem Methan freisetzt. Kurzfristig noch gefährlicher ist es, wenn “eingefrorene Konflikte” wieder heisslaufen. Weiterlesen

Langer Lauf

Von Günter Bannas
Am Anfang war Mülheim an der Ruhr, 1994. In Bonn regierte Helmut Kohl mit der FDP. Joschka Fischer trimmte seine Partei auf SPD-Koalitionskurs. So wie Kohl mit den Grünen, wollte auch Fischer mit der CDU nichts zu tun haben. „Rot-grünes Chaos“ stand gegen „Der Alte muss weg“. Tertium non datur? Am Rande des Ruhrgebiets aber geschah Ungeheuerliches. Im Stadtrat wurde ein schwarz-grünes Bündnis geschmiedet, das erste in einer deutschen Großstadt. Weiterlesen

Faule Säcke

“Ein bisschen überzogen kritisiert” habe er die, meint der alte Gerhard Schröder heute. Es könnten die Kinder sein, die selbst älteste Säcke schlauer machen. Der alte Kerl wird heute porträtiert auf Arte von Torsten Körner. Von Letzterem halte ich recht viel, weil er mir durch durchdachte Medienkritiken auffiel. Ob er was zu zeigen weiss, was ich noch nicht weiss?
Viel Zeit bleibt ihm nicht (Mediathek nur einen Monat), weil ich dann zur Anstalt wechseln muss, Weiterlesen

Fußballstadien abreissen

Logische Folge der Abschaffung des “12. Manns” – Neue Begrünungs- und Wohnungsbaupotenziale
Bei Sky in München haben sie zurecht Angst um ihre Arbeitsplätze. Sie gehören seit einiger Zeit dem Comcast-Konzern in den USA. Der ist nicht so reaktionär-missionarisch gepolt, wie der Vorbesitzer und Trump-Buddy Rupert Murdoch (88), und also “nur” an Profit interessiert. Das ist für abhängig Beschäftigte immer gefährlich. Also prahlen sie mit gut 3 Mio., die gestern Fußball geglotzt hätten. Mager. Weiterlesen

Virus – wenn Politikerangst auf Lebenswirklichkeit trifft

Heute erwartet eine gute Freundin ein Laborergebnis. Wenn es “positiv” ist, werde ich selbst zur “Kontaktperson” einer “Kontaktperson”. Wenn es “negativ” ist, ist es ein gutes Zeugnis, zunächst für sie, sich richtig verhalten zu haben: keine Körperflüssigkeiten austauschen, kein Händeschütteln, sich nicht Anhusten oder -niesen, alles immer gut waschen und sterilisieren. Bei unseren Politiker*inne*n klappt das leider kaum.
Ihnen geht es um Symbolik. Von der Lebenswirklichkeit verstehen sie nichts. Weiterlesen

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