Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Indien (Seite 1 von 3)

Verzweiflung

Warnhinweis: wenn Sie meiner hier angezeigten LektĂŒre folgen, beeintrĂ€chtigt das Ihr Wohlbefinden. Denn drei von mir fĂŒr klug gehaltene linke MĂ€nner unterschiedlicher politischer Provinienz geben ihrer Verzweiflung Ausdruck. Das fĂ€ngt an mit dem linken Sozi Wolfgang Michal/Freitag, der die schwarz-grĂŒne Bundesregierung mit dem heimlichen Bundeskanzler Kretschmann heraufziehen sieht. Dazu fĂ€llt mir nichts mehr ein, ein realistisches Szenario. Der SPD fĂ€llt, von Michal beklagt, auch nichts mehr ein (den Linken sowieso nicht) – dann wird es wohl so Ă€hnlich kommen …Weiterlesen…

Corona-Indien / Zuckerberg / Wirecard&Merkel / Fifa-Lunte

Eine Sammlung von VorgÀngen, die fette Schlagzeilen-Aufregung verdienen, aber nicht bekommen. Kleine Meldungen, also keine Geheimnisse. Es wÀre also ein eigenes Besinnungsaufsatzthema, warum dem nicht so ist. Darauf verzichte ich hier. Besinnen Sie sich selbst.
Indien
Christoph Hein/FAZ berichtet ĂŒber die Corona-Infektionszahlen in Indien, die nun offiziell eine Million erreicht haben.Weiterlesen…

Rattenrennen

Die ErnĂ€hrung – der Impfstoff – das Entertainment
Der Kollege Frank Patalong, langjĂ€hriger Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel-online, lebt hier um die Ecke in Siegburg. Er hat bei seinem alten Arbeitgeber eine kompakte Geschichte der Industrialisierung menschlicher Landwirtschaft abgeliefert. Der Philosophie, die bei ihm nur ein wenig durchschimmert und sich etwas leichtfertig auf Malthus stĂŒtzt, traue ich nicht ĂŒber den Weg. Das in-Erinnerung-rufen, welche bahnbrechenden technologischen Revolutionen zum heutigen Zustand fĂŒhrten,Weiterlesen…

Wie das Corona-Virus die UNO stÀrkte

Eine utopischer RĂŒckblick im Juni 2045 auf die 20er Jahre dieses Jahrhunderts
Vor 100 Jahren wurde die UNO gegrĂŒndet. Am 26. Juni 1945 verabschiedeten 50 Staaten nach vierwöchigen Verhandlungen in San Francisco die GrĂŒndungscharta der Vereinten Nationen. Am 24. Oktober 1945 trat die Charta in Kraft. Schon in ihrer PrĂ€ambel wird – erstmals in der Völkerrechtsgeschichte – die Existenz „individueller Menschenrechte“ mit universeller GĂŒltigkeit betont, die dann drei Jahre spĂ€ter in der „Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte“ der UN-Generalversammlung genauer ausformuliert wurden. Und in Artikel 2, Absatz 4 der UNO-Charta findet sich – ebenfalls erstmals in einem völkerrechtlichen Dokument – das Verbot der AusĂŒbung und Androhung zwischenstaatlicher Gewalt.Weiterlesen…

Auch Amazon eine Fleischfabrik?

Nichts ist Ă€lter, als die Nachrichten von gestern. Andererseits: gut abgehangen schmeckt besser. Die Fleischfabrik Amazon interessiert das dagegen nicht. Was ist das ĂŒberhaupt, Amazon? Versandhaus? Buchladen? Fussballsender? Logistikzentrum? Big Data? Virus-Spreader? SklavenhĂ€ndler? Medienkonzern? Weltregierung? Es ist alles! (Ein Fehler ist eingebaut, raten Sie selbst.) Jedenfalls ist Amazon reich und mĂ€chtig genug, sich werbende Öffentlichkeitsarbeit schon wieder sparen zu können. Besser schlechte Nachrichten als gar keine, gilt fĂŒr den Konzern nicht. Das GeschĂ€ft lĂ€uft mit dem Virus so gut, dass jeder LĂ€rm darum vermieden werden soll. Am besten, die Öffentlichkeit bemerkt ihn gar nicht.
Es gibt tapfere KĂ€mpfer Weiterlesen…

Virus global

Lombardei – Kerala – Brasilien
Albrecht von Lucke arbeitet in seinem aktuellen BlĂ€ttertext richtig heraus, dass eine wirkungsvolle VirusbekĂ€mpfung global sein muss. Doch wie aussichtsreich ist das? Passiert im wahren Leben nicht exakt das Gegenteil? Wann werden die Machthabenden verstehen, dass es dann jederzeit zurĂŒckkehren kann?
Die in Italien wirtschaftsstĂ€rkste, global am meisten vernetzte und seit Jahrzehnten rechtsradikal regierte LombardeiWeiterlesen…

USA / Indien / Iran / Antisemitismus / FC & DFL

Es war absehbar: Joe Bidens Desaster hat bereits begonnen. Frauke Steffens/FAZ gibt eine grĂŒndlichen Überblick zu seiner missratenen PrĂ€sidentschaftskandidatur. Donald Trump muss sich wohl noch nicht mal jucken ….
Hier und hier hatten wir bereits darauf aufmerksam gemacht, dass Indien ein wichtiger Startmarkt fĂŒr den Überwachungskapitalismus der Zukunft werden dĂŒrfte.Weiterlesen…

Die im Luxus leben

Und ein Vorschlag gegen die Pleitewelle
Hasnain Kazim macht bei DLF-Kultur auf die Menschen in drei Staaten aufmerksam, die mehr als doppelt so viele sind, wie in ganz Europa leben: versuchen Sie mal “Social Distancing” in Pakistan, Indien oder Bangladesh. Mit 2 $ Einkommen am Tag – an Tagen ohne Viruskrise. Das ist nicht witzig.
So wenig wie mein konstruktiver Vorschlag zur Rettung von Millionen Existenzen in unserem reichen Land.Weiterlesen…

Das Naheliegende

KĂŒppis “Locker Room” ging heute ĂŒber seinen Zivildienst, und wie sehr gut er heute zu gebrauchen wĂ€re. Beeindruckende Geschichte, schlĂŒssig und nachvollziehbar ausgefĂŒhrt. Nur der politische Schluss “soziales Pflichtjahr” ist dann doch zu kurz, wie schon bei seinem Vater. Der nachhaltigere Schluss wĂ€re, dem Pflegepersonal ein Gehalt zu zahlen, wie – sagen wir es nur mal so als Provokation – den Fernsehvirologen. Jede Wette, dann gĂ€be es ausreichend Bewerbungen. Wenn Pflegearbeit reich und berĂŒhmt machen wĂŒrde, wĂ€re das alles kein Problem.Weiterlesen…

Welches Danach wollen wir?

von Hendrik Auhagen u.a. (s.u.)
„Diskussionsimpuls zu den politischen Perspektiven nach der Corona-Krise“

Wir UnterzeichnerInnen wollen das gegenwĂ€rtige Innehalten nutzen, um eine Diskussion anzuregen. Es geht uns darum, eine positive Perspektive zu entwerfen. Dies ist selbstverstĂ€ndlich kein umfassendes oder gar perfektes Programm, sondern ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Wer sich angesprochen fĂŒhlt, wer möchte, dass in diese Richtung die öffentliche Diskussion geht, der ist herzlich eingeladen, dies kundzutun und natĂŒrlich weitere UnterstĂŒtzerInnen zu finden. In einer zweiten Phase wĂŒrden wir gern kritisch und selbstkritisch ĂŒber die Erweiterung, PrĂ€zisierung und auch VerĂ€nderung dieses ersten Impulses diskutieren.Weiterlesen…

Kerala/Indien vor NYC

Nicht viele wissen es: auch Indien ist ein föderaler Bundesstaat. Der Despot Modi muss sich wie der Despot Trump mit MinisterprĂ€sidente*inn*en/Gouverneur*inn*en herumĂ€rgern. FĂŒr viele Menschen im kommunistisch regierten indischen Bundesstaat Kerala könnte das Thomas Berger/Junge Welt zufolge lebensrettend sein. Vergleichen Sie dazu die Diagnose des Wirtschaftsanalysten Doug Henwood im Jungle-World-Interview von Carl Melchers.Weiterlesen…

Erdogan-Corona

Noch schlimmer: Indien – Weniger schlimm: China – nur spektakulĂ€r: Barca
Sind Despoten bessere Krisenmanager? Das sieht nicht so aus. JĂŒrgen Gottschlich/taz und Rainer Hermann/FAZ sehen Recep T. Erdogan als prototypisches Gegenbeispiel. Es wird noch einige Monate dauern, bis dauerhafte Urteile darĂŒber möglich sind. Es werden die WĂ€hler*innen hier wie dort sein, die sie fĂ€llen mĂŒssen.
Weit entsetzlicher als in der TĂŒrkei geht es in Indien zu, von einem nicht minder despotischen Narendra Modi regiert.Weiterlesen…

Corona-Krise: Keine RĂŒckkehr zur „NormalitĂ€t“ des Kapitalismus!

von Alex Demirović, Ulrich Duchrow, Andreas Fisahn, Birgit Mahnkopf, Thomas Sablowski, Peter Wahl
Ein Beitrag aus dem Wissenschaftlichen Beirat von Attac

Die Corona-Epidemie ist nicht nur eine humanitĂ€re Katastrophe, sondern die grĂ¶ĂŸte ErschĂŒtterung des Kapitalismus seit der Weltwirtschaftskrise 1929 und deren Folgen. WĂ€hrend im globalen SĂŒden die Menschen schon lange mit Chaos, Kontrollverlust und Ausnahmezustand konfrontiert sind, trifft es nun auch die reichen LĂ€nder. Begleitete der Westen den Ausbruch der Seuche in China noch mit dĂŒnkelhafter SĂŒffisanz und Ignoranz, so konfrontiert sie ihn jetzt selbst mit ungekannter Verwundbarkeit, ja Ohnmacht.Weiterlesen…

Die falsche Wahl

“Gesundheit oder Freiheit?”
Wer so fragt, hat jedenfalls Freiheit nicht im Sinn. Er legt vielmehr offen, worauf er hinaus will. Das macht Yuval Noah Harari in der NZZ deutlich. Er verfĂŒgt ĂŒber intime Sachkenntnis des Ausnahmezustandes – in Israel gibt es nichts Anderes. Seine Abhandlung behandelt erfreulicherweise einen grösseren Horizont. Harari hat ein weit grösseres Blickfeld als die hiesigen “Alphajournalisten”Weiterlesen…

Pandemiezentren Iran Indien

Mein ehemaliger Mitbewohner und Extradienst-Autor Ali Mahdjoubi hat, wenn meine Erinnerung noch korrekt ist, fĂŒnf Ă€ltere BrĂŒder. Die haben Medizin studiert. Nur Ali wich ab: er studierte Hydrogeologie in Baku, damals noch UdSSR. Alle flohen vor dem Mullahregime nach Europa. Alis BrĂŒder stĂ€rken jetzt das Gesundheitssystem Deutschlands und Europas. Er selbst stĂ€rkt die BundestagsvizeprĂ€sidentin Claudia Roth durch seine vielsprachige Mitarbeit.
Sie alle fehlen jetzt dem Iran, in dem sich – schon vor dem Pandemie-Ausbruch – seit Jahren eine Gesundheitskatastrophe abspielt, Weiterlesen…

Keine gemeinsame Weltsicht

Libyen-Konferenz / Indien / 1,5 Mio. Bienen
Ging es um Libyen? Oder Berlin und seine Bundesregierung? Bei der machtvoll-aufwendigen Inszenierung der Berliner-Libyen-Konferenz – wurden die Staatsgrenzen damals nicht auch mit Berliner Linealen gezogen? ist diese ParallelitĂ€t der Formen inszenatorische Absicht? – ist das nicht wirklich durchgehend klargeworden. Die meisten inlĂ€ndischen Berichterstatter*inn*en funktionierten und transportierten brav den Regierungsspin. ich empfehle dieses 7-Minuten-GesprĂ€ch im DLF (Audiodatei) mit dem ehemaligen Afrika-Korrespondenten Alexander Göbel; brav in der Ausdrucksweise, aber immerhin komplett und realistisch in der Problemsicht.
Berlin ist nicht der Nabel der Welt. Der ist heute in Asien,Weiterlesen…

KĂŒppi & Kermani / Indien

3-“tagelanges” Verschweigen der Wahrheit – Friedrich KĂŒppersbusch weist in seiner wöchentlichen taz-Kolumne darauf hin, dass diese Wahrheitsgeschwindigkeit der iranischen Mullahs die anderer Regimes dieser Welt bemerkenswert ĂŒbertrifft. Er nennt andere FlugzeugabstĂŒrze. Ich denke auch an die Gefahren der Atomkraft, die zu erkennen deutsche Regierungen bis Fukushima brauchten; beim Klimawandel hat es noch lĂ€nger gedauert. Genau so richtig liegt Navid Kermani:Weiterlesen…

Friedhof oder Pakistan

Faschismus in Indien / Spaniens Kriegsverbrechen / Lieber Stadt als Forst / Schwarz in der Schweiz
Arundhati Roy ist fĂŒr mich ein ikonenhaftes Muster einer schönen Frau. Zu so unreflektierten Urteilen komme ich in der Regel aus grosser Distanz – ein Medienbild. “Der Gott der kleinen Dinge” hat sie reich gemacht. Ich habs gelesen. Sie nicht? Holen Sies nach. Danach hat sie mich regelmĂ€ssig mit ihren politischen Essays mitgerissen. Bei gleichem Inhalt von anderen Autor*inn*en hĂ€tte ich sie nach wenigen Leseminuten als hilflose Jammerei beiseite gelegt.Weiterlesen…

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