Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Joe Biden (Seite 1 von 2)

Hase trifft auf Hyäne

Mit meinem Freund und Mitherausgeber Michael Kleff, der die Hälfte seiner Zeit in den USA lebt, habe ich heute abend telefoniert. Michael weiss noch nicht, ob er ĂĽber das Rededuell Trump gegen Biden hier schreiben wird. Ich habe mir den bisherigen Abend auf “Phoenix” angeschaut und bin erschrocken fasziniert darĂĽber, dass gerade mal 5% der US-BĂĽrger noch unsicher sind, wen sie wählen werden. In Deutschland sind es vor Wahlen 30%  – die Wähler*innen sind offensichtlich festgelegt und in gesellschaftliche SchĂĽtzengräben eingegraben. Weiterlesen…

Der Traum ist aus

Wahlkampf in den USA – Die US-Demokraten haben frĂĽher den amerikanischen Aufstiegsmythos in die Wirklichkeit ĂĽbersetzt. Das entpuppt sich immer mehr als Illusion.
Kaum je waren sich so viele Deutsche in politischer Hinsicht so einig wie in ihrer Ablehnung von Donald Trump. Entgeistert nehmen sie zur Kenntnis, dass der Ausgang der kommenden Wahlen in den USA offen ist, obwohl der republikanische Präsident dreist lügt und die Spaltung der Gesellschaft befördert.

Wie kann es sein, dass der Kern seiner Anhängerschaft – immerhin rund 40 Prozent der Wahlberechtigten – unbeirrt in Treue zu ihm steht? Seine Gegnerinnen und Gegner, also die Demokraten, mĂĽssen ziemlich viel falsch gemacht haben. Aber was genau?Weiterlesen…

USA gegen Internationalen Strafgerichtshof

Scharfe Kritik an US-Sanktionen
Die am Mittwoch verhängten Sanktionen der Trump-Administration gegen die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes (ISTGH) in Den Haag, Fatou Bensouda und weitere Angehörige des Gerichts sind international auf scharfe Kritik gestoĂźen. US-AuĂźenminister Mike Pompeo hatte gegen Bensouda, den Leiter der Abteilung fĂĽr internationale Zusammenarbeit des ISTGH, Phakiso Mochochoko sowie mehrere namentlich nicht genannte Mitarbeiter des Gerichtshofes die Verhängung von Einreisesperren, die Beschlagnahmung von möglichen BesitztĂĽmern in den USA und weitere, zunächst nicht näher bezeichnete „MaĂźnahmen“ verkĂĽndet.Weiterlesen…

Ein offenes Rennen

Präsidentenwahl in den USA – Der Kandidat der Demokraten Biden liegt in den meisten Umfragen vorne. Aber Trump hat noch nicht verloren.
Der Parteitag der US-Republikaner war in mehrfacher Hinsicht eine merkwürdige Veranstaltung. Erstaunlich vor allem, wie viel Raum dem demokratischen Herausforderer Joe Biden eingeräumt wurde. Üblicherweise arbeitet sich eine Opposition an einer Regierung ab, nicht umgekehrt.

Aber Präsident Donald Trump und seine Fangemeinde haben die Dämonisierung von Biden in den Mittelpunkt des Parteitags gestellt.Weiterlesen…

Opa Biden greift an

Joe Biden ist der Kandidat der Demokraten. Es ist ein Trauerspiel, dass ein ehrenwerter Mann, der seinen Ruhestand verdient hat, der einzige Trumpf einer historischen Anti-Trump-Koalition gegen den Untergang der Demokratie in den USA im wahrsten Sinne des Wortes darstellt. Ja, der Parteitag der Demokraten hat gezeigt, dass die Vereinigten Staaten besseres verdient haben, als einen narzisstischen, verantwortungslosen und rassitischen Despoten und Hassmail-Autor Trump. Aber ob ein Kandidat von Vorgestern glaubwĂĽrdig die jungen Menschen einer von Profigier, Konkurrenzneid und Vereinzelung im Internet zerrĂĽtteten Gesellschaft erreichen und ihnen eine Perspektive vermitteln kann, ist doch mehr als zweifelhaft.       Weiterlesen…

Eine Frau, nichtweiĂź

Die Nominierung von Kamala Harris als potenzielle US-Vizepräsidentin wird Joe Biden nicht schaden, vielleicht sogar nutzen. Sie kann sogar US-Präsidentin werden – wenn Biden nicht versagt
Noch ist es ein bisschen zu frĂĽh fĂĽr Kamala Harris, sich zu ĂĽberlegen, was sie als US-Präsidentin tun möchte, aber die Frage kann sich in ĂĽberschaubarer Zukunft stellen. Wohl niemals zuvor war die Vizepräsidentschaft eine machtpolitisch vergleichbar wichtige Entscheidung wie in diesem Jahr. Der demokratische Bewerber Joe Biden wird bei Amtsantritt 78 Jahre alt sein, sollte er denn gewinnen.Weiterlesen…

Ende einer Freundschaft?

Selbst bei gemeinsamen Interessen bauen rechte Egomanen am Ende fette Crashs: Rupert Murdoch und Donald Trump
Wenn das alles darauf hinausläuft, dass Rupert Murdoch sich fĂĽr Joe Biden ausspricht, wie er es einst fĂĽr Tony Blair getan hat, dann wäre so eine Art Ende der politischen Welt erreicht. Wie komm’ ich drauf? Donald Trump hat, vielleicht vergleichbar mit Andrew Windsor, ein katastrophales TV-Interview absolviert, bei seinem einstigen Lieblingssender Fox. Der Sender gehört Rupert Murdoch. Entweder der Interviewer Chris Wallace wird nun von ihm gefeuert. Oder seine (politische) Freundschaft mit dem Präsidenten ist definitiv beendet.Weiterlesen…

Gleichgeschaltet?

Vor wenigen Tagen beschwerte ich mich bei einem Rundfunkratsmitglied ĂĽber die Tagesschau. Christiane Meier, die in ihrer Jugend bei KĂĽppis ZAK und “Privatfernsehen” gelernt hat, und später sehr lange Hauptstadtberliner-Frondienste fĂĽr das ARD-Morgenmagazin schob, hat sich vor einiger Zeit endlich einen der heissgeliebten New-York-Korrespondentinnen-Jobs des WDR gesichert. Es gibt noch Gerechtigkeit, dachte ich, und gönnte es ihr. Nun hatte sie der Tagesschau einen Bericht vom UN-Sicherheitsrat geliefert,Weiterlesen…

Den Niedergang der US-Demokratie aufhalten?

Donald Trump ist Rassist, das zieht sich durch seine gesamte Biografie. Dokumentationen zeigen, dass er schon als Vermieter von Wohnungen Schwarze benachteiligt hat. Er wollte eine rassistische Mauer nach Mexico bauen, er kommentierte den Automord von Rechtsextremisten in Charlottesville 2017 als Tat “guter Kerle”. Er droht, er polarisiert, er wiegelte während der Corona-Krise rechtsextremistischen, bewaffneten Mob auf, die unter anderem den Gouverneurssitz in Michigan besetzten. Trump ist nicht nur fĂĽr das Präsidentenamt, er ist letztlich fĂĽr jedes Amt  ungeeignet, eine Schande. Aber kein demokratischer Prozess kann ihm in den Arm fallen. Weiterlesen…

Aufgeblasener Trump – eine Atombombe?

Schlechte und schlechte Nachrichten zum Virus
Donald Trump, den viele fĂĽr den mächtigsten Mann der Welt halten, hat sich – lebensgefährlich? – aufgeblasen. Er soll das Virus, das er als chinesisch bezeichnet, als schlimmeren Angriff als 9/11 oder gar Pearl Harbour bezeichnet haben. Wäre dieser Mann mit Logik zu erfassen, wäre das eine Kriegserklärung gegen China, und zwar nicht nur ein Handels-, sondern mindestens ein Biowaffenkrieg.
Es bleibt der wehrlosen Menschheit zu hoffen,Weiterlesen…

USA / Indien / Iran / Antisemitismus / FC & DFL

Es war absehbar: Joe Bidens Desaster hat bereits begonnen. Frauke Steffens/FAZ gibt eine grĂĽndlichen Ăśberblick zu seiner missratenen Präsidentschaftskandidatur. Donald Trump muss sich wohl noch nicht mal jucken ….
Hier und hier hatten wir bereits darauf aufmerksam gemacht, dass Indien ein wichtiger Startmarkt fĂĽr den Ăśberwachungskapitalismus der Zukunft werden dĂĽrfte.Weiterlesen…

Trump drĂĽckt sich weiter

Ein behutsames Vorgehen an der nächsten Front im Krieg gegen Corona will der US-Präsident. Dabei lässt er den Gouverneuren freie Hand. Wenn’s schiefgeht, sind sie schuld
Vage und unbestimmt, zugleich vorzĂĽglich fĂĽr kĂĽnftige Schuldzuweisungen an andere geeignet: Der mit Spannung erwartete Fahrplan von US-Präsident Donald Trump zur Lockerung der Corona-Einschränkungen ist kein Konzept, sondern ein weiterer Meilenstein in einer Kommunikationsstrategie, die sich in den letzten Jahren als erfolgreich erwiesen hat. Gut möglich, dass die Rechnung aufgeht.Weiterlesen…

Vom Ende einer Weltmacht

Epochale Krise: Die USA zeigen sich überfordert mit der Pandemie. Und im Präsidentschaftswahlkampf werden zwei Kandidaten antreten, die keine Mehrheit haben.
Mit dem Jahr 2020 endete die Ă„ra der USA als letzter verbliebener Weltmacht. Damals fĂĽhrte der Ausbruch einer Seuche, die sich ĂĽber alle Kontinente hin verbreitete, zu einer schweren Weltwirtschaftskrise. Die Vereinigten Staaten zeigten sich unfähig, darauf angemessen zu reagieren. Verschärft wurde die Lage durch eine Präsidentschaftswahl, bei der zwei Kandidaten gegeneinander antraten, die beide von der Mehrheit der Bevölkerung als ungeeignet fĂĽr das Amt gehalten wurden.Weiterlesen…

Wallstreet hats verkackt

Vor knapp 15 Jahren hatte ich mit meiner Diagnose “Politisches Prekariat” vorwiegend die kommunale Basis politischer Kaderentwicklung im Blick. Keine “Bestenauslese”, sondern in neoliberal-kapitalistisch entwickelten Gesellschaften ein Prozess, der sich ĂĽber 30 Jahre erstreckt hat, eine negative Auslese: in die Politik gingen die, die nichts Besseres gelernt oder darauf keine Lust hatten. Gesellschaftliche Macht und Anerkennung, und vor allem unbegrenztes Geldverdienen, gab es an anderen Stellen,Weiterlesen…

Nachdenken ĂĽber Joe Biden

Oje! Obamas Vizepräsident hat Chancen, bei den US-Wahlen Trumps Herausforderer zu werden
Wenn es wirklich ans Eingemachte geht – darf ich meine alte Mutter noch besuchen, oder ist das in Zeiten der Seuche verantwortungslos? –, dann schwindet das Interesse an längerfristigen politischen Fragen rapide. Wer CDU-Vorsitzender wird und wann, das ist den meisten Leuten derzeit herzlich egal. Wer Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten wird: ebenfalls.Weiterlesen…

Die guten Nachrichten

Mitte nach links / Weinstein schuldig / Rambo gekĂĽndigt / Ab morgen Fastenbrechen
Hallo liebe Jeckinnen und Jecken, können Sie schon wieder lesen? Oder erst morgen? Während in Hessen Amoktäter dafĂĽr erforderlich sind, kommen hier im Rheinland Menschen durch ganz normalen Karneval ums Leben. Eine fiel in Ehrenfeld auf die Gleise, eine kletterte auf die Kupplung einer anfahrenden Strassenbahn. Zu Betrauern sind nicht nur die Toten und ihre Hinterbliebenen, sondern auch die fĂĽr den Rest ihres Lebens traumatisierten Fahrer*innen und Zuschauer*innen. Auch ohne Karneval hätte das alles passieren können. Darum “lassen wir uns das Feiern nicht verbieten”. Die Technik, Sensoren und Warnsignale fĂĽr die Fahrer*innen, solche UnglĂĽcke zu vermeiden gibt es bereits. In Industrieländern wie Japan oder China wird sie eingesetzt. FĂĽr ein Entwicklungsland wie NRW ist sie noch “zu teuer”. Aber ich wollte ja auf die guten Nachrichten kommen.Weiterlesen…

Letztes Mittel gegen Sanders

Weiter unten: EU-Desaster im Mittelmeer / Bericht aus Peking
Versetzen wir uns ins Hirn der ParteifĂĽhrung der US-Demokraten: wie kann Bernie Sanders gestoppt werden? Mit Joe Biden offensichtlich nicht. Mit Michael Bloomberg, der sich die Präsidentschaft kaufen könnte, wahrscheinlich noch weniger: er wäre eine lebende Bestätigung von Sanders’ Analyse. Da bleibt wohl nur das kleinere Ăśbel, die Wiederwahl von Trump, nur dieses eine Mal noch … Doch selbst das kommt nicht von alleine, dafĂĽr muss gesorgt werden.Weiterlesen…

No, they can’t

In den USA wird im November ein neuer Präsident gewählt. Wahrscheinlich bleibt es bei dem jetzigen, weil die Demokraten schon den Vorwahlkampf vergeigen
Dass es Menschen gibt, die sich aus Angst vor dem Tod das Leben nehmen, ist seit Längerem bekannt. Dass auch Massenorganisationen dieses Verhalten an den Tag legen, ist hingegen eine neuere Erscheinung. Gut zu beobachten bei – ja, der SPD, stimmt. Aber hier soll es jetzt einmal nicht um sie gehen, sondern um die Demokraten in den USA. Die haben einen weiten Weg zurĂĽckgelegt, seit der AuĂźenseiter ­Barack Obama das WeiĂźe Haus erobert hatte. Aus seinem berĂĽhmten Slogan „Yes, we can – ja, wir können“ wurde ein kleinlautes „No, we can’t – nein, wir können nicht“.Weiterlesen…

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