Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Kenia (Seite 1 von 2)

Die abweichende Meinung von … Gromyko!

Dieser Text gefährdet Ihr Wohlbefinden – Empfindliche lesen nur den unteren Teil

Ein guter Freund will in Kürze von NYC nach Beuel zurückkehren. Ich schrieb ihm heute, ich sei nicht sicher, ob eine Europareise derzeit eine gute Idee ist. Die deutsche Politik und ihre herrschenden Medien begünstigen solche Pläne nicht. Die Berliner Zeitung gilt innerhalb der deutschen Zeitungsverlage als geächtet. Wegen solchen Sachen: Weiterlesen

Drohnen statt Kreuzfahrtschiffe

Wie der deutsche Bauchnabel Failed States produziert
Kreuzfahrten kann ich mir zwar nicht leisten. Ich fahre sie nur in ihren Werbeprospekten nach. Denen entnahm ich diese Woche, dass derzeit von den Malediven ohne Zwischenhalt bis Zypern durchgefahren wird. Anhalten ist zu gefährlich. Djihadisten, Bürgerkriege, Hungerdürren, keine Impfstoffe, Drohnen. Für all diese Dinge sind Kreuzfahrtgäste zu empfindlich. All das verdichtet sich im weiträumig umfahrenen Somalia. Weiterlesen

Früher Grundrecht, heute Privileg

Geimpft oder nicht geimpft? Mit dem Kammerton der Moral tut sich die politische Klasse gerade schwer
Die Sprache in der Zeit der Pandemie ist demagogisch. Die Politik in der Zeit der Pandemie ist verlogen, ratlos, scheinheilig. Das ist keine gute Mischung. Die Folgen werden nachhaltig sein. Und weiter reichen, als wir uns das jetzt vorstellen können.
Keine „Privilegien“ für Geimpfte: das war über Tage hinweg die Losung der Bundesregierung. Früher hieß Grundrecht, was heute Privileg heißt. Die Wortwahl war clever. „Privileg“: das ruft sofort blanken Zorn bei allen hervor, die nicht privilegiert sind. Gegen „Privilegien“ sind wir alle. Immer. Weiterlesen

Brennender Längengrad

Dieser Text gefährdet Ihr Wohlbefinden
Heute haben sich die (Zwischen-)Bilanzen der “Arabellion” gehäuft. Die sollten Sie nicht übergehen. Allzu selten interessiert sich hiesige Öffentlichkeit für die gesellschaftliche Tiefenströme unter der Oberfläche der Ereignisse. Noch beschäftigen hiesige Medien qualifizierte Korrespondent*inn*en und Autor*inn*en, die uns Wichtiges erklären können.
Die FAZ hat die ausführliche Bilanz von Christoph Ehrhardt und Rainer Hermann mittlerweile leider eingemauert (Paywall). Deren Wissen ist zum Glück nicht exklusiv. Karim El-Gawhary/taz, dessen Vater Magdi mir in den 70er und 80er Jahren ein wichtiger politischer Freund war, sieht den nächsten Sturm heraufziehen, Er übertreibt nicht. Weiterlesen

Zombie-Ideen von Alphamännern

Wenn ihre Machtfelle wegzuschwimmen drohen, versuchen sich Alphmännchen damit zu verteidigen, dass es sich um Biologie, Natur und genetisches Erbe handele. Sie können aber nicht Naturwissenschaft ins rhetorische Geschäft führen, weil deren Erkenntnisse über elefenbeintürmischen Determinismus längst hinaus sind. Rebekka Hufendiek, Philosophin, weiss sie darauf hinzuweisen, dass aus der Tatsache, dass etwas in der Natur vorkomme, unzulässig gefolgert werde, dass wir es nicht verändern könnten – und auch nicht verändern sollten. “Denn wir manipulieren ja nun an unserer ‚Natur‘ die ganze Zeit.” Weiterlesen

Überwiegend wahrscheinlich

Das neue Berliner Antidiskriminierungsgesetz ist so formuliert, dass sich nicht viel ändern wird. Wenn der Senat es ernst meint, sollte er sich erst mal um bestehende Benachteiligungen kümmern
Alle netten Leute sind derzeit gegen Rassismus, vor allem gegen Rassismus in den USA. Kostet ja nichts und macht einen schlanken Fuß. Auch der rot-rot-grüne Senat in Berlin ist total gegen systematische Benachteiligung jeder Art. Da passt es gut, dass das Abgeordnetenhaus gerade ein Antidiskriminierungsgesetz verabschiedet hat, das erste seiner Art in Deutschland. Es ist allerdings heftig umstritten – Kritiker sprechen von einer Umkehr der Beweislast. Weiterlesen

Que sera, sera

Es gibt Ereignisse, die alles verändern. Das ist ganz sicher auch bei Corona so, auch wenn außer Christian Lindner niemand weiß, wie genau anders. Doch es gibt auch Dinge, die bleiben. Rassismus zum Beispiel
Tschernobyl. Der Fall der Mauer. Der 11. September. „Bis ans Ende unseres Lebens werden wir von Corona hören“, stöhnt die Tochter entnervt. Ja, so wird das sein. Komm klar. Keiner Generation sind Ereignisse erspart geblieben, die alle Sicherheiten in Frage stellten. Und die Gesellschaften von Grund auf veränderten. Zum Guten und zum Schlechten. Weiterlesen

Erfolge in Kenia und Neukölln

… und eine ernste Warnung an die Ost-CDU
In Kenia ist es einem zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss, der weit entfernt von einer hegemonialen gesellschaftlichen Mehrheit, aber mit hoher fachlicher Kompetenz ausgestattet ist, zumindest vorläufig gelungen, ein mit ganz ganz grossem multinationalen Kapital (von China bis zu den USA) ausgestattetes Kohlekraftwerk-Projekt auszubremsen. Martina Backes berichtet darüber in der Jungle World. Weiterlesen

Auf der chinesischen Eisenbahn

Groß war die Freude in Kenia, als endlich die Bahnverbindung zwischen Nairobi und Mombasa eröffnet wurde. Doch China betreibt in Afrika eine Politik des Neokolonialismus. Nicht mit Gewalt, sondern mit süßen Verlockungen

Ganz Kenia stieß einen kollektiven Seufzer der Erleichterung aus, als vor zwei Jahren endlich die Verbindung zwischen der Hauptstadt Nairobi und der knapp 500 Kilometer entfernten Küstenstadt Mombasa fertiggestellt war. Verständlicherweise. Seit die alte, marode Bahnstrecke vor einigen Jahren stillgelegt worden war, wurden auch sämtliche Frachtgüter vom größten Hafen Ostafrikas auf der Straße transportiert. Die nicht nur für Kenia bestimmt sind, sondern auch für Uganda, den Südsudan, Ruanda, Burundi, Äthiopien, sogar für Teile des Kongo. Weiterlesen

Kenia, Somalia – spektakulär sehenswert (30 Min.)

Sabine Bohland, Assia Shibane und Peter Mungai haben unbemerkt von breiterer Öffentlichkeit letzten Samstag in der ARD eine spektakuläre Weltspiegel-Reportage abgeliefert. Jeder vernünftige Mensch ist zur Sendezeit (Sa. 16.30 h) im Stadion seines Vereins oder seiner Fußballkneipe. Aber siehe, Gutes ist möglich: der Film soll ein Jahr in der Mediathek verfügbar bleiben.
Die Macherinnen porträtieren einen Sozialarbeiter, der in den Vororten von Nairobi gegen die Vergiftung des Zusammenlebens durch den islamistischen Terror kämpft. Seine einfachen Antworten, warum er sich bis zur körperlichen Erschöpfung so aufreibt, müssen jede*n hierzulande beschämen. Sein Beispiel macht gleichzeitig Hoffnung, was alles möglich ist, wenn noch mehr mitmachen.

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