Thema: Landwirtschaft

Wenn Grüne regieren

Von , am Dienstag, 15. Oktober 2019, in Politik.

Besser, sich darauf einzustellen. Bonner*inne*n ist das schon seit 2009 vergönnt. Aber Bonn ist nicht sehr repräsentativ für die Republik, weder bei den Grünen noch gesamtgesellschaftlich. Der Anteil der Bildungsbürger*innen ist hier viel höher, und der der Grünen auch. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass die Grünen an der nächsten Bundesregierung, wann und wie auch immer sie zustande kommen wird, relevant beteiligt sein werden.
Ein wirklich wichtiges, grosses Bundesland, Baden-Württemberg, wird nun schon seit 2011 in wechselnden Koalitionen von den Grünen regiert. Ihr Ministerpräsident Winfried Kretschmann Weiterlesen

Was das “Klimakabinett” nicht tun wird

Von , am Freitag, 20. September 2019, in Politik.

Die Inszenierung “harter” Verhandlungen und Konflikte durch die sog. Grosse Koalition interessiert vielleicht die Bühnenarbeiter*innen rund um das Kanzleramt – das Publikum hier draussen eher nicht. Denn es ist den meisten jetzt schon klar, was alles nicht passieren wird, solange es von diesen Akteur*inn*en abhängt.
1. Die Macht der Energiemonopolkonzerne wird nicht angekratzt. Sie darf auf keinen Fall auf dezentrale Bürger*innen*projekte übergehen. Weiterlesen

Wir feiern gutes Essen

Von , am Samstag, 27. Juli 2019, in Beuel & Umland, Genuss, Politik.

von Sabina Schlinke / Slowfood Bonn
Vom Acker bis zum Kompost Erstes Agrikultur-Festival auf dem Bonner Münsterplatz

Am 28. September 2019 findet auf dem Münsterplatz zwischen 14.00 und 20.00 Uhr das erste Agrikultur-Festival in Bonn statt. Die Besucher_innen erwartet eine bunte Mischung aus Kultur, Landwirtschaft, Politik und Genuss. Unter dem Motto „Wir feiern gutes Essen: Vom Acker bis zum Kompost“ dreht sich einen Nachmittag lang alles um die enge Beziehung zwischen Landwirtschaft und Kultur, gerade auch in der Stadt. Weiterlesen

“Unsere” Landwirtschaft – unser Selbstmord?

Von , am Dienstag, 23. Juli 2019, in Politik.

Das PR-Desaster, das der industriehörige Deutsche Bauernverband und die ihn aushaltende agrochemische Grossindustrie über viele Jahre und Jahrzehnte angerichtet haben, ist so unermesslich, dass der Bauer von heute, der nur mit Mühe noch eine Gattin findet, seinen Kindern und Enkel*inne*n buchstäblich nichts mehr zu vererben hat, was die noch haben wollen würden. Das ist exakt das Szenario, das die #fridaysforfuture-Kinder ihren Eltern und Grosseltern vorwerfen.
Liebe Bauern, “liebe” Agrochemie. Euer Kreuzweg ist noch nicht zuende. Weiterlesen

Wassernot kommt näher

Von , am Samstag, 29. Juni 2019, in Beuel & Umland, Medien.

Ich dachte, ich wäre früh. Um 10 betrat ich meinen Supermarkt um die Ecke, um mich mit Mineralwasservorräten einzudecken. Der Laden war rappelvoll, um mich herum wohnen Rentner*innen*massen, die beim Frühaufstehen nicht zu schlagen sind. Als ich den Getränkeraum betrat, fragte eine Verkäuferin bereits ihren Kollegen: “Haben wir hinten noch Wasser?” – “Nein.” Der Laden hat bis 20 h geöffnet. Für meinen Singlebedarf reichte es noch …
Der Rhein hat noch Wasser. Die meisten erinnern sich dennoch an die Vorjahre, Weiterlesen

Agrochemie, du musst jetzt ganz stark sein …

Von , am Sonntag, 28. April 2019, in Medien, Politik.

Mit Update 29.4.
Sie als Leser*innen, seien Sie beruhigt. Sie ist es auch. Die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten sind gelegentlich doch noch für was gut. Mann und Frau muss es nur zu finden wissen. Darum hier eine kleine Hilfestellung.
Das in Klischeevorstellungen doch so unverdächtige ZDF hat eine allgemein sehenswerte Sendereihe “planet e”, die an Wochenenden auf quasi unguckbaren Sendeplätzen versteckt wird. Heute aber haben wir draussen eine Kaltfront, Weiterlesen

Frankreich / Russland / Kolumbien / Brasilien / Rumänien / China

Von , am Mittwoch, 6. März 2019, in Lesebefehle, Politik.

Thomas Pany/telepolis ordnet Macrons letzte Rede ein.
Ulrich Heyden/telepolis berichtet über AfD-kritische Kräfte in Russlands Politik- und Wissenschaftsapparat. Tobias Riegel/nachdenkseiten gibt einen kritischen Überblick, wie das quantitative Einschmelzen von deutscher Russland-Berichterstattung qualitativ alles zum Kippen bringt.
Tomasz Konicz/telepolis beschreibt in wünschenswerter Drastigkeit, wie die kolumbianische Rechte Weiterlesen

Disruption oder Eruption?

Von , am Mittwoch, 10. Oktober 2018, in Genuss, Medien, Politik.

Die “digitalisierte Landwirtschaft”
Vor einigen Tagen hatte ich bereits auf einen NDR-Film zu diesem Thema hingewiesen. Heute schreibt Svenja Glaser/oxiblog gründlich über eine Studie zu diesem Thema. Welche Auswirkungen wird es auf unseren Appetit haben? Schmeckt es noch, wenn richtige Menschen an der Erzeugung kaum beteiligt waren? Es schmeckt nicht unbedingt besser, wenn wir beim Essen an sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse beim Ernten von deutschem Spargel, italienischen Tomaten oder spanischen Erdbeeren denken. In der Regel spalten wir das in der Zeit gedanklich ab, es soll ja schmecken. Weiterlesen

Schweinesystem: Lebewesen, designed für Maschinen

Von , am Dienstag, 2. Oktober 2018, in Lesebefehle, Politik.

Helmut Höges sprachliche Ausflüge in die Tierwelt sind immer eine Lektüre wert: heute geht es um das “Schweinesystem”. Ich habs gestern wieder gesehen, in der NDR-Reihe 45Min. ging es um die deutsche Landwirtschaft, wie sie heute ist. Es ging nicht um Bio vs. Konventionell, sondern um Industrialisierung, Verwissenschaftlichung und Technisierung – denn nichts verabscheuen wir mehr als menschliche Arbeitskraft. Gezeigt wurde, Weiterlesen

Angst vor fairer Landwirtschaft

Von , am Montag, 24. September 2018, in Politik.

Volksabstimmung in der Schweiz – 72%-Mehrheit für mehr Fahrradwege – Initiativen für gesündere und fair erzeugte Agrarprodukte scheitern bei einer Volksabstimmung an einer Angstkampagne.

Die SchweizerInnen haben sich am Sonntag bei einer Volksabstimmung mit deutlicher Mehrheit gegen zwei Initiativen für gesünder, fairer und nachhaltiger produzierte Nahrungsmittel ausgesprochen. Angenommen wurde eine Initiative zum Ausbau von Fahrradwegen.

Mit rund 63 Prozent Neinstimmen scheiterte die von den Bauernverbänden, den Grünen und den SozialdemokratInnen unterstützte „Fair Food“-Initiative. Sie forderte ein größeres Angebot an umweltschonend, tierfreundlich und fair hergestellten Lebensmitteln. Weiterlesen

Nitrate in der Siegaue

Von , am Sonntag, 23. September 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Ein kleineres Problem als anderswo in Deutschland
von Detmar Jobst

Am Tag der Urteilsverkündung des Europäischen Gerichtshofes gegen Deutschland – es ging um zu hohe Nitratwerte im Grundwasser – saß ich im Betriebsgebäude des WTV (Wahnbach-Talsperren-Verband Siegburg/Bonn) und ließ mir die Sachlage für das Bonner Trinkwasser erklären. Der Hydrogeologe Krämer und Geschäftsführer Eckschlag erläuterten mir die Grundwasserströmung hin zu den Trinkwasserbrunnen an der unteren Sieg. Im Vergleich zum Wasser der Talsperre werden hier höhere Nitratwerte gemessen, in einzelnen Beobachtungsbrunnen auch über 50mg/Liter, dem derzeitigen Grenzwert für Trinkwasser. Weiterlesen

Immobilienkapitalismus, irrer

Von , am Freitag, 31. August 2018, in Politik.

Bei jedem zweiten Gespräch im privaten Freundeskreis wird festgestellt, dass der Immobilienmarkt für die meisten Mittelschichtler*innen zu einer verschlossenen Auster geworden ist. Es ist so viel Kapital, so viel privater Reichtum in Umlauf, der die Preise aufbläst, dass sie für Menschen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, nicht mehr bezahlbar sind.
Anderen geht es da besser, z.B. dem grössten inländischen Wohnungsunternehmen Vonovia (Vorgängernamen ohne Anspruch auf Vollständigkeit waren: Viterra, Deutsche Annington, Veba-Wohnen). Lesen Sie diesen – nicht kapitalismusfeindlichen – FAZ-Bericht und sprechen Sie die dort geschriebenen Zahlen laut und deutlich aus.
Es sind nicht nur die Mieter*innen und Wohnungssuchenden, die leiden. Die Bauern sind es auch. Weiterlesen

Die Zukunft des Essens

Von , am Freitag, 24. August 2018, in Beuel & Umland, Genuss, Politik.

Industrialisierung und Standardisierung der Landwirtschaft, schrankenloser Immobilienkapitalismus und Monopolisierung im Online- und Einzelhandel sind keine US-amerikanische Besonderheiten. Sie sind Besonderheiten des expansionssüchtigen und -abhängigen, “alternativlosen” Kapitalismus. Und den, das wird wohl niemand bestreiten, haben wir hier auch. Er ist in den USA allenfalls etwas weiter fortgeschritten.
Darum ist dieser “Essensbericht aus den USA” von Christopher Stark/telepolis ein Blick in die Zukunft unseres Essens. Weiterlesen

Bauernverband – ein Bild sagt mehr ….

Von , am Montag, 30. Juli 2018, in Lesebefehle, Politik.

Vorweg: ich bin für Hilfe und Unterstützung für alle, die unter der aktuellen Hitzewelle leiden. Da nehme ich auch Bauern nicht aus. Wer sich allerdings so einen Verband als Interessenvertretung leistet, viele sind ja schon ausgetreten und haben eigene Verbände gegründet, muss doch noch über einige Reservepolster verfügen.
Schauen Sie sich bitte in diesem Tagesschau-Bericht an, vor welcher “Landschaft” der Bauernverbandspräsident Ruckwied sein Interview aufsagt. Wo soll denn bitte bei solcher Landschaftsgestaltung ein anderes Wetter herkommen, als das, das wir derzeit haben? Ökologen weisen schon lange darauf hin, dass die biologische Artenvielfalt in Städten grösser ist, als in solchen Landwirtschaften.

Digitalisierung als Enteignung und Russengefahr

Von , am Samstag, 3. März 2018, in Politik.

Ulrich Horn beklagt heute – korrekt beobachtet – den Verfall des “Made in Germany”. Der prägnanteste Fall ist unser Umgang mit der Digitalisierung von Technik und Kommunikation. Aktuelle Beispiele:
Das Microsoft-Dilemma” – eine sehenswerte Dokumentation kreist z.Z. noch in Wiederholungen durch die ARD-Nischenprogramme. Wenn Sie die verpasst haben: anschauen. Klar wird hier, dass das EU-Europa auf technische und politische Eigenentwicklung und -ständigkeit komplett verzichtet und vor Konzernlobbyist*inn*en in den Staub wirft. Das hat, wie ich erst jetzt hier erfahren habe, 2010 auch Bundesaußenminister Westerwelle getan. Die aktuell skandalisierte Hacker-Affäre ist also auch seine späte Hinterlassenschaft. Danke, Guido! (In welcher Partei war der noch mal?)
Dieser Geheimdienste-Spin um das angebliche Russen-Hacking Weiterlesen

Medien und Handlungsunfähigkeit

Von , am Dienstag, 6. Februar 2018, in Medien.

In den USA gehört es schon zum Allgemeinwissen, und auch wir haben frühzeitig mit Hilfe der Otto-Brenner-Stiftung auf ähnliche Konstellationen hierzulande hingewiesen. Die politische Satire ist zur Einwechselspielerin für geschwächten und ermüdeten Journalismus geworden. Bei beiden stellt sich immer akuter die Frage: mit welchen Folgen?

Die jüngste heute-show war ein gutes Beispiel. Ich teile die gefühlsmässige Ablehnung von Extradienst-Gastautor Dieter Bott gegen den demonstrativen politischen Nihilismus von Oliver Welke. Dennoch war das Agendasetting der Redaktion und des Autor*inn*enteams hochpolitisch und auf der Höhe der Zeit: Weiterlesen

Saudi Aramco / Autoritätsverfall / Massentierfrass / ARD, Wedel, Wilhelm

Von , am Samstag, 27. Januar 2018, in Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

“Fliegen werden keine Feinschmecker” schrieb mein jüngerer Bruder hier kürzlich. Darum werden sich, sollte man meinen, genug Fliegen finden, die geil auf Minderheitsaktien von Saudi Aramco wären, dem Staatskonzern Saudi Arabiens. Schliesslich finden sich genug insektenähnliche Wesen, die dort Waffen hinliefern und mit denen “Freundschaftsspiele” austragen wollen. Wird ausgerechnet der Finanzmarkt jetzt zur emanzipatorischen Kraft, die den saudischen Mörder-Machos Grenzen zeigt? Das wäre mal ein guter Witz.

Tom Strohschneider amüsiert sich im Oxiblog darüber, wer z.Z. über den allgemeinen Autoritätsverfall lamentiert. Dieter Bott hat eben schon hier die heute-show dabei erwischt. Schuld daran ist der Popanz ’68er – wer sonst?

Susanne Aigner beschreibt anlässlich der Grünen Woche das Dilemma der Landwirtschaft, zwischen Agroindustrie und Verbraucher*innen*wünschen. Ein wichtiger Aspekt scheint ihr gedanklich durchgerutscht zu sein. Weiterlesen

Tansania – wie “unser” Kapital Land stiehlt

Von , am Donnerstag, 16. November 2017, in Politik.

In dieser Woche beherrschen aus Afrika Frau dos Santos (“die reichste Frau Afrikas”) und Herr Mugabe (“kein Putsch”) die deutschen Schlagzeilen. Diese auch zuhause verhassten Superreichen machen es uns leicht, uns darüber zu erheben. Bei uns wird Ausbeutung und Raub dagegen doch viel geregelter und ziviler praktiziert – allerdings wird nur sehr geringfügig darüber berichtet.
Die unermesslichen globalen heimatlosen Kapitalströme ahnen, dass es mit der Landwirtschaft in Europa, noch dem grössten Etat der EU, zuende gehen wird. Das Ende der Artenvielfalt – danke Glyphosat! danke Bayermonsanto! – ist in Signalen erkennbar. Der Boden wird von unserer Agro- und Chemieindustrie noch zu Lebzeiten unserer Kinder zutode gedüngt sein. Ernährung, im industriellen Massstab und billig erzeugt, wird aber nachgefragt bleiben, solange es Menschen gibt. Wohin könnte ihre Produktion wandern?
Asien ist bereits weitgehend kapitalistisch vermachtet. An Russland lässt uns dieser Putin nicht ran; er und seine gierigen Oligarchen wollen sich lieber selbst bereichern als es “unseren” Investmentfonds zu überlassen. In Lateinamerika kommen immer wieder störende Linksregierungen dazwischen. Dort ist aber vieles – z.B. in Argentinien – bereits erschlossen, bzw. – z.B. in Brasilien – gerade dabei erschlossen zu werden (Regenwaldvernichtung, Tierfutter und Billigobst für Europa und USA, etc.). Bleibt noch das weitgehend unerschlossene Afrika. Beim G20-Gipfel in Hamburg war die Aufteilung bereits weitgehend besprochen worden.
Judith Fehrenbacher war für ein DLF-Feature, das Sie sicher nicht gehört haben, in Tansania und hat sich die Alltagspraxis einiger “Modellprojekte” angesehen. Es macht Hoffnung, dass die Tansanier*innen nicht doof genug sind, sich widerstandslos von “uns”, “unserem” Kapital, “unserer” Agroindustrie und unseren Regierungen, über den Tisch ziehen zu lassen.

Genusspolitik in unserer Region

Von , am Montag, 23. Oktober 2017, in Beuel & Umland, Genuss.

Während ich dies schreibe, diskutiert der Deutschlandfunk “Wie rechts kann die Union noch sein?”, ein Problem, das manche Redakteur*inn*e*n dieses Senders wohl wirklich stark beschäftigt. Realoorientierter ging es gestern auf dem gleichen Sender zu, in der immer hörenswerten (und nachhörbaren) Sendung “Zwischentöne”. Dort war der Filmemacher Valentin Thurn zu Gast. Ein oder zwei seiner Filme habe ich schon gesehen, neu für mich war, dass er sich auch in einem “Ernährungsrat” der Stadt Köln engagiert.
Einerseits haben wir es in dieser Region sehr gut, was die Versorgung mit und das Angebot von ökologisch produzierten und vielfältigen, schmackhaften Lebensmitteln betrifft. Andererseits gibts auch hier um die Ecke noch die industriell orientierte Landwirtschaft, die für Artenschwund und Insektensterben mitverantwortlich ist.
Ich fahre regelmässig mit dem Fahrrad von Beuel nach Porz. In Porz-Lind gibt es eine Stelle, von der aus bei klarem Wetter gleichzeitig der Dom und der Bonner Posttower zu sehen sind. So faszinierend so ein Moment ist, sagt es doch auch, dass da dem Blick keine Vegetation im Weg steht, sondern das eher Ähnlichkeit mit einer Wüste hat.
Ergänzend zu Thurns Ausführungen noch der Hinweis auf die Regionalwert AG Rheinland, die hier in der Region am gleichen Thema politisch und ökonomisch arbeitet, von der Produktion bis zum Teller.

Demokratie macht Mühe – Anmerkungen zur Niedersachsen-Wahl

Von , am Montag, 16. Oktober 2017, in Politik.

von Karin Robinet

Die Wahllokale hatten gerade geschlossen, die erste Hochrechnung lag vor, da postete Sven Christian Kindler (MdB) „das zweitbeste Ergebnis“ für die Grünen. Und blendete mal eben aus, dass die Grünen 5,5 Prozentpunkte verloren hatten. Übrigens an die SPD, die an diesem Niedersachsenwahlabend ihr bestes Ergebnis in diesem Wahljahr 2017 einfuhr.
Für mich ein klarer Fall. Es gibt eine relevante Schnittmenge von Grünen- und SPD-Wählern. Nur 23.000 Wähler verloren die Grünen an die CDU, aber 190.000 an die SPD.
Die FDP vergrößert das Dilemma der Grünen, indem sie in Niedersachsen die mögliche „Ampel-Koalition“ ablehnt.
Wenn Sie bei dieser Haltung bleibt, dann gibt es nur zwei Varianten: GroKO oder Jamaica auch in Niedersachsen. Eine ähnliche Situation wie im Bund, auch hier gibt es im Grunde nur die Alternative Jamaika-Koalition oder GroKO, die jedoch von der SPD abgelehnt wird.
Spätestens jetzt müssen sich die Grünen fragen, Weiterlesen