Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Club-WM

Jahre später

Fussball als Medium

Wenn die Welt untergeht, geht sie in Deutschland und Europa 30 Jahre später unter. Oder wie würden Sie die Meldung des spiegeleigenen “manager-magazins” (Paywall) deuten: “DFL nimmt eigene Streamingplattform in Angriff – Bisher nimmt die Bundesliga das meiste Geld durch den Verkauf ihrer Übertragungsrechte ein. Nun wollen die DFL-Chefs die Spiele selbst ausstrahlen und verkaufen – vor allem im Ausland. Sie planen eine eigene Streamingplattform.” Was machen solche Manager eigentlich den ganzen Tag? Weiterlesen

Die Putschisten von Riad

Weltweites Aufsehen erregt, dass der Clan der Sauds als Gastgeber der ersten Gespräche zwischen den USA und Russland über die Ukraine fungiert. Im Rheinland sagen wir dazu: mann kenntsisch, mann hilft sisch. Das Welt- und Menschenbild dieser Männer ähnelt sich. Die verstehen sich untereinander und können gemeinsame Interessen identifizieren. Mit Letzterem haben demokratische Politiker*innen zunehmende Auffassungsprobleme. Das stärkt sie nicht. Weitgehend ignorieren sie parallele Machtvorgänge im Profifussball der Herren. Diese sind aufgrund ihrer Massenattraktivität und Reichweite entscheidend für die Eroberung von Medienmacht. Die in Riad wissen das. Und ihre Kasse ist voll. Weiterlesen

Advantage Superreiche

Schmeiss einen Haufen Geld in die Mitte, und schau’, was dann passiert. Die Deutsche Fussball-Liga (DFL), die aus den 36 Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga konstituiert wird, ist in Jubel ausgebrochen, weil sie (angeblich) in den kommenden vier Jahren knapp 5% mehr TV-Erlöse einnimmt. Doch wie unter ihren 36 Mitgliedern verteilen, dass es nicht nur gerecht ist, sondern auch alle zufrieden sind? Beides zusammen wird kaum gelingen. Weiterlesen

Kirmesturnier

Die TV-Rechte an Infantinos “Club-WM” gehören dem Oligarchen Blavatnik

Die wichtigste Entscheidung ist schon gefallen: die über das Geld. Der Streamingdienst Dazn des von keiner deutschen Medienrecherche belästigten Oligarchen Len Blavatnik kauft im Profifussball (der Herren) alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Infantinos “Club-WM” bekam er zum Schlussverkaufspreis von weniger als 1 Mrd. €. Doch was ist dieses dubiose Turnier sportlich überhaupt wert? Weiterlesen

Gegen den sportlichen Zufall

Die Fifa will Programmdirektor sein

Sportliche Zufälle sind eine Pest für die Ökonomie. Letztere verlangt Planungssicherheit. Je höher die Investition, um so felsenfester muss die Renditegarantie sein. In diesem Schraubstock will die weltweit umsatzstärkste Mafiaorganisation Fifa eine “Club-WM” in den verstopften Fussball- und Medienweltmarkt drücken. Der Sport ist dabei nebensächlich. Er stört nur. Weiterlesen

Die Fifa hat ein Problem

Es gibt nur wenige auf der Welt, denen ich lieber ein Problem an den Hals wünsche, als der umsatzstärksten Mafia der Welt, der Fifa – “Fédération Internationale de Football Association”. Deren Kopf Gianni Infantino – wer soll mehr wissen, was in dem vorgeht, als sein Friseur? – hat eine grundsätzlich schlaue strategische Entscheidung gefällt: der Rest der Welt ist weit grösser und mächtiger, als der mächtige aber klitzekleine Wurmfortsatz Europa. Weiterlesen

Fussball-Front

Wenn Sie meinen, dass im Fussball Tore und – daraus resultierende – Punkte entscheiden, “entscheidend is’ auf’m Platz”, dann. sind Sie sehr, sehr alt. Ungefähr so alt wie ich. Ihnen muss ich mitteilen: schön wärs. Wir können froh sein, wenn es nicht immer so ausgeht, wie erwartet. Die Momente, in denen es nicht so ist, sind für die Fans heute die seltenen Momente tief empfundenen Glücks. Denn meistens, seien wir ehrlich, siegt im Profifussball der Herren wie im Rest der Gesellschaft das Kapital. Weiterlesen

Subventionen für Millionäre

Finanzierung des Profifussballs – stille Pokerpartien

Stadionfans zahlen nicht wenig für ihre Karte, in der Mehrheit ihre Dauerkarte. Sie drücken damit aus, was ihnen die dargebotene Kunst ungefähr wert ist. Und nehmen dabei im Stadion auch kein Blatt vor den Mund. TV-Zuschauer*innen zahlen die staatsvertraglich festgelegte Haushaltsgebühr für ihre öffentlichen Sender. Was ihnen der Fussball dabei wert ist, werden sie nicht gefragt. Die TV-Rechte-Pokerspieler*innen, die öffentlich nicht verheimlicht werden, aber weitgehend anonym bleiben, spielen ohne öffentlichen Auftrag, und unter geringfügigster Kontrolle ihrer Rundfunk- und Fernsehräte. Weiterlesen

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