Die Rechten (CDU, FDP, AFD) in Hamburg haben bei der gestrigen Wahl nicht mehr als ein Drittel der abgegebenen Stimmen bekommen. In dieser Deutlichkeit hat es das in der BRD selten gegeben. Berücksichtigt man, dass nur gut die Hälfte der Wahlberechtigten gewählt haben, stellen sie in Hamburg weniger als ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. Sie haben damit ungefähr noch die Relevanz der Katholischen Kirche, womit ich keine Identität behaupten will. Die katholische Kirche, nun ja, in Hamburg existiert sie kaum, hat sowohl “christlichen” als auch “Sozial”-Demokraten in Fragen der Solidarität mit Flüchtlingen oder allgemeiner sozialer Gerechtigkeit mittlerweile einiges voraus.
Das Wählengehen nützt nur nichts, wenn die Rot-Rot-Grünen sich standhaft weigern, ihre Arbeit zu machen, eine Alternative zum System Merkel zu entwickeln. Stattdessen geben sie sich größte Mühe “There is no alternative!” zu bestätigen. Warum wählen, wenn es keine Wahl gibt?

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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