“Stimmung” gar nicht “gekippt”?

Von , am Freitag, 2. September 2016, in Medien, Politik.

Für die FAZ-Herausgeber gibt es seit Monaten nichts Wichtigeres als Merkel endlich loszuwerden. Und die Flüchtlinge gleich mit. Heftig haben sie daran gearbeitet. Immerhin ist die AfD dabei herausgekommen, “Rosemary’s Baby”. Wie es diesbezüglich – zum Vergleich – bei der “Zeit” zuging, hat Stefan Niggemeier hier ausführlich analysiert (Achtung: nach einigen Gedankengängen kommt eine Paywall, zumindest für einige Tage). Aber es gibt selbst bei der FAZ mutige Guerillas in der Redaktion. Einer muss diese Meldung über eine Umfrage der Evangelischen Kirche ins Blatt geschmuggelt haben.

Natürlich ist diese, wie alle Umfragen, interessengeleitet. Ich identifiziere mich in diesem Fall mit diesen Interessen. Bemerkenswert an dieser Umfrage scheint mir zu sein, dass sie nicht nur mit Suggestivfragen Ansichten und Stimmungen ermittelt, sondern nach Lebenspraxis fragt. Diese Ergebnisse sind offensichtlich. Die “Stimmung”, die in Politkreisen und veröffentlichter Meinung verbreitet wurde und wird, entspricht nicht der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Wer praktische Flüchtlingsarbeit leistet, hat überhaupt keine Zeit, sich mit propagandistischem Stimmungverbreiten zu beschäftigen.

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