Hierzulande winden sich Regierung und Konzerne unter Schmerzen, wie sie mit den völkerrechtswidrigen “Sekundärsanktionen” der USA umgehen sollen, die sie bedrohen, wenn sie Iran-Geschäfte machen. “Der Chinese” wird darüber still in sich hineingrinsen. Globale Marktführerschaft in der solaren Energieerzeugung, beim Eisenbahnbau, beim Kanalbau. Was soll da bei der Welteroberung noch schiefgehen?
Also wurde soeben eine neue Eisenbahnverbindung von China in den Iran eingerichtet.
Und durch Thailand wird ein neuer Kanal geplant, der die Strasse von Malakka, nicht nur durch Piraten ein wachsender Konflikt- und Problemherd, das aktuell grösste Verkehrsproblem der globalen Schifffahrt, entlasten soll. Chinesisches Kapital soll auch im “Hinterhof” der USA den höchst umstrittenen Nicaragua-Kanal bauen, der dem Panama-Kanal Marktanteile streitig machen soll.
Über das chinesische Kapitalismusmodell und seine ökologischen Folgen muss unbedingt mehr öffentlich diskutiert und gestritten werden. Immanent betrachtet muss aber auch den Dümmsten auffallen, dass es intelligenter vorgeht als die Konkurrenz. Es ist sogar ähnlich aggressiv, in ökonomischer Hinsicht, aber mit weniger Schlagseite zu militärischen Bedrohungen und Kriegshandlungen – und darum immer erfolgreicher.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net