Sibylle Berg / China / Katar / Malaysia / Verschwörungen

Von , am Sonntag, 27. Mai 2018, in Lesebefehle, Politik.

Den politischen Satz des Wochenendes formulierte Sibylle Berg in ihrer Spiegel-online-Kolumne. Es ist dieser: “Viele, die in allen politischen Anschauungen jenseits von nationalistisch-rechtsaggressiv zu Hause sind, haben das Gefühl, dass es keine Mehrheit der liberalen, demokratischen Kräfte gibt, die in der Lage wären, sich untereinander zu solidarisieren.” Solidarität erlernen: was ist das? Wie geht das? Ohne das geht nichts. Was haben die linksliberalen Parteien und Organisationen da zu bieten?
Georg Blume, einst für die taz in Ostasien, dann bei der Zeit, und jetzt Bergs Kolumnenkollege, hat sich eine eigene fachkundige Meinung bewahrt, hier zu Merkels China-Besuch.
Katar wird von “uns” mit Kampfflugzeugen überhäuft. Vielleicht ist es das, was den saudischen Kronprinzen so empört, dass er bei deutschen Konzernen nichts mehr kaufen will. U.U. will er dieses steinreiche Nachbarmini-Emirat in Kürze überfallen, weil es nicht iranfeindlich genug ist, sondern sich mit dem friedlich ein extrem wertvolles Gasfeld teilt. Katar kann sich kaum sicher fühlen, mit dem Hauptquartier der US-Navy für den Nahen Osten in seinem Hauptstadthafen Doha. Was kann alles passieren, wenn dem mächtigsten Mann der Welt der Hamburger nicht geschmeckt hat oder das Fox-TV-Programm zu schlecht war? Dann kann der Emir sein Emirat schnell verlieren, noch vor der WM 2022.
Wissen Sie auch nicht, was jüngst im Tigerstaat Malaysia passiert ist? Da war eine Wahl mit Machtwechsel. Der Ex-Präsdent hat seinen Nachfolger gestürzt. Wolfgang Pomrehn bei telepolis kann uns weiterhelfen.
Kai Köhler setzt sich in der Jungen Welt mit Verschwörungen und den damit verbundenen Theorien auseinander, inhaltlich ähnlich, aber strenger und stringenter, als ich es vor längerer Zeit im Freitag getan habe.

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