Es gab mal einen Torwart von Werder Bremen, einer aus der Lauterer “Ehrmann-Schule” (das sind die “Männersport”-Ideologen in der Torhüterausbildung) – Namen hab’ ich vergessen, die rosa Trikots dagegen nicht – der ist furchtbar in die Wrestlingszene abgestürzt, Parkplatzschlägereien inkl., vermutlich weil er nicht mit Geld, und nicht mit sich selbst umgehen kann. Er muss es ziemlich ungerecht finden, dass im Vergleich dazu einer wie Sergio Ramos zur kommenden WM aufgeboten wird, und Weltmeister werden kann. Als der noch in Madrid war, soll er in der Mannschaft der beste Freund von Mesut Özil gewesen sein. Machen Sie sich selbst einen Reim draus.
In Barcelona ist der Sachverhalt bestens bekannt. Und in einem unabhängigen Katalonien würde er gewiss sofort verhaftet. Das letzte Champions-League-Finale der kriminellen Vereinigung Uefa durfte er fast alleine entscheiden. Ein Catcher-Griff gegen den besten Spieler des Gegners, plus Kampfunfähig-Machen des gegnerischen Torwarts – so macht mann einen Pokalgewinn klar.
Sowohl in der Uefa als auch in den spanischen Fußballwettbewerben ist es so gewöhnlich, wie bei uns mit dem Fußballkozern aus dem süddeutschen Raum: es wird so lange nachgespielt, bis sie ein entscheidendes Tor gemacht haben; Platzverweise für Tätlichkeiten und Körperverletzungen sind für Spieler wie Ribery und Ramos kein Teil des Regelwerks. Aus Gründen der ökonomischen Planungssicherheit muss sichergestellt werden, dass am Ende immer Dieselben gewinnen.
Sport ist was Anderes. Da würden solche Gewalttäter nicht zugelassen.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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