Gestern verzehrte ich mal wieder einen Solidaritäts-Erdbeerbecher (mit einmal 80%-Schoko dabei) bei Olivotti. Die waren noch vor mir in Beuel; ohne sie könnte ich mir unseren Stadtteil nicht mehr vorstellen. Solidaritätsverzehr, weil ich sie vor der Franchise-(gesprochen: Fränscheiss!)-Ketten-Konkurrenz 20 Meter weiter schützen wollte. Das hat nun auf ganzer Linie geklappt.
Denn gestern war zu sehen, wie Handwerker den “Gebäudeteil C” des Beueler Rathaus-Anbaus leerräumten. La Luna aus Geseke hat aufgegeben. Nach dem, was mir zu Ohren gekommen ist, wollte die Vermieterin, der Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life, sie raus haben. Wenn das stimmt, müssen wir wohl daraus schliessen, dass er lukrativere Mietinteressent*inn*en gefunden haben muss. Ob das Gutes ahnen lässt, muss bezweifelt werden.
Gestern war mein Gefühl, dass die weitläufige schattenfreie unbegrünte Betonplattenfläche vor unserem Rathaus, formschön von allem Leben freigeräumt, wie sie die weitsichtige Mehrheit der Beueler Bezirksvertretung gemeinsam mit der Karnevalslobby haben wollte, ein geeigneter Standort für eine Spiegeleierbraterei wäre. Öfen und Energiezufuhr wären hier nicht erforderlich.