Merkel an Bonns MdB Dörner: Frauenanteil muss höher

Von , am Freitag, 8. Juni 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Was mag Wladimir Putin wohl damit bezwecken? Wenn ich mit einer kalifornischen Suchmaschine nach einem Video der Bundestagsfragestunde mit Bundeskanzlerin Merkel suche, dann bekomme ich als ersten Treffer ein von “RT deutsch” (RT für “Russia Today”) hochgeladenes Video auf einer mit der Suchmaschine verschwesterten Videoplattform angezeigt. Was haben die sich dabei wohl gedacht? Stecken die Russen und die Kalifornier unter einer Decke? Und welche Rolle spielen die Bundeskanzlerin und der die Bildrechte verwaltende Bundestag mit seinem Präsidenten Schäuble?
Nach meinem oberflächlichen Eindruck scheint das Video dennoch “echt” zu sein. Ab Minute 1:03:30 wird eine Frage der Grünen Abgeordneten Katja Dörner aus Bonn aufgerufen. Die Körpersprache von Frau Merkel wirkt bereits etwas gestresst, die Frage scheint sie wieder zu entspannen. Die Damen kennen und schätzen sich aus den Jamaika-Verhandlungen. Bei Merkel-eigener Abneigung wäre ein kurzes Dozieren über Gewaltenteilung zu erwarten gewesen. Diesen “Ausweg” hatte Dörner aber bei ihrer Frageformulierung bereits verstellt. In ihrer Antwort erklärt Merkel, mit eingestreuten tiefgefrorenen Witzchen in Richtung ihrer eigenen Fraktion, ihre Bereitschaft, parteiübergreifend darüber zu sprechen, wie auch bei über Direktwahlkreise errungenen Mandaten der Frauenanteil im Bundestag erhöht werden könne.
Auch Isabel Schayani (WDR) hat der Bundeskanzlerin gut zugehört. Demzufolge will sie den Frauenanteil auch unter den Abschiebungen nach Afghanistan erhöhen. So vielseitig ist unsere Regierungschefin.

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