Bild und Erdogan – Hand in Hand

Von , am Samstag, 28. Juli 2018, in Medien, Politik.

Die Ausbürgerer von der sogenannten Zeitung mit den wenigen aber dafür grossen Buchstaben treiben Erdogan emsig die Schäfchen zu. Rainer Hermann/FAZ beschreibt, wie harmonisch das funktioniert. Mögen es auch viele seiner Redaktionskollegen lesen.

Ahmet Sik

Irfan Aktan/taz porträtiert den neugewählten türkischen Parlamentsabgeordneten Ahmet Sik (HDP). Er wird selbst von Erdogans abhängiger Justiz verfolgt. Die allerdings ein unklösbares Problem hat: als Gülen-Anhänger ist er nicht diffamierbar. Denn seine Verfolgung begann damit, dass er ein Gülen-kritisches Buch veröffentlicht hatte – als Erdogan mit dessen Organisation noch das Bündnis pflegte. Alles erinnert an die “Familien” in den besten Coppola-Filmen, nur die Kostüme müsssten ausgetauscht werden, und die religiösen Symbole an den Wänden.

Rheinische OBs von Wirkung überwältigt?

Jochen Hilgers/wdr5 (nicht online) berichtete heute morgen, die Presseämter der rheinischen OBs seien vom öffentlichen Echo auf ihre wohltuende Erklärung “überrascht” worden. Die Damen und Herren haben Naika Foroutan nicht gelesen. Sonst wüssten sie, dass eine viel grössere Gruppe als die AfD-Wähler*inn*en nun schon seit Jahren nach politischer Repräsentanz in der öffentlichen Debatte dürstet: die Millionen Menschen, die sich hierzulande für Flüchtlinge einsetzen.

“BAMF-Skandal” löst sich heimlich in Luft auf

Diese Millionen wissen sehr genau, was andere zu ignorieren trachten (auch dabei von der sog. Zeitung am Nasenring geführt): dass der “BAMF-Skandal” eine seifenblasenähnliche politische Inszenierung war, für die wir Horst Seehofer durchaus rechtschaffen hassen und in den nur geringfügig verdienten Ruhestand schicken dürfen. Und herrjeh, in diesem Einzelfall haben wir eine Interessenidentität mit Markus Söder und Alexander Dobrindt. Also noch mal zweifeln? Die Lösung: SOFORT, und nicht erst nach der bayrischen Landtagswahl. Wahlweise kann ihn Frau Merkel ja auch entlassen (Richtlinienkompetenz)!.

Hier eine Ursache zum Ins-Schlauchboot-Setzen – danke Frankreich, danke Bundeswehr

Ich glaube es ja nicht, dass Sie sich das noch ernsthaft fragen: aber wenn Sie wissen wollen, warum sich Menschen in Schlauchbooten auf dem Mittelmeer in Lebensgefahr begeben, dann lesen Sie mal hier. Und beachten Sie das Detail mit dem französischen Militär, “gleich nebenan” in Mali ist auch die Bundeswehr dabei.

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