Jan Christian Müller/FR zeigt weiter Erbarmen mit DFB-Chef Grindel, hier und hier. Mittlerweile ist die Beraterbranche in die öffentliche Debatte geraten, gut so, hier hatte ich sie angestossen, Extradienst-Leser*innen wissen ein paar Wochen früher Bescheid, aber gut, dass es sich ausbreitet. Alles kommt raus. Die beteiligten Sportredaktionen sollten mit dem Finger-darauf-zeigen nur vorsichtig sein, denn sie sind Teil des Problems. Ulrich Horn, kein Fußball-Fan oder -Experte, aber NRW- und Ruhrgebietskenner, hat einen angemessen erbarmungslosen Gesamtüberblick gewonnen und hier geliefert.

#metoo – WDR und China

Das gilt auch für Kai-Hinrich Renner, der uns den Wasserstand der #metoo-Affäre im WDR meldet. Ich kenne einige Namen von Beschuldigten, die Renner nicht nennt. Ich leite daraus ab, dass die Persönlichkeit, die uns vor die bühnengleiche Kamera tritt und die wir auch aus öffentich-politischen Zusammenhängen kennen (und schätzen), und die Persönlichkeit, wie sie im Alltag arbeitet und mit Kolleginnen umgeht, sich erschreckend stark unterscheiden können. Meine Einschätzung, dass #metoo eine globale, system-, klassen- und kulturübergreifende Problematik ist und Bewegung wird, bestätigt sich sogar in China. Dass es zuerst bei scheinbar fortschrittlichen NGOs öffentlich auftritt, kann, positiv gesehen, ein gutes Zeichen sein, dass die zuerst mit einem inneren Klärungsprozess beginnen, der sich hoffentlich gesellschaftlich ausbreitet.

Saudis haben keine Lust zu arbeiten

Die Sauds sind böse mit dem deutschen Grosskapital, das nichts gegen die öffentlichen kritischen Diskussionen hierzulande unternimmt. Solche Artikel, wie von Martin Gehlen/FR, dass die Sauds alle zu faul zum arbeiten sind, und das lieber ausländische Sklav*inn*en machen lassen, die dürften gar nicht erscheinen.

Streng beschützt – unsere Geheimdienste

Hierzulande dürfen sogar Geheimdienste kritisiert werden, nicht nur von mir in diesem unwichtigen Blog, auch von Extradienst-Autor Helmut Lorscheid bei telepolis; während ich gar nix zahle, zahlen die wenigstens ein bisschen. Wie viel fehlt noch, bis das verboten wird?

Wie bei uns – Pakistans wichtige Probleme interessieren im Wahlkampf nicht

Bei telepolis erfahren Sie auch von Gilbert Kolonko, warum der Wahlausgang in Pakistan, leider, ziemlich egal war.