DLF-Perlen: Midlife-Crisis, AFD-Finanzierung, Bialobrzeski

Von , am Sonntag, 12. August 2018, in Hörbefehl, Lesebefehle, Medien, Politik.

Wussten Sie das? Ich nicht. Die “Entdeckung” der Midlife-Crisis und ihre Platzierung in den öffentlichen Diskurs hatte einen feministischen Analyse-Hintergrund. Und es waren in den 70er Jahren die Jungs vom Spiegel, die, als sie das Thema in der BRD etablierten, alles komplett umdrehten und zum Männerthema machten. Wie Männer halt so sind: hemmungslos in der Nutzung von Macht. Die besass der Spiegel damals noch. Vieles war früher schlechter als heute. Susanne Schmidt, Historikerin an der FU Berlin klärte heute darüber auf. Ein bisschen spät vielleicht. Aber sie konnte nicht früher, kam ja erst 1988 auf die Welt. Wie wurde das so lange dichtgehalten?
Das deutsche Parteiengesetz hat offene Scheunentore, wenn es den Parteien darum geht, ihre Finanzflüsse zu verschleiern. Die Scheunentore sind so gross, dass auch die AfD sie schon alle kennt. Kapital geniesst gegenüber Menschen im Kapitalismus eben immer die grössere (Bewegungs-)Freiheit. Im Grundgesetz war das so nicht vorgesehen. Jetzt müssten die Parteien, die von diesen Lücken profitieren, diese schliessen. Werden sie das tun? Nur wenn wir sie zwingen. Oder das Bundesverfassungsgericht.
Der schwer aussprechbare Name Bialobrzeski gehört einem in Wolfsburg aufgewachsenen Fotografen namens Peter, nach Auskunft von Rolf Sachsse “ein Guter”. Er wurde heute in der konkurrenzlos gut betreuten und gestalteteten Sendereihe Zwischentöne porträtiert.

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