Das Einsickern von Rassismus und Faschismus

Von , am Sonntag, 12. August 2018, in Lesebefehle, Politik.

Vorurteile werden Gewissheiten (Rainer Trampert)

Dass der Boss des deutschen Inlandsgeheimdienstes die Bossinnen und Bosse der AfD persönlich berät – nun ja, wir waren nicht dabei – zum persönlichen Gespräch trifft, und das nicht an mehr oder weniger wichtige Untergebene (Beamte, V-Leute, da hat er ein breites Spektrum zur Verfügung) delegiert – was sagt uns das? Das ist – noch – Spekulation.
Wie sich faschistische Bewegungen in den USA organisieren, das ist keine Spekulation mehr. Es spielt sich immer mehr öffentlich ab. Frauke Steffens/FAZ berichtet darüber. Die Zahl der weissen US-Amerikaner*innen, die einem “weissen Opferdiskurs” anhängen sollen, entspricht prozentual ziemlich genau dem AfD-Ergebnis bei der letzten Bundestagswahl.
Rainer Trampert analysiert in der jüngsten Ausgabe der Jungle World die Systembedingungen, die den heutigen Faschismus hervorbringen und stark machen. Seine Schlussfolgerung “Arbeitslose müssten … tun, was Erwerbstätige ihnen unterstellen.” werde ich mir merken.
Rüdiger Suchsland/telepolis erklärt am Begriff es “Gefährders”, dass die konservative Mitte das Problem ist. Sie ist die Nahtstelle, an der sich entscheidet, ob Faschismus isoliert und marginalisiert wird, oder einsickert und stark gemacht wird. Die Sicherheitsbehörden und -industrie sind dabei, s.o., Teil des Problems, nicht der Lösung. Gut, wer China Konkurrenz machen will, ist hier natürlich auf dem richtigen Weg …

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