Vom Sudan wissen die meisten, dass der Nil durchfliesst, und dass es dort ziemlich heiss sein muss. Besserinformierte wissen immerhin, dass es dort eine irgendwie islamische/islamistische Regierung gibt. Nur noch wenige wissen, dass es mittlerweile zwei Sudans gibt – ein Südsudan hat sich/wurde abgespalten. Gegen den Präsidenten des Nordrest-Sudan wurde sogar international prozessiert. Doch ohne grosses öffentlichen Aufheben drum zu machen, hat die Bundesregierung längst die Beziehungen zu dessen Regierung verbessert. Ihm wurde die Aufgabe zugedacht, die andernorts (Libyen) eine kriminelle Vereinigung namens “Küstenwache” erledigt: Flüchtlinge aufhalten und festsetzen.
Welche Diktatorenregierung ärmerer Länder kann da widerstehen, wenn es gut bezahlt wird? Jetzt ist nur was ganz Blödes dazwischen gekommen: die Menschen im Sudan artikulieren ihre Unzufriedenheit mit ihrer Regierung. Das Leben im Land ist schlecht, und die Ernährung auch. Das führt zu Kopfschmerzen bis in Berlin. Lesen Sie hier und hier (letzter Link wird in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv verschwinden).

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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