Zum 1.Mai: Kinder und Kapital

Von , am Dienstag, 30. April 2019, in Hörbefehl, Lesebefehle, Politik.

Brauchen Sie noch Motivation für einen kämpferischen 1.Mai? Kann ich liefern.
Beachten Sie zunächst, was das Vereinsblatt des deutschen Kapitals, die FAZ im Finanzressort von der US-Börse meldet. Einer Untersuchung der Ökonomen Daniel L. Greenwald, Martin Lettau und Sydney C. Ludvigson zufolge ist der wichtigste Treiber der Aktienkurse seit 1989 die Ausbeutung der arbeitenden Menschen, die Umverteilung zu ihren Lasten sowie die Schwächung ihrer Gewerkschaften. Würde mich nicht wundern, wenn die FAZ das im Laufe des Tages noch hinter ihrer Paywall versteckt.
Da ist es nur ein klitzekleiner Reparaturversuch, wenn der von einem ehemaligen Bonner Grünen geleitete Verbraucherzentralen-Bundesverband den Staat auffordert, den privaten Versicherungskonzernen ihr unseriöses Geschäft mit unserer Altersvorsorge (“Riesterrente”) wieder wegzunehmen. Richtig so, weiter so.
Nun zu den Kindern. Cornelius Oettle beleuchtet den gesellschaftlichen Umgang mit der Problemgruppe der Milliardärskinder. Immer schlimmer entwickelt sich ihr asoziales Verhalten, eine Gefahr für die Stabilität unserer ganzen Gesellschaft. Nicht erklären kann ich mir, warum die taz das statt auf der Titelseite ganz hinten in ihrem Satireressort platziert hat.
Das andere Ende brachte heute im DLF-Magazin “Europa heute” Sandra Pfister zu Gehör. Anlässlich der Ausstellung einer Fotografin schildert sie die Lebensbedingungen von Kindern in der Weltkapitale des Grosskapitals London. Leider zeigt die DLF-Homepage hierzu keine Bilder. Hören Sie sich das an. Wenn Sie dann noch nicht kämpferisch gestimmt sind, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

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