Putin bei MBS

Von , am Montag, 14. Oktober 2019, in Medien, Politik.

Die Kriegsnachrichten
Rundherum gut informieren die Kolleg*inn*en von telepolis über all die schlechten Nachrichten.
Wladimir Putin besucht Mohammed Bin Salman (MBS), den Eskalationskunden der US-amerikanischen und europäischen Waffenindustrie. Der Kerl wird schlau genug sein zu wissen, dass alle nur sein Geld wollen. Auch der andere Grosskunde, Muhammad bin Zayid Al Nahyan (MBZ, Vereinigte Arabische Emirate), wird von Putin beehrt. Er ist halt im Umgang mit superreichen Oligarch*inn*en aussergewöhnlich gut ausgebildet. Es wäre nicht überraschend wenn eines Tages im Kalten Krieg von heute enthüllt würde, er habe das “Ibiza-Video” der Österreicher als billiges Entertainment selbst in Auftrag gegeben. Wir wissen doch seit Adenauer: alle Wege führen nach Moskau.
Elke Dangeleit berichtet, wie Erdogans Truppen die Kopfabschneider freischiessen. Erdogan steht in einem harten Wettbewerb mit MBS, wer der Superheld der islamistisch-dschihadistischen Welt ist.
Und Thomas Pany lässt das Macron-Regime weit älter aussehen, als ich es heute morgen noch gesehen habe.
Diese Art informierender Journalismus ist keine hohe, und auch keine teure Kunst. Telepolis-Chefredakteur Rötzer unterhält eine gutes Netzwerk sprach- und lesekundiger Mitarbeiter*innen, die meisten bitterlich schlecht bezahlt. Das, was sie schreiben, ist in der Regel auch der Bundesregierung und den sie eskortierenden Hauptstadtmedien bekannt. Aber die halten uns mit Hintergrundinformationen kurz. Vielleicht, weil sie glauben, die Mehrheit der Öffentlichkeit sei zu doof, das zu verstehen? Warum springen sie immer unter der von telepolis nicht sonderlich hoch gelegten Latte durch? Wenn Sie es wissen, schreiben Sie es mir. Denn mir fallen dazu immer nur Verschwörungstheorien ein.
Zur Vertiefung, nie tagesaktuell, aber immer gut informierend über Strukturen von Politik, Macht und Diskurs, empfehle ich ausserdem die Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) – finanziert aus dem Bundeskanzleramt, aber erfreulich transparent in ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

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