Der Tweet des Tages geht an die Kollegen von seitenwahl: “Solche Tore wie das tolle 1:0 der #Fohlenelf von Thuram auf Vorlage Embolo wären übrigens nicht möglich, wenn rassistische Unmenschen wie Höcke in Deutschland das Sagen hätten. #noNazis #noAFD #BMGSGE”.
Nach dem 9. (von 34) steht Borussia Mönchengladbach immer noch an der Spitze der Fußballbundesliga. Prognostisch sagt das nichts (Gladbach hat 19 Punkte; der Klassenerhalt ist erst mit 40 sicher). Aber Zufall ist es auch nicht (mehr). Heute wurde die am vorigen Spieltag noch spielstärkste Mannschaft Eintracht Frankfurt 4:2 geschlagen. Jeder dritte Torschuss war drin. Stadion voll (anders als in den Ministadien der Konzernbetriebsmannschaften). Ein Fußball, wie ihn Fußballfreund*inn*e*n gerne sehen. Eine Mannschaft und Verein, in denen es auch (immer) Probleme gibt – aber nicht so intrigenzerfressen wie an Fußballstandorten mit viel was-mit-Medien-Betrieb.
Die Pointe der Tabelle dieses Spieltages ist, dass Borussia Mönchengladbach und der SC Freiburg den Konzernteams zeigen: Kapital ist mittel- und langfristig eine notwendige Bedingung. Aber keine hinreichende. Weil es (noch) Sport ist.
Am So. 1.12. 15.30 h kommt der SC Freiburg zum Spitzenspiel in den Borussia-Park.
PS für Unkundige: Monsieur Marcus Thuram ist Franzose, sein Vater war 1998 Weltmeister; Herr Breel Embolo ist Schweizer.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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