Klatschnass im Wartehäuschen

Von , am Donnerstag, 5. Dezember 2019, in Beuel & Umland, Medien.

Wundersame Bahn XLI
Wer Bus und Bahn fährt, muß auch schon mal umsteigen und vor allem in Bonn auch ganz oft warten. Für diese Wartezeit gibt es Wartehäuschen, das waren früher mal Bauten mit Mauern aus richtigen Steinen und einem Dach drauf. Später gab es ähnliche Konstruktionen aus Glas oder Kunststoff und Metall. In der Bonner Innenstadt stehen heute kleine schicke Bauten aus Glas. Nur das diese Dinge vor nichts mehr schützen, weil sie so gebaut sind, dass es zieht und man darin nass wird. Bei Starkregen wird man darin sogar klatschnass.
Weil das so ist, schrieb ich an die SWB und beschwerte mich über diese Glasdinger, deren Wände gut 10 cm oberhalb des Bodens beginnen, aber auch oben zum Dach hin eine Lücke von fast 20 cm aufweisen. Wenn der Regen oder Hagel nicht senkrecht vom Himmel fällt, sondern etwa durch Windböen seitlich auf die Lücken treffen, werden die Wartenden nass.

Ich schrieb an das Verbesserungsmanagement der SWB: “…das Wartehäuschen an der Bushaltestelle Bertha-von-Suttner Platz in Richtung Stadthaus ist vom Design sicher ganz schön – aber leider unsinnig konstruiert. Es sei denn, die SWB hätte als Ziel, die Fahrgäste zu ärgern. Es schützt vor nichts, weder vor Regen, noch vor Wind noch im Sommer vor der Sonne. Es hat so viele und große Lücken, dass es in allen Ecken zieht und es regnet von oben bzw. auch seitlich auf die Sitzbank.”
Die Antwort kam von einer dortigen Mitarbeiterin, die ihren ganz eigenen Humor zum Ausdruck brachte und mir folgendes antwortete:
“Es ist sehr bedauerlich, dass Ihnen die Dächer nicht gefallen am Bertha-von-Suttner-Platz. Hier wäre es überhaupt nicht möglich, niedrigere Dächer anzubringen, da die Bahnen bzw. die Stromabnehmer ja daran vorbei müssen. Zudem liegt der BvSP in einer Schleuse, wo immer ein sehr starker Wind herrscht. Dort ist es nicht möglich diese Haltestelle wind- und regenfrei zu bauen. ..”
Interessant: ich hatte mich über das Buswartehäuschen beschwert und zeigte mich nun verwundert, dass dort Bahnen fahren, die Stromabnehmer benötigen. Vielleicht wäre es besser gewesen, erst mal meine Fragen richtig zu lesen. Aber sie soll eine zweite Chance bekommen. Ich werde ihr noch mal schreiben. Dieses Beispiel zeigt noch mal deutlich, wie ernst die SWB Beschwerden aus ihrem Kundenkreis nimmt. Sie gehen ihr offenbar irgendwo vorbei. Ein weiteres Argument für eine direkte Vertretung der Fahrgäste in den der Aufsichtsgremien der Verkehrsbetriebe – und Verbünde.

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