weiter unten: Wald- und Buschbrände in Afrika
Ist denjenigen, die die EU als Weltmacht neben den USA und China aufrüsten wollen, was durchgerutscht? Oder tarnen sie sich nur für die Nationalismus-Nachfrage in der Öffentlichkeit? Sind die scheinbaren Konflikte mit dem Trumpregime also nur Inszenierung? Ich vermute, ohne mit einer rüstungslobbyistischen Seite zu sympathisieren, dass es schlicht auch unter den Herrschenden in der EU Interessen-Widersprüche gibt. Folgendes deutet darauf hin:
Malte Daniljuk, im Hauptberuf Linken-Mitarbeiter, berichtet über gleich mehrere von der EU subventionierte LNG-Terminalplanungen, die keinen wirtschaftlichen Sinn ergeben, wohl aber einen geostrategischen für die USA und ihre besten Freund*inn*e*n in Europa.
Zur Vervollständigung dieses Bildes gehören die Gas-Strategien des Erdogan-Regimes und der übrigen Anrainer im Östlichen Mittelmeer, mit (tödlichen) Auswirkungen bis nach Libyen.

Australien brennt – Afrika noch mehr

Das weltweite Medieninteresse an den Bränden in Australien ist gross und berechtigt. In Afrika läuft dagegen keinerlei Weltpresse frei rum. Brennen tuts da aber auch. Schon immer, also nichts Neues. Einerseits. Andererseits soll ja selbst die Sahara mal ein Grüngebiet gewesen sein. Und fungiert heute, zusammen mit dem Mittelmeer, als von der EU in Betrieb gehaltene Guillotine für ungezählte Migrant*inn*en. Landwirtschaftsexpertin Susanne Aigner berichtet und zeichnet ein in meinen Augen höchst ambivalentes Bild, das jedenfalls nicht aus der globalen Wahrnehmung der Klimapolitik ausgeblendet werden kann.