USA oder Südkorea?

Von , am Sonntag, 22. März 2020, in Beuel & Umland, Politik.

Der Russe ist brutal. Mit sicherem Gefühl für politische Pointen landet er ein “Treffer – Versenkt!” gegen die EU: er hilft Italien. Beschämender geht es nicht. Überlebende werden es ihm danken.
Demokratien, das erweist sich in Krisen, können sehr verschieden sein. Und jede*r wird ihre Fehler und Mängel jeweils anders gewichten. Es wäre gut, wenn solche Verschiedenheiten jetzt nicht unter die Räder geraten, sondern öffentlich diskutiert werden können. Dazu hier ein weiterer Versuch.
Aus einem imaginierten Kellerloch in New York City meldet sich der Schriftsteller Joshua Cohen in der FAZ.. Er schreibt, was aus der US-Öffentlichkeit in seinen Keller dringt. Lesen Sie dazu auch die politische Analyse von Mike Davis/taz, der bereits die Katrina-Katastrophe 2005 in Lousiana, wenn der Begriff in diesem Zusammenhang erlaubt ist, brillant analysiert hatte. Etwas mehr über die aktuelle Strategie des Trump-Regimes weiss natürlich Frauke Steffens/FAZ. Mein küchenpsychologisches Gefühl ist, dass der instinktsichere Trump tief in sich drin die Gefahr ahnt, die seiner Präsidentschaft hier droht.
Ein gänzlich anderes Modell des Umgangs mit der Pandemie, anders als bei Trump, anders als hierzulande, nicht genau so, aber näher an China, praktiziert Südkorea. Unsere Stadt steht besonders beispielhaft dafür, dieses Land nicht zu verstehen und dort gar nicht erst zu recherchieren: die Älteren werden sich an eine Betrugsfirma “SMI Hyundai” und eine “betrogene” Oberbürgermeisterin Dieckmann (SPD) erinnern, die gemeinsam um ein Haar nicht nur die Finanzen der Stadt sondern auch das WCCB versenkt hätten. Aber das ist ein anderes Thema. Schon damals zeigte sich die Ignoranz des deutschen Bauchnabels. Sollte sich das in dieser weit grösseren Krise wiederholen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.