Fußballoligarchie
Als Andreas Zumach gestern seinen Text zur Luxus-Quarantäne in der Schweiz lieferte, dachte ich unwillkürlich, dass sie sich dort jetzt wohl alle aufhalten: die Fußballoligarchen, die sich mit Händen und Füssen gegen die Wirklichkeit hier draussen wehren. Schliesslich ist die Schweiz Sitz aller grossen Fußball- und Olympia-Mafiaorganisationen. Dort verbindet sich Steuervermeidung mit Diskretion und “kooperationsbereiten” Justizbehörden.
Fußball in Deutschland ist ein bedeutendes Entertainment-Geschäft. Aus diesem Blickwinkel ist es unterhaltsam wie absurdes Theater, was die Herren derzeit öffentlich nachdenken. Der inoffizielle Pressesprecher der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, Freddie Röckenhaus/SZ, scheint sich noch einen Rest an Wirklichkeitswahrnehmung erhalten zu haben, ein weitgereister Journalist, die bei seinem westfälischen Landsmann Karlheinz Rummenigge gänzlich abhanden gekommen ist (das Originalinterview in der FAZ ist hinter Paywall, die SZ lieferte freundlicherweise eine Zusammenfassung).
Naja, die armen Fußballsuperreichen haben halt Vollstress. In Rummenigges Herrschaftsbereich sollen, nach Berichten aus Spanien, die Herren Beckenbauer, Neuer, ter Stegen, Alaba sowie deren Berater eifrig übereinander herfallen. Medien heizen das begeistert an, weil es ja sonst nichts zu berichten gibt.