Michael Staack, in seiner Jugend nicht nur Mitarbeiter des linksliberalen BundestagsaltersprĂ€sidenten William Borm, sondern auch Landesvorsitzender der Jungdemokraten in Niedersachsen, macht in der FAZ auf ein wichtiges Buch zum Iran aufmerksam: Azadeh Zamirirad: Irans Atomdiskurs. Autorin Zamirirad ist stellvertretende Forschungsgruppenleiterin bei der Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Politik (SWP).
Die SWP glĂ€nzt seit Jahren unter der GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Volker Perthes, der in den 80ern NRW-Landesvorsitzender der Jungdemokraten war, durch eine transparente Publikationspolitik. Jede Bundestagspartei zollt ihr Respekt fĂŒr ihre wissenschaftliche Arbeit und Beratung. Frau Zamirirad war mir schon mehrmals durch klare Analysen und klare Aussprache positiv aufgefallen. In einem SZ-Interview vor wenigen Monaten, nach dem US-Mord an Irans General Suleimani, kritisierte sie deutlich und kompetent die EU-Politik gegenĂŒber dem Iran (und den USA). Ob Illegalisierung der Hisbollah in Deutschland vor wenigen Tagen in diesem Zusammenhang eine gute Idee war – darĂŒber darf gewiss gestritten werden. Staacks FAZ-Besprechung zufolge hat Zamirirad nun eine exzellente Analyse der politischen KrĂ€fteverhĂ€ltnisse innerhalb des Iran vorgelegt. Dabei komme sie zu dem Schluss, dass Joe Biden noch eine Chance habe, das Atomabkommen, und damit den Nichtkriegszustand im Nahen Osten zu retten.
Das wĂ€re die einzige Chance zur Entwicklung demokratischer Bewegungen – und ganz langfristig vielleicht sogar fĂŒr Frieden. Hallo Berlin (wo ist Maas?): hört auf Azadeh Zamirirad!