In Frankreich waren Kommunalwahlen. Erster Wahlgang mitten in Corona (Mitte März), zweiter Wahlgang dann vor Schreck verschoben, hat nun diese Woche auch stattgefunden. Wie üblich sind Wahlberichterstattung aus dem Ausland in deutschen Medien grob oberflächlich und kaum informativ, dafür aber immer mit einem gewünschten Spin versehen. Ausser Bernhard Schmid/telepolis.
Kennzeichen von Faschist*inn*en sind ihr apokalyptisches Denken, in der Konsequenz ihre Vernichtungs- und Todessehnsucht als Triebkraft. Ist es am Ende nicht so, dass Trump und Bolsonaro mit ihrem Beharren auf ihnen zujubelnden Massenveranstaltungen und ihrer abstrusen Corona-Politik am Ende “ihre eigenen Leute” umbringen? Leider stimmt das nicht, es ist schlimmer. Alle weltweiten Statistiken zeigen, dass die Todesopfer quantitativ von solchen Menschen bestimmt sind, die den schlechtesten ökonomischen und sozialen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben bzw. hatten. In Italien und Spanien waren das z.B. Bewohner*inn*en von Altersheimen, die von ihren prekären Pflegekräften bereits angstvoll verlassen waren. In den USA sterben von denen die meisten, die gar keine Krankenversicherung haben. Trump und Bolsonaro mögen das Leben ihrer Zujubler*innen bewusst aufs Spiel setzen, die darwinistische Auslese des Virus tötet vorzugsweise die, die der Faschismus als Opfer rassistischer Auslese vorsieht.
Eine aufschlussreiche Reportage zu Faschistinnen bei den Faschisten gabs heute morgen im Wochenendjournal des Deutschlandfunks (Audio 50 min.).