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Verkehrspolizei zur “Rheinlust”!

Nein, es ist nicht wegen LĂ€rmbelĂ€stigung der betuchten Anwohner*innen. Wohnungen unter 1 Mio. € gibt es dort nicht mehr zu kaufen. Es geht um den ĂŒberbordenden Verkehr. Auf dem Weg dorthin passierte ich die Engstelle am Bahnhöfchen. Ein Rennfahrer im Trainingsmodus kam mir entgegen, nachdem ich kurz zuvor ein Kleinkind auf seinem Kinderfahrrad passiert hatte. Sekunden spĂ€ter keine spitzen Schreie – es muss ĂŒberlebt haben.
An der BrĂŒcke traf ich Karl Uckermann. Nach den Beschreibungen, die ich gehört hatte, hĂ€tte ich optisch Schlimmeres erwartet. Er spazierte mit Gattin und Enkelin zum Picknick. Im Rahmen der UmstĂ€nde schien es ihnen gut zu gehen. Unter der BrĂŒcke durch passierte ich die Rheinlust und zeigte meinen Linksabbiegewunsch Richtung Beueler City gut sichtbar an. Wer das nicht tat, waren die entgegenkommenden Radfahrer*innen*massen, die optisch nicht als Gruppe zu erkennen waren, und ihrerseits mit ĂŒberhöhter Geschwindigkeit, um kein Loch reissen zu lassen, rechts Richtung City abbogen. Die Radwegverbindung zur Rheinaustr. musste ich mir unversehens mit ihnen, rechts von mir, teilen, wĂ€hrend links FussgĂ€nger*innen flanierten – die getrennten Wege sind zwar gut gekennzeichnet, werden aber von fast allen ignoriert.
Der belustigende Effekt der anarchistischen Radreisegruppe war, dass sie als “Critical Mass” den Autoverkehr an der Kreuzung Rheinaustr./Fr.-Breuer-Str. zur Kapitulation zwangen. Ein PKW, der von der City links nach SĂŒden wollte, stand bereits auf der Kreuzung, und wartete, dass das mit den FahrrĂ€dern irgendwann aufhört. Wahrscheinlich steht er immer noch da.
FĂ€llig wĂ€ren: Geschwindigkeitskontrollen fĂŒr den Radverkehr, Entfernung aller (hilfs-)motorisierten Fahrzeuge aus mit FussgĂ€nger*inne*n (also auch Kleinkindern und Haustieren) gemischten Verkehrswegen und -flĂ€chen. Anleitung durch Verkehrsregler*innen in stark frequentierten gemischten Kreuzungsbereichen. Menschen statt Kameras!

1 Kommentar

  1. Klaus Böttger

    Jo, kann ich so unterschreiben, obwohl ich mit den Örtlichkeiten ĂŒberhaupt nicht vertraut bin. Doch als mehrfacher Autobesitzer, elektrisch Radfahrender und vor allem zu Fuß gehender Hundehalter (im MĂŒnsterland) hab ich so ziemlich jede Situation, wann immer ich, wie auch immer ich das Haus verlasse. IMMER! Von allem zuviel!

    Da wir das mit der Trennung der Verkehre aber in unseren KFZ optimierten StĂ€dten (und selbst Dörfern) nicht wirklich mehr hinkriegen werden, plĂ€diere ich seit langem dafĂŒr alles was angetriebene RĂ€der hat (mit Fahrer/innen ĂŒber einer noch zu diskutierenden Altersgrenze) innerorts auf die Straße zu verlagern. Dann die zulĂ€ssige Höchstgeschwindigkeit auf höchstens 30km/h zu verringern und dort, wo in einer Richtung mehrspurige Straßen vorhanden sind, eine Fahrspur fĂŒr den nicht verbrennungsmotorgetrieben Verkehr zu reservieren. (Da können sich dann Fahr-/Lasten- oder LiegerĂ€der, E-Mobile und dergleichen miteinander messen.)

    Überall wo Radverkehr auf zufußgehende trifft, gelten dann 10km/h als Schritt-/Höchstgeschwindigkeit.

    Und Herr Scheuer sollte lĂ€ngst zurĂŒckgetreten sein!

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