Seit langem entsteht immer dann Unruhe, wenn Bäume gefällt werden. Das ist ein sehr gesunder Reflex. In der Stadtverwaltung ist er bekannt, die darum in der Regel sehr vorsichtig ist (im Gegensatz zu vielen privaten Baumfällern). Was die Bonner Stadtverwaltung nur immer noch lernen muss, ist, wie Menschen erfolgreich informiert werden. Erhebt sich Protest, wird auf mehrere Jahre alte Beschlüsse verwiesen. Die damals, als sie fielen, niemand mitbekommen (oder wieder vergessen) hat. In glücklichen Fällen lässt sich das aufklären.
So wurden Leser*innen des Extradienstes in diese Tagen von Baumfällungen am Mühlenbach, draussen im Beueler Osten, aufgeschreckt. Guido Pfeiffer, Fraktionschef der Grünen in der Beueler Bezirksvertretung gab nach meiner Vermittlung nach wenigen Stunden diese Auskunft: “Es werden nur die 7 großen Bäume plus einige Sträucher zur Erneuerung der Einfassung des Baches an der Röhre unter der Haltestelle gefällt bzw. entfernt. Die Einfassung wird hochwassersicherer gemacht mit einer Art Mauer/Wand. Dafür wird der Platz, auf dem die Bäume stehen benötigt. Die restlichen 24 Bäume bleiben stehen! Als Ersatz werden in der renaturierten Fläche 18 neue Bäume gepflanzt – macht am Ende doch ein paar Bäume mehr.”
Ich kann für ähnliche Fälle meine ehemalige Arbeitskollegin und Beueler Weinvermittlerin Sophie Andernach empfehlen. Die Forstwissenschaftlerin war ein Verlust für die Thüringer Landesverwaltung und ein Gewinn für die Grüne Ratsfraktion. Ich kann mich rühmen, an ihrer Einstellung nicht komplett unschuldig zu sein (Urlaubsvertretung während des Auswahlverfahrens). Sie kennt jeden Bonner Baum persönlich.