Fluchtursachenhersteller profitieren bei Flüchtlingsabwehr doppelt mit
Die Lokomotive deutscher Spitzentechnologie, der Rheinmetallkonzern, hat diese Woche verkündet, sich vom Autozuliefern ab- und noch mehr der Mordtechnologie zuzuwenden. Jeder setzt seine Signale in dieser Zeit, wie er es für richtig hält. Rheinmetall und seine Aktionäre wissen warum. Deutsche Regierungen wenden sich, nachdem sie sich gegen Trump zusammenreissen mussten, so devot dem neuen US-Präsidenten zu, dass sie jeden Preis zu zahlen bereit sind – zu entrichten als Aufrüstung ihrer unproduktiven Rüstungsinvestitionen. Es gibt neben Organisierter Kriminalität nichts, was vergleichbare Extraprofite möglich macht.
Darum war Jan Böhmermanns gestriges Schwerpunktthema Frontex gut gewählt. In einem weitgehend rechts-, vor allem menschenrechtsfreiem Raum werden hier auf Kosten öffentlicher Haushalte Hochtechnologien ausprobiert und gegen schwarze, arme und irgendwie andersartige Menschen unreguliert und -kontrolliert nach Herzens- und Profitlust ausprobiert. Für dieses knapp halbe Stündchen Aufklärung zahle ich gerne TV-Gebühren. 2 Mio. habens gesehen, hier können Sie sich denen anschliessen. Jetzt warte ich nur noch auf eine Mitteilung meiner Grünen Parteiführung, wie sie das in einer Bundesregierung abzuschaffen gedenkt.
Jürgen Trittin hatte im DLF-Interview (die Spätsendung “Das war der Tag” wird vom Sender leider nicht online verarbeitet, daher kein Link) positiv darauf hingewiesen, dass Joe Biden seinen saudischen Kriegsfreunden im Jemen nicht mehr weiter zur Hand gehen wolle. Das wäre in der Tat ein grosser Schritt ins Bessere, doch er ist kompliziert. Frauke Steffens/FAZ referiert die Biden-Rede, zurecht mit kritischen Untertönen. Martin Gehlen/FR weist auf eine Art ökologische Atombombe hin, die vor der jemenitischen Küste als Mittel des zukünftigen Politpokers dahinmodert. Deutsche Spitzentechnologien, solche Problemknoten politisch statt mit Bomben zu lösen, sind mir nicht bekannt.