Männer – es geht auch sachlich
Linke und Liberale lassen sich von Medien gegeneinander hetzen: “Cancel Culture”, “Identitäts-” versus “Klassenpolitik”. Dass rechte Medien das betreiben, ist Zeichen ihrer Notlage (CDU: 27%) – sie fürchten, Linke und Liberale könnten wieder relevant werden. Oder müssen Sie etwa nicht lachen, wenn eine FAZ-Schlagzeile lautet: “Was ist heute links?” (Paywall) So titelten in meiner Jugend die “Konkret” oder die “roten blätter”. Gut aufgedröselt wurde das Durcheinander heute, als ich kurz wach wurde, und schnell wieder einschlief.
Ein wöchentlicher Lichtblick im DLF sind die sonntäglichen “Informationen und Musik” – kein politrhetorisches Blech aus der Hauptstadt, sondern längere Interviews, meistens mit Wissenschaftler*inne*n, die etwas länger nachgedacht haben, als es in einem Bundestags- oder Ministerbüro möglich ist.
Hören Sie mal das (Audio 12 min): “Diversität – Historische Perspektiven auf einen Schlüsselbegriff der Gegenwart. Ein Interview mit dem Philosophen und Biologen Georg Toepfer.”
Und dann das: “Lehren aus der Corona-Krise – Historiker Blom: ‘Wir können mehr, als wir uns zutrauen'”
Das bedeutet nicht weniger, als dass die Herrschaft, wie wir sie kennen, am Ende ist. Die Gefahr, die von ihr ausgeht, jedoch noch nicht. Das verlangt Umsicht von denen, die noch bei Sinnen sind. Bettina Gaus/DLF-Kultur bezweifelt das aus gutem Grund. Gute, leistungsstarke Leute steigen aus dem Prozess aus. Er ist nicht aufzuhalten, ohne Ökologie und Demokratie geht es nicht. Unfälle, Massenkarambolagen und -verbrechen wie im 20. Jahrhundert können wir uns nicht mehr leisten. Die Zeit drängt.