Die Evolution – und Frankreich
Hier die Hausaufgaben für die Spin-Doktor*inn*en von Frau Baerbock. In “der Wissenschaft” ist es seit langem Erkenntnisstand, dass die gegenwärtige Corona-Pandemie nicht die letzte ihre Art sein wird. Im Gegenteil, sie ist erst der Anfang. Der Eingriff des Menschen in das Ökosystem ist nicht mehr rückhol-, sondern allenfalls korrigierbar. Aber wie? Die Menschen wissen noch viel zu wenig, um diese Frage zu ihrem eigenen Vorteil beantworten zu können. Das eine ist gut gegen Zoonosen, anderes befördert sie sogar. Es ist bisher völlig unzureichend erforscht. Matthias Becker/telepolis machte das gut anschaulich. Und was das Beste ist: er hat einen zweiten Teil versprochen, mit “Möglichkeiten, Spillover zu verhindern und neue Zoonosen zu kontrollieren”.
Daraus ergeben sich zwingend neue Fragen an ein Staats- und Demokratieverständnis, wie sie Heribert Prantl und Rudolf Walther aufwerfen, und wozu ich von einer zukünftigen Bundeskanzlerin gerne mehr erfahren würde. Zur künftigen Pandemiebekämpfung stellen sich darüber hinaus gewichtige Fragen zur Datenerhebung und ihrem Schutz. Die zahlreichen uns drohenden Talkshows geben gewiss Gelegenheit, der Öffentlichkeit Signale zu senden.
Frankreich
Ein Jahr nach der Wahl der nächsten Bundeskanzlerin wird die Wahl der französischen Staatspräsidentin stattfinden. Wie ich bereit bin auf Frau Baerbock zu wetten, sieht es sehr risikoarm aus, auch auf die rechtsradikale Frau Le Pen zu wetten. Wie wahrscheinlich das ist, lesen Sie hier und hier bei Thomas Pany/telepolis und hier bei Bernhard Schmid/Jungle World. Wird Frau Le Pen eine willkommene Ausrede werden, was alles in der EU nicht geht? Oder gibt es eine Strategieententwicklung, die menschenfeindliche Politik europäischer Rechtsradikaler zu bekämpfen? Viel Arbeit, ich weiss.