Kaum hatten die Steigbügelhalter der AfD in Sachsen-Anhalt, das BSW (“Bündnis Schamloser Wagenknechte”) dafür gesorgt, dass erstmalig seit 1932 ein Rechtsextremist in Deutschland Parlamentspräsident werden konnte, da bahnt sich bereits eine Koalition an, die ahnen lässt, welche Art von zynischen Aktionen in Zukunft noch von dieser Querfront-Combo zu erwarten sein wird. Sie wollen, so kündigte Westentaschen-Nazi Siegmund und seine Komplizen öffentlich an, einen Antrag erstmal in den Landtag und anschließend in den Bundesrat einbringen, der die Bundesregierung auffordert, “Friedensverhandlungen” mit Russland aufzunehmen und – natürlich – die Militärhilfe für die Ukraine einzustellen.
Aus “sozialen” Gründen
Aus sozialen Gründen, wie beide betonen. Also sozial, weil BSW und AfD finden, dass die “militärische Spezialoperation” Putins nicht weiter mit deutschen Steuermitteln erschwert und die Ukraine endlich ihren rechtmäßigen Besitzern, den russischen Autokraten, ausgeliefert werden sollte. Und für diese schöne Aktion ist das BSW bereit, der AfD im Gegenzug alle “linken” NGO – also die, die z.B. Frauenprojekte unterstützen, AIDS-Hilfen, Anlaufstellen für Queere, Sozialberatungen, Frauenhäuser, Antirassismusarbeit oder Aktivitäten zur Verteidigung des Grundgesetzes oder Aufklärung über Rechtsextremismus leisten, auszuliefern, die die AfD abschalten und vernichten wird. Zudem erwarten viele politische emokratieverteidiger, wird der neue AfD – Innenminister voraussichtlich überall dort Durchsuchungen anordnen, wo die AfD und das angebliche “Volk” Mißbrauch öffentlicher Gelder durch Demokratieprojekte, Aufklärung über Rechtsextremismus, Grundgesetz oder – igitt – Feminismus und Gleichstellung von religiösen, ethnischen oder sexuellen Minderheiten wittern.
Wagenknechts und Lafontaines – Demokratiefreunde der besonderen Art
Wir können schon die demnächst entlassenen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sehen, die derzeit alle Festplatten der Abteilung Rechtsextremismus löschen, hoffentlich die Daten der Mitarbeiter und V-Leute anonymisieren und schreddern und ihr Exil im Westen der BRD vorbereiten. Die Frage bleibt, ob Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine das im Internet-Livestream der AfD verfolgen werden oder höchstselbst zur Inthronisierung und Wahl des AfD-Ministerpräsidenten Siegmund von Sachsen-Anhalt erscheinen. Wie Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, und die anderen Tech-Oligarchen bei der Inauguration von Donald Trump.
Neue Zeit, neue Aufgaben?
Wagenknecht ist ja nun leider mit ihrer Einpersonen-Kult-Partei an der 5% Hürde gescheitert. Vielleicht wird sie nun ja Schirmherrin der ersten Stiftung für Nationale Gemeinden für rückgekehrte Auswanderer und Patin von Tradwife-Kursen für Frauen in völkisch-traditioneller Rolle zur Sicherung des rassisch-reinen Nachwuchses in Sachsen -Anhalt? Auch für Oskar Lafontaine ergäben sich völlig neue Chancen auf eine späte Karriere – zum Beispiel als “Remigrationsbeauftragter” von Sachsen-Anhalt. Schließlich sprach er schon in den 1980er Jahren über Beschäftigte mit Migrationshintergrund als “Fremdarbeiter”. und hat damit einschlägige Erfahrungen mitzubringen.
Chance auf eine einmalige Wiedervereinigung
Und noch eine Chance bringt die Regierungszusammenarbeit von Bündnis Schamloser Wagenknechte und AfD mit sich: Bei der Verfolgung gemeinsamer Ziele und Pflege bewährter Freundschaften – etwa zur Wiederaufnahme von Gaslieferungen aus Russland exklusiv nach Sachsen-Anhalt könnte eine 1998 bedauerlicherweise zerbrochene Männerfreundschaft durch ihren gemeinsamen Freund und Beschützer Vladimir Putin vielleicht endlich gekittet werden: Gerhard Schröder, bewährter Gazprom-Aufsichtsrat und Oskar Lafontaine, Remigrationsbeauftragter von S-A könnten ihre einstmaligen, damals noch von Machtansprüchen in der SPD geprägten Animositäten endlich überwinden und sich im strahlenden Banne Putins wiedervereinen: Welch eine Vollendung realsozialistischen Strebens nach Gerechtigkeit, sozialer Gleichheit, Wohlstand der Herrschaft der Privilegierten. Für dieses urch AfD. BSW und Putin “erneuerte” Bundesland gäbe es auch schon einen Namen: Deutsche Demokratische Republik.

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