Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Mediathekperlen (Seite 1 von 13)

Mediathekperlen im Januar

Der Januar ist fast vorbei und die meisten der Leser*innen des Extradienst befinden sich, ganz wie ich, in der komfortablen Situation uns über so existenzielle Fragen wie “Fernsehunterhaltung” überhaupt Gedanken machen zu können. Wobei, ist es eigentlich noch zutreffend von “Fernsehen” zu sprechen, wenn es sich in diesem Beitrag ausschließlich um “Streaming” und das Angebot der öffentlich-rechtlichen Mediatheken handelt? Rundfunkrechtlich ist es das wohl. Und so bleibe auch ich dabei. Ob es sich auch um “Unterhaltung” handelt, entscheiden Sie! Weiterlesen

Programmauftrag: Verleugnung

Vorgestern habe ich an dieser Stelle den (beinahe) Totalausfall der ÖRR-Anstalten zum Holocaust Gedenktag beklagt. Gestern nun, hatte “DasErste” tatsächlich einen Film im Programm, den sie besser Freitag hätte zeigen können. Und, vor allem früher, als zur Geisterstunde um 00:05 in der Nacht – was ja eigentlich niemand mehr sieht und deshalb nur den rundfunkrechtlichen Auflagen genüge tut, den Film dann in die ARD Mediathek stellen zu dürfen. Aber egal erstmal … denn dieser Film ist wichtig und deshalb sehenswert! Weiterlesen

Jahrestag und Programmauftrag

Es ist zum Haare ausreißen, nach welchen Kriterien das lineare TV schematisiert ist. Von allen unseren Anstalten, die einem vermeintlichen Programmauftrag folgen, fand sich keine einzige, die am Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz etwa ihren 20:15 Primetime Slot für das Thema hergeben wollte. Statt dessen bekamen wir: Die DEGETO Schnulze “Das Leben ist kein Kindergarten” in der ARD, eine weitere Folge “Der Staatsanwalt” im ZDF, den Krimi “In Wahrheit” bei Arte und ein “buntes Potpourri” von “Holland in Not” beim WDR bis zu den unvermeidlichen “Schlagercharts 2022” beim MDR auf den dritten Programmen… Weiterlesen

Mediendiät nach Verengung der Räume

Best of 24. Januar 2023

Kürzlich sprach Leser Gerhard Esdar ein Generationenproblem an. Ich misstraue dem Generationenbegriff. Er berührt ein reales Symptom, erklärt es aber nicht. Ich erwische mich selbst dabei, vermehrt Medienquellen abzustellen: alte Standards wie DLF-Nachrichten oder Tagesschau. Dort macht sich das hier breit: Journalismus im Befeuerungsmodus: ‘Zeitenwende’ ohne Zögern? – Mediale Mobilmachung: Warum die Formulierung ‘zögerliche Haltung’ in Nachrichten nichts zu suchen hat. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg und die Position des Kanzlers wird sie dennoch eifrig genutzt.”, erklärt von Sebastian Köhler/telepolis. Ich ertrage das nicht. Weiterlesen

Das ist Kunst

mit Update 22.1.

Kida und Helge spielen mit dem Medium – statt umgekehrt

Kida Ramadan hat es raus. Bei diesem Werkverzeichnis frage ich mich, wann der noch Zeit zum leben hat. Vielleicht kann er sich bei Herbert Reul und der ganzen CDU für den Frame “Clankriminalität” bedanken. Denn in der deutschen TV-Filmwelt ist er ihr unumstrittenes Gesicht. Gestern war er auf drei öffentlich-rechtlichen Kanälen gleichzeitig: auf ONE (ARD) lief seine Regiearbeit “Asbest” (“Spielertrainer” – eine Hauptrolle spielte er gleich mit), auf Arte lief “Alles auf Rot” in dem er eine – selbstverständlich – “böse” Hauptrolle spielte, und gleichzeitig sass er in Bettina Böttingers Talkshow “Kölner Treff”. Weiterlesen

“Bonn”

Wenn die ARD ein Event -Programm in Auftrag gibt, dann wird so was heute leider mindestens zur “Mini-Serie”, weil darunter der/die Konsument*in den Event vermutlich wohl gar nicht nicht erkennen würde. Das beruht auf der Interpretation des öffentlich-rechtlichen Auftrags durch Programmchefin Christine Strobl – die ihren Senderverbund gerne als Konkurrenten von Netflix aufgestellt sehen würde. Da gibt sie für solche Events dann auch mal ein Budget aus – das ich nicht kenne, aber – welches vermutlich auch für 12 Tatorte gereicht hätte.

Bonn war teuer. Das sehen wir. Leider ist es deshalb aber nicht gut geworden. Weiterlesen

Starke Beiträge gegen die Macht

Benko und Murdoch – zwei hässliche Gesichter der herrschenden Klasse

Gibt es im WDR eigentlich noch andere Leute, als die alten Korsettstangen Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann, die harten Recherchejournalismus fürs TV produzieren? Mir wollen spontan keine einfallen. Was soll nur werden, wenn die beiden in Rente gehen? Soeben haben sie eine Aktualisierung abgeliefert, zu der dem WDR partout keine Vorabwerbung eingefallen war: Neues vom Kaufhauskönig: Wie René Benko Karstadt und Kaufhof versilbert – Der deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof ist schon wieder insolvent und kann seinen Geschäftsbetrieb vorerst nur unter dem Schutzschirmverfahren weiterführen.” Weiterlesen

Best of 7. Januar 2023

Den betagten Genossen Arnold Schölzel/Junge Welt, im Hauptberuf in der DDR “Kundschafter des Friedens”, fasse ich gewöhnlich nur mit spitzen Fingern an, weil er sich selbst ideologisch bös eingemauert hat, und das mit seinem Kolumnen-Titel “Der schwarze Kanal” auch zum Ausdruck bringt. Gestern passierte es mir nun, dass seine Kritik an der schlechten aussenpolitischen Beratung der Bundesregierung nah an meine geraten ist, wobei ich mir das, was er da angehört hat, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antun kann. Weiterlesen

Lieb, Rahr, Fahimi, Gramsci, Küppi & Kiesi

Die publizistischen Reste des Jahres

Nachrichtenarme Zeit. Zeit zum Nachdenken, zum Schreiben, zum Resümieren, zum Vorsätze fassen. Letzteres vermeide ich. Ich bin kein Gramsci-“Schüler”, habe kein Buch, nur Auszüge von ihm gelesen, und keine Fachtagungen zu ihm besucht. Ich weiss nur von solchen, die das getan haben, dass er unter den Kommunist*inn*en Europas zu den Denkenden, zu den Anständigen gehört hat. Und siehe: die Sache mit Sylvester/Neujahr sieht er genau so wie ich: »Ich hasse Neujahr« – Vor seiner Verhaftung durch die Faschisten beschreibt Antonio Gramsci 1916, warum Neujahr auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.” Weiterlesen

Anti-Amazon

mit Update nachmittags

Weihnachten quillt die Glotze über von Süssholz, Advents- und Weihnachtsgedöns. Unerträglich. Doch gestern habe ich – mal wieder im NDR, mal wieder mitverantwortet von Diana Schulte-Kellinghaus, die schon in “Büttenwarder” und bei “Kranitz” ihre redaktionellen Strippen zog – eine kleine, nicht sehr teuer aussehende Perle entdeckt, die scheinbar auch den Mitwirkenden Spass gemacht hat. Kein Brüller, kein Schenkelklopfer, keine künstlerische Explosion – eher bescheiden, Understatement, bemühtes Lokalkolorit von Meck-Pom, feines Handwerk. Und das bei dem grassierenden Handwerkermangel. Danke. Weiterlesen

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