Bitte hier entlang – nur 2 min Audio. Und nicht verklicken! Bei “Becker & Jünemann” sind Sie richtig.
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Sagen Sies mir: ist die britische Linksabspaltung von Labour “Your Party” zu blöd, oder dieser Bericht von Dieter Reinisch in der Jungen Welt? Er wird in wenigen Tagen in einem Paywallarchiv versenkt. Der bescheidwisserische overton-Vergleich mit dem deutschen BSW erscheint mir absurd abwegig. Denn dieses britische Desaster ist in dem dort komplett destabilisierten Parteiensystem unvergleichlich viel wichtiger. Weiterlesen
Marcel Reich-Ranicki war verwegen genug, das Lied „Ich hatt einen Kameraden“ zu den zwanzig besten deutschen Gedichten zu zählen. Was daran verwegen ist? Nicht unbedingt Uhlands Lob kriegerischer Kameradschaft. Das bringt wenigstens eine Prise alte Poesie in die sonst so unpoetische neue Kriegstüchtigkeit. Weiterlesen
Wer bin ich, um beurteilen zu können, was Feminismus ist? Doch bei diesem Beispiel wage ich mich aus der Deckung.
Schyda Vasseghi/Kobalt/Arte: “Re: Türkische Rentnerinnen auf Deutschland-Reise – Sie kamen als Kinder nach Deutschland und sind hier alt geworden: türkische Rentnerinnen und Rentner der ersten Einwanderergeneration. In Berlin hat sich eine Gruppe türkischer Seniorinnen zusammengetan und holt nach, wofür es in ihrem Arbeiterleben keine Zeit gab: Reisen und gemeinsam Deutschland erleben. Ihr Motto: ‘Solange wir nicht sterben, verreisen wir!'” Weiterlesen
Es schallt und knallt. Die Ausbeute der Jagdzeit – Wildgerichte an Rotkraut mit und ohne Preiselbeeren an Kartoffelknödeln – zieren die Speisekarten vieler Ausflugsgaststätten, und so mancher Weidgenosse hat auch schon ein respektables Jägerschnitzel abgegeben. Es sind immer Festtage, wenn St. Hubertus seine Erschießungskommandos in den Wald schickt. Dann geben Millionen Mümmelmänner die Möhren ab, und Pilzsammler sind gut beraten, sich in grelles Orange zu kleiden: Der deutsche Weidmann schießt nicht auf Apfelsinen, es sei denn, es bietet sich kein anderes Ziel. Weiterlesen
Nastasja Penzar kannte ich bisher nicht. Das Magazin Edit und seinen “Edit Essaypreis” auch nicht. Aber ganz offenbar hat Frau Penzar ihn verdient. Denn was ich kenne, ist die DLF-Reihe “Essay&Diskurs”, in der ich das fand: Weiterlesen
Vorweg: ich habs noch nicht gesehen. Werde es aber noch. Ganz sicher. Mein Festplattenrecorder hat es gesichert, denn das ZDF hält die Mediathekverfügbarkeit geheim. Wie kommichdrauf? Weiterlesen
“Almania” ist mit einer dritten Staffel erschienen. Die ersten zwei sind bis April 26 verfügbar, diese dritte noch ein Jahr. Ob es ein Spass für Sie ist, entscheidet sich daran, ob Sie in Ihrem Alltag mit Schule zu tun haben, oder nicht. Wenn Letzteres, ist es ein Riesenspass. Die eigene persönliche Distanz – sie erlaubt alles. Und diese Serie schöpft es auch alles aus. Weiterlesen
“Vorstadtweiber” war (und ist) ja schon gut. Doch manche Fans fanden “Walking on sunshine” (beginnend 2018) noch bissiger. Es ist noch bis 20.11. verfügbar (1. Staffel), und zwar beim ORF. Eine gewisse Hoffnung besteht, dass es morgen auch wieder in der ARD-Mediathek erscheint, die ab morgennachmittag auf One die lineare Ausstrahlung zu wiederholen beginnt (15.35 h). Wie immer werden entsprechende Informationen vor dem doofen Publikum geheim gehalten. Schauen Sie mal hier nach. Möglicherweise werden die Staffelteile wieder nur als Häppchen dargereicht. It’s the economy, stupid! Weiterlesen
Wundersam ist es, in einem Land der verfassungsrechtlich geschützten Meinungs- und Pressefreiheit einem Medium die Veröffentlichung von Texten verbieten zu wollen. Die das wollen, sind die 16 deutschen Ministerpräsident*inn*en, die damit die heissesten Träume von weniger als einem Dutzend Milliardär*inn*en-Clans wahr werden lassen, denen Deutschlands Zeitungsverlage gehören. Damit enteiern sie die Medien, die uns gehören, und die wir monatlich bezahlen. Ebenso wundersam ist der langjährige Trend in ebendiesen Medien, ihre eigenen Fachredaktionen rückstandslos aufzulösen. Nach dem Motto: Fachkompetenz stört. Und mobilisiert Widerworte. Weiterlesen
Vorgestern spielten sie in der Glotze direkt hintereinander. Erst die Herren von Eintracht Frankfurt und die Angestellten der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Spektakelorientierte fachfremde Medien bezeichnen das gerne als “Kampf um die Nummer Zwei” – hinter dem Langeweile verströmenden Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum (übrigens auch bei den Frauen). Es war kein guter Fussball (1:1 n.V.), dafür lang, und immerhin spannend. 4,9 Mio. glotzten zu, das ist etwa halb so viel, wie beim ARD-Tatort. Danach spielten Frankreich und der DFB guten Fussball – der Frauen: 2:2. Durch ein 1:0 im Hinspiel kamen die DFBlerinnen ins Finale. Das glotzten 5,1 Mio. War auch spannend. Weiterlesen
Immer, wenn der Anführer der freien demokratischen Welt das zierliche Mündchen spitzt und seine neuesten politischen Erkenntnisse absondert, denke ich, sein Wortschwall kommt aus einem schlecht geschminkten Hühnerpupsloch: Gülle aus der Poperze – weltweit… Wir können riechen, wie der nordamerikanische Präsident den rassistischen Herrschaftsanspruch der weißen Elite, die „Wiedereroberung“ des Landes durchsetzt. Es stinkt nach Faschismus. Und wir stehen nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung, sondern festgetackert auf dem Boden dieser Gülle. Aber es sind ja nicht nur die Hühner: Auch Schweine, Kühe, Kartoffeln, Soldaten und Politiker sorgen für umweltschädliche Sauereien. Weiterlesen
Jetzt sterben sie schon vor dem Gegessenwerden.
25.000 Puten in Heinrichswalde
93.000 Legehennen in Rothemühl
55.000 Legehennen in Poseritz
Zahlen allein aus Mecklenburg-Vorpommern. Da wohnen weniger Menschen als in Hamburg. Weiterlesen
Zwei ausgestreckte Hände mit gespreizten Fingern aus weißem Gips, um die ein goldener Stacheldraht gewickelt ist. „Selfmade“, die Arbeit der Künstlerin Mariana Vassileva im Istanbuler Kunstmuseum Arter, stammt schon aus dem Jahr 2011, könnte aber kaum symbolischer für die Lage der Künste derzeit sein. Weiterlesen
In Deutschland wird viel über die UNO gewettert. Anders als die EU macht die nicht auf Kommando, was die Bundesregierung will. Zu Beginn meines Zivildienstes in der Beueler Herrmannstrasse verurteilten die dort die (west-)deutsche Bundesregierung (damals: SPD/FDP) namentlich für ihre militärische Zusammenarbeit mit dem rassistischen südafrikanischen Apartheidregime. Und das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hatte alle Hände voll zu tun, die (west-)deutschen Medien – Internet gabs ja nicht – von einer Berichterstattung abzuhalten (“von Moskau gesteuert”). Hat geklappt. Aber ich schweife ab. Weiterlesen
Die Ossi-Tatorte der ARD laufen bei den Einschaltquoten meistens unterm Durchschnitt. Kein Wunder, da wohnen ja weit weniger Leute. Der MDR-Tatort von letzten Sonntag hat aber mehr als die 8 Mio. verdient – es sind übrigens danach erneut über 5 Mio. vor der Laber-Paarung Miosga-Klingbeil geflohen. Ich fresse einen Besen, wenn die Drehbuchautorinnen Silke Zertz und Frauke Hunfeld nicht aufmerksam den Bonner Fall Winterhoff studiert haben. Weiterlesen
Obwohl doch Schatten in Marokko ein seltenes Luxusgut ist. Was die Menschen in der Refeudalisierung des Oligarchen-Kapitalismus erwartet, davon wissen die Marokkaner*innen einiges mehr, als Andere. Alina Schwermer/taz hat eben beschrieben, wie die Kommerzsport-Grossereignisse Land und Volk aussaugen, und sich Feudalclans die Taschen füllen: “Männerfußball-WM 2030 in Marokko: Viel Glitzer, viel Groll – Marokko investiert Milliarden für die WM. Es geht um wirtschaftliche Transformation, Tourismus und Außendiplomatie. Im Land wächst der Unmut.” Schauen Sie als Kontrastmittel und mit Blick auf die Wirklichkeit diesen Film, der bei den Festspielen in Cannes Premiere hatte, und den Arte Mittwochnacht versenkte: Weiterlesen
Ob er in die Mediathek kommt? Wir wissen es nicht. Die ARD hält es geheim. Und verrät nur, dass das Dritte des WDR morgen Abend sendet (22.45 h). Die Erfahrung lehrt: nach dem Absenden könnte es verfügbar sein. Update Sonntag: es ist verfügbar, zwei Jahre lang, bitte hier entlang. Weiterlesen
Aufgrund fortgesetzten Baustellenlärmterrors – “Lärmzeiten” werden eingehalten – in der Etage über mir ist mir derzeit klares Denken und Schreiben in meiner Wohnung kaum möglich. Bleibt, auf das produktive Schaffen Anderer hinzuweisen. Weiterlesen
Wieder, wie alle Jahre zuvor, war ich zu spät gekommen. Vielleicht, weil ich mir jedesmal unschlüssig war, ob ich überhaupt kommen wolle. Diesmal allerdings war ich mir sicher: „70 Jahre Abitur“, das war wohl die letzte Gelegenheit, noch einmal alle zu sehen. Weiterlesen
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