Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Köln (Seite 1 von 17)

Wie man ein Team zerstört

Ich darf ja hier nicht über Fußball schreiben, aber nach dem katastrophalen 3:3 des 1.FC Köln im eigenen Stadion gegen den Lieblingsverein meines Herausgebers aus Mönchengladbach kann ich einfach nicht an mich halten. Bekanntermaßen sind mit dem HSV und dem 1. FC Köln 2025 zwei Traditionsvereine der Bundesliga gemeinsam aufgestiegen – die Kölner zum siebten mal nach jeweils einem Jahr und der HSV nach sage und schreibe vierjähriger Zweitklassigkeit. Während der HSV mit einem guten Kader sich nach anfänglichen Schwierigkeiten immer weiter nach oben aus der Absitiegszone herausgespielt hat, haben die Kölner das Kunststück fertiggebracht, nach zwischenzeitlichem Platz sieben immer weiter abzurutschen- jetzt zwei Punkte vor dem Relegationsplatz zu dümpeln. Was ist die Urache? Weiterlesen

Heckenschützen-Politik

Seine starke Deckungsarbeit könnte Ministerpräsident Wüst (NRW) einholen

Eines Tages? Oder schon bald? Unvergesslich für mich, wie unsichtbar er als verantwortlicher Landesverkehrsminister war, als eine Frau von einer umstürzenden Autobahnwand in der Nähe von Köln getötet wurde. Wüst war der politische Vorgesetzte des seinerzeit noch zuständigen Landesbetriebs “StrassenNRW”, der mittlerweile in der Autobahn GmbH aufgegangen ist. Geschadet hat es ihm kein bisschen. Weiterlesen

Bodenkontakt bei der lit-Cologne

WM-Debatte wird nicht aufhören

Die Deutsche Presse-Agentur meldet sich von der lit.Cologne. Es mag sein, dass diese Meldung etwas aufgepinpt ist. Aber zu meiner positiven Überraschung zeigen zwei Fussballgrössen, der Eine im Ruhestand (Löw), der Andere amtierender Präsident eines Noch-Erstligisten (Bonhof), dass sie noch nicht mit all den schmerzfreien Politiker*inne*n und Funktionär*inn*en in ausserirdische Sphären abgehoben sind. Weiterlesen

Dante im Gesundheitsamt

Etwas hinterm Neumarkt liegt in Köln die Lungengasse. Das ist eine jener schmalen Altstadtgassen, die nach dem Bombenkrieg so armselig und billig wieder aufgebaut worden sind, dass selbst von Hässlichkeit zu sprechen zu kräftig scheint. Dort, ausgerechnet dort, an der Lungengasse Nr. 8, bin ich an eine Haustür geraten und vor der Tür in eine Szene, wie sie kein anderer so dramatisch zu schildern weiss wie Dante im dritten Gesang des Inferno: Weiterlesen

Alljährliche “Silvesternacht”

Und das mehrtägig – es war “schon immer so”

Mit der Kölner Silvesternacht 2015/16 gelang es den Rassist*inn*en dieser Republik, die Herrschaft über den medienbasierten Diskurs unseres Zwergstaates (zurück) zu erobern. “Den Frauen” ist das in keiner auch nur ähnlichen Weise gelungen. Die gute Nachricht ist: sie haben in der Zwischenzeit eigene Schutzstrategien entwickelt, nicht alle aber viele. Weiterlesen

Wieverfastelovend-TV

Wer Karneval nicht sooo lustig findet – hier gibt es Ersatz

Die Kanaren und Norddeutschland sind ausgebucht. Die Mehrheit der Rheinländer*innen ist geflohen, wie jedes Jahr. Was bleibt, neben dem hoffentlich erfolgreichen Vorräteeinkauf für diejenigen, die keinen Platz im Flieger oder gar bei der Bahn bekommen haben. Für die Unterhaltung an diesem sehr langen Wochenende hier zwei konstruktive Vorschläge, um den Humor und die gute Laune nicht zu verlieren: Weiterlesen

Fussball, den die Fans sehen wollen

“Zeigler” füllt die Lücke, die eingebettete Medien und Profifussball (der Herren) hinterlassen

Trotz meiner intimen Kenntnisse und guten Verbindungen in den WDR habe ich bis heute keine Begründung gefunden, warum es der Redaktion von “Zeiglers wunderbare Welt des Fussballs” gelungen ist, ihre sonntägliche Sendezeit um fünf Minuten auszudehnen, und das sensationellerweise zu Lasten der sonntäglichen Bundesliga-Sportschau, und zwar auch, wenn sonntags drei Spiele sind. Eine solche Massnahme muss nicht nur die ARD-interne 9er-Konferenz passiert haben, sondern auch von der mächtigen DFL, Vertragspartnerin von ARD, ZDF und all den andern, abgenickt worden sein. Es dokumentiert definitiv den Bedeutungsverlust der Bundesliga-Sportschau. Weiterlesen

Eckenga verpasst

Aktuelle Probleme meiner Mediendiät – Eckenga und Becker in einem Bundesland, es ist furchtbar, aber es geht … sehr gut!

Ich liebe sie beide. Sie verkörpern den Rheinländer und den Westfalen auf sympathischste Weise. Der Eine, Jürgen, ist zwei Jahre jünger als ich, hat aber schon viel weissere Haare. Der Andere, Fritz, ist zwei Jahre älter als ich, und ihn nerven und erfreuen die gleichen Sachen wie mich. Nur dass er eine andere Borussia hat, und dass er, wie so viele, total genervt ist von Claudia Roth, während ich sie besser kenne. Ich bin also in der Mitte zwischen den beiden, was sich biografisch darin symbolisiert hat, dass ich als Schüler mehrmals täglich die Demarkationslinie zwischen Rheinland und Westfalen mit dem Fahrrad überquert habe – im Städteviereck Essen-Bottrop-Gladbeck-Gelsenkirchen. Weiterlesen

Kameras retten nicht – nur Menschen

Trauer um Serkan C. – Wundersame Bahn CCXLII

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Ich kriege immer zuviel, wenn ich mehr oder weniger prominente Nasen sehe, die sich vor Tagesschau-Kameras stellen, um Trauer zu demonstrieren (oder zu simulieren). Mehr Respekt habe ich vor solchen, die handeln. Dazu ein paar Vorschläge – wobei offenbleiben muss, ob sie diesen Mord/Totschlag/Unfall verhindert hätten. Kameras jedenfalls nicht. Weiterlesen

Der Straßenbahninstandsetzer

Lukas Lorenz — 33 Jahre, Schreiner bei den Kölner Verkehrsbetrieben – Wundersame Bahn CCXLI

“In der dritten Generation bin ich Schreiner in meiner Familie. Wie mein Opa und mein Vater. Und genau wie sie arbeite ich auch bei den Kölner Verkehrsbetrieben. Zu uns in die Hauptwerkstatt im Stadtteil Weidenpesch kommen alle Straßenbahnen mit schweren Schäden und zu größeren Inspektionen. Wenn ich um 6 Uhr 45 in der Werkstatt ankomme, teilen wir im Team die Arbeiten auf. Aktuell baue ich eine neue Theke für den Museumshop. Das macht mir großen Spaß. Weiterlesen

Die Uefa hat er schon

Die Eiertänze werden immer peinlicher: Darum wird es keinen WM-Boykott geben

Wenn es nicht so ernst wäre, müssten wir sie auslachen. Ja, vielleicht tun wirs trotzdem. Deutschlands Fussballoligarchen und ihre eingebetteten Medien versuchen sich aus dem Schwitzkasten “WM-Boykott-Diskussion” herauszuwinden. Und was da zu sehen ist, sieht nicht gut aus. Ich bin der Letzte, der in dieser Frage Fatalismus verbreiten will. Aber materialistischen Realismus. Weiterlesen

Die vertrocknete Alte

Berlin

In meiner Jugend im Ruhrgebiet war diese Überschrift eine frauenfeindliche Beleidigung. Ich habe sie nie benutzt, aber oft gehört. Aber was bitte soll mann zu Berlin besseres sagen? Wiekommichdrauf? Zunächst war in meiner Kindheit der seinerzeit amtierende Bundeskanzler das repräsentative Abbild dieser Beleidigung – nur als Mann. Von ihm ist mir hängengeblieben, dass Deutz für ihn schon in “Sibirien” lag. Berlin war für ihn also Wladiwostok. Und wer will sich dort um diese Jahreszeit freiwillig aufhalten? Weiterlesen

Ruhebedarf

Drei Viertel böllern nicht

Medien finden Feuerwerke geil. Diese “schönen” Bilder. Gerne auch mit Randale. Noch lieber mit Migrant*inn*en-Randale. Gerne werden Interviews gegeben. “Endlich fragt mich mal einer”. Feuerwerkskäufer mit prall gefüllten Einkaufswagen schaffen es in die Tagesschau. Ist ja sonst nichts los. Feuerwerke in real existierenden Kriegen sind zu weit weg. Kein Kamerateam greifbar, ist ja auch viel zu gefährlich. Tote und Verletzte, ja traurig, aber deutsche Todesopfer? “Keine*r von uns” dabei. Weiterlesen

Glück im Informationsvakuum

Wundersame Bahn CCXXXVII – Weihnachtsausgabe

Es gibt unendliche Möglichkeiten für die Bahn, an Weihnachtsfeiertagen zu scheitern. Dass die Feiertage alle mitten in der Woche liegen, von Wochenenden umrahmt, könnte sich als günstig erwiesen haben, um die Passagierströme zeitlich zu entzerren. Ich fahre seit Jahren am 24. hin und direkt am 25. zurück, weil die Ränder der Reisehochsaison die hohen Schwierigkeitsgrade markieren. Dieses Jahr ist es – im Rahmen all der sowieso schon konstanten Malaisen – ganz gut gelungen. Weiterlesen

Neue Bedrohung

Wundersame Bahn CCXXXVI – die Bahn wird in diesem Leben nicht mehr funktionieren, nicht in dieser Region

Wie immer verkleiden es die PR-Fuzzis als gute Nachricht. Und die Lokalmedien werden es hinter der Paywall der Rheinischen Pest sogar zu verkaufen versuchen. Der WDR wurde ja schon von uns bezahlt: Neues Stellwerk: Kölner Hbf wird erst 2027 erneut gesperrt – Das neue elektronische Stellwerk des Kölner Hauptbahnhofs soll erst frühestens 2027 fertig werden. Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag mitgeteilt, dass auch dann erst wieder der Bahnhof gesperrt werden soll. Ursprünglich war das im kommenden Jahr geplant.” An dieser Nachricht ist überhaupt nichts gut. Weiterlesen

Irgendwann ist immer das erste Mal

Wundersame Bahn CCXXXV – Beuel-Ehrenfeld und nicht zurück

Der WDR hat gestern gewarnt. Da passt es ja, dass heute die renovierte Beethovenhalle wiedereröffnet werden soll. So kennen wir uns und unsere Region. Ich war gewarnt, aber ich hör’ ja nicht. Merkwürdig auf bahn.de erschien schon, dass es für angeblich umgeleitete ICs hiess: “fällt heute aus”. Merkwürdig auch, dass mein normalerweise zweizügiger RE, der doch zusätzlich Fahrgäste der falschen Rheinseite aufnehmen musste, dieses Mal nur einzügig erschien. Tür kaputt. Toilette kaputt. Eine Zubegleiterin – ungewöhnlich! – war dabei, schien aber entnervt. Die eigentliche Sensation aber: Weiterlesen

Billiges teuer

Das Elend provinzieller deutscher Symbolpolitik – “Olympiabewerbungen”

Deutsche Kommunen klagen mit einigem Recht, dass sie aus ihrer Schuldenfalle aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen, und darum mehr Hilfe von Bund und Land brauchen. Wenn es nicht frauenfeindlich wäre, würde ich es als Klageweiberchor bezeichnen. Denn alle wissen: es bleibt folgenlos. Den allseitig gebildeten Bundeskanzler interessiert Wichtigeres. Was also tun, als ratlose*r Regional- und Lokalpolitiker*in? Sahen nicht in der jüngeren Vergangenheit Paris (2024) und London (2012) besonders gut aus bei ihren Olympischen Spielen? Davon träumen deutsche KommunalpolitikerInnen. Sie haben ja sonst nichts … Weiterlesen

Verkehrshinweis

Bahn legt sich nicht nur in Köln still – Wundersame Bahn CCXXXIII

mit Update 22.11.: in Köln naht der Weltuntergang

Die Stilllegung des Kölner Hauptbahnhofes (wg. “digitales Stellwerk”) ist Ihnen vermutlich so wenig entgangen wie mir. Und auch über Stuttgart21 will ich hier lieber, um nicht unflätig zu werden, kein Wort mehr verlieren. Aber ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten, aber wenn Sie von Bonn südlich fahren wollen, dann seien Sie gewarnt: der Zwergstaat Rheinland-Pfalz wird ebenfalls stillgelegt. Und zwar in Kürze bis unmittelbar vor Weihnachten, und direkt danach auch wieder. Und “wie es nach Februar weitergeht, ist derzeit noch offen.” Weiterlesen

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